Man will ja beide Meisterschaften weiterhin geräuschlos über die Bühne bringen. In der U12w fand am heutigen zweiten Turniertag eine intensive Schulung in der Handhabung der Sofia-Regel statt. So wurde sich untereinander ermahnt, mindestens 20 Züge zu spielen, bevor man ins Remis einwilligen darf, oder man ließ sich genau informieren, ob nun 20 oder 21 Züge gemacht sein müssen, bevor man sich auf Remis einigt. Der Lesergemeinde sei aber gesagt, keine der betroffenen Partien endetet remis, denn in jeder Partie fand sich eine Spielerin, die feststellte, gewinnen ist auch eine Option im Schach.
DVM Berlin: Spionagealarm bei den Jüngsten
Die Schiedsrichterteams bei der DVM U10 und U12w wurden heute Abend zu einer Sondersitzung einberufen, denn es ist Spionagealarm für die beiden finalen Runden am Donnerstag angesagt. Erstaunlich viele Teams statteten dem Deutsche Spionagemuseum am Potsdamer Platz einen Besuch ab und ließen sich darin schulen, wie man unerkannt mit Geheimschrift und weiteren unlauteren Kommunikationsmitteln arbeiten kann. Da ist morgen also Vorsicht geboten!
Zu einem Protestfall kam es in der U10, als sich ein Spieler beschwerte über ein falsches Remisangebot. Er monierte die Einbindung des Mannschaftsführers. Nach einer kurzen Diskussion stellte sich dann heraus, dass er sich eigentlich darüber beklagte, dass sein Spieler ohne ihn als Mannschaftsführer zu befragen Remis angeboten hatte. Da musste der Schiedsrichter ihn leider darüber in Kenntnis setzen, dass das Remisangebot durch den Spieler korrekt ist und die anderen Fragen doch nach der Runde innerhalb der Mannschaft zu klären seien.
In der U10 fiel Andreas aus Trier auf, der mit einer korrekten Reklamation auf dreimalige Stellungswiederholung das 2-2 sicherte. Da könnten sich sogar Großmeister noch was abschauen. Den schachlichen Höhepunkt des Tages lieferte Antonia von Tegernheim mit einer wunderbaren Mattführung mit zwei Läufern. Da merkte man beim Zuschauen, das wurde im Training schon mal behandelt und behalten.
Neben diesem Höhepunkt fiel in der U10 auf, dass sich der Hamburger SK berappelt hat, den zweiten Tag mit zwei klaren Siegen abschloss und die Tabellenspitze erklommen hat, denn alle Mannschaften mit weißer Weste (6:0 Punkte) aus dem ersten Turniertag mussten Federn lassen. So musste Oberschöneweide in ein 2:2 gegen Tegernsee und Borussia Lichtenberg einwilligen und der Düsseldorfer SV sogar gegen Borussia eine Niederlage einstecken. So führen nun der Hamburger SK und Borussia Lichtenberg beide mit 9:1 Punkten und spielen in Runde 6 gegeneinander. Für Spannung ist also gesorgt.
Die Daumen werden morgen allerdings für Agon Neumünster gedrückt, die bisher noch ohne Punkte dastehen. Das darf nicht so bleiben.
In der U12w hat die SchachAkademiePaderborn (oben rechts) als Sechstgesetzter die Spitze mit 9:1 Punkten erklommen. Sie fuhren zwei klare Siege ein und müssen nun morgen früh in Runde 6 gegen die NRW-Rivalinnen aus Porz (oben links) spielen. Die Kölnerinnen haben sich mit zwei Siegen auf Platz 2 vorgeschoben, da Weisse Dame aus Berlin und Bayern München das Tempo des ersten Tages nicht halten konnten. Die Mitfavoritinnen aus Chemnitz sind im Kampf um die Medaillen wieder mitten drin, zwei Siege am zweiten Tag halfen dabei. In der U12w gibt es keine Mannschaft mit null Punkten, was aber auch am Freilos liegt.
Die Thematik Partieformulare haben wir gestern schon erörtert. Eine Mannschaftsführerin in der U12w nahm sich das zu Herzen und forderte ihre Mitspielerin auf ihre Partie vor dem 60. Zug aufzugeben, um nicht noch ein zweites Formular zum Einsatz zu bringen. Sehr vorbildlich! Die Hochrechnungen ergeben übrigens, dass wir eventuell gerade so hinkommen mit den Formularen, denn Kreuzberg hat in seinem Fundus einen Stapel gefunden und auch im Schachladen von Arno Nickel wurde noch ein Umschlag mit Partieformularen entdeckt. So müssen wir den Vorschlag des Ausrichters, die ausgefüllten Formulare abzufotografieren und in die Cloud zu stellen, hoffentlich nicht aufgreifen.
Ärger gab es mit der JH Ostkreuz, denn die vielen mitgereisten Eltern führen sich leider nicht immer vorbildlich auf. So machen sie sich in der gesamten Herberge breit, belegen alle Plätze im Essenssaal und behindern das Hauspersonal beim Grundsäubern der Räume nach den Mahlzeiten. Stattdessen wird das Personal angepöbelt, was zu einer angespannten Situation führt und zur Drohung, dass am letzten Tag noch Hausverbote ausgesprochen werden könnten.
Wir hoffen auf die Vernunft aller und auf einen friedlichen letzten Tag nur mit schachlichen Höhepunkten!
Harald Koppen
Mädchen Grand Prix 2020 in Oberreifenberg
Am Wochenende des 18.-20. September 2020 fand das erste Turnier in der Grand-Prix-Serie der Deutschen Schachjugend statt. Wie gewohnt wurde dieses von der Hessischen Schachjugend durchgeführt. „Wie gewohnt“ war aber nicht vieles an diesem Wochenende. Das Organisationsteam hat sich viel einfallen...
weiterlesenGeschichten aus 50 Jahren DSJ - Rückblick 2002
In einer losen Artikelserie beleuchten wir Momente aus den letzten 50 Jahren.
Heute: Die Patentfamilie wird geboren.
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Corona getrotzt – Akademie erfolgreich durchgeführt
Am letzten Wochenende der Deutschen Ländermeisterschaft kamen weitere Schachspieler:innen in die Jugendherberge Berlin Ostkreuz gereist um an der DSJ Akademie teilzunehmen. Nach dem Jugendkongress schon die zweite Ausbildungsveranstaltung trotz Corona.
Corona bedeutete leider auch, da man einen...
weiterlesenChessy sagt danke und gratuliert
Na Chessy alles gut überstanden?
Chessy: Bin gerade zu Hause angekommen, lief alles prima. Nur müde bin ich, waren doch lange Abende denn die Freude war groß endlich seine Freunde mal wieder zu treffen und sich mit ihnen austauschen zu können.
Und hat dein Favorit gewonnen?
Chessy: Ihr wisst...
weiterlesenRückkampf gegen Panama
Mit der Unterstützung des Teams von GM Niclas Huschenbeth konnten wir den Rückkampf gewinnen.
weiterlesenEiner kam durch
Wir erinnern uns, nach Runde 5 lagen drei Mannschaften an der Spitze Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Das versprach Spannung pur.
Von dem Trio überlebte nur die Auswahl von NRW, die den Spitzenkampf gegen Hessen mit 5:3 gewinnen konnte....
weiterlesenDoppelter Tabellensturz am vierten Tag der DLM
Die Deutsche Ländermeisterschaft bleibt so spannend, wie es Chessy vorausgesagt hat. Er hatte darauf hingewiesen, dass die beiden führenden Teams Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz sich der Angriffe der Verfolgergruppe mit Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen erwehren müssen. Ob Chessy auch...
weiterlesenKein Mut zur Prognose
Vier Runden sind gespielt, wie ist dein Eindruck von der DLM?
Chessy: Ich höre viele positive Stimmen von den Teilnehmenden. Die Jugendherberge ist sehr gut samt dem Essen. Mit den coronabedingten Spielbedingungen hat sich jeder arrangiert. Die Partieübertragung, eine herausfordernde Aufgabe bei...
weiterlesenDLM - Hier schlägt jeder jeden
Diese DLM entwickelt sich zu einem äußert spannenden Turnier, die Kleinen werden immer frecher und ärgern die Großen. Oder hat einer vorhergesagt, dass Mecklenburg-Vorpommern gegen Sachsen gewinnt? Und dabei hatte Sachsen sogar Roven Vogel nach überstandenem Coronatest an Brett 1 aufgeboten. Doch...
weiterlesenWas ist los mit den Bayern?
Wie Chessy schon erzählte, nehmen dieses Jahr 16 Mannschaften teil. Hamburg verzichtete aufgrund der Coronasituation und Zweitmannschaften wurden vorsichtshalber auch nicht zugelassen. Gespielt wird in 5 Räumen, was für die Organisation eine organisatorische Herausforderung darstelle. Bisher haben...
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