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Schachkurs für Mütter - Konkurrenz zum Dabei-Cup?

Der „Mütter-Cup“ erfreut sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit. Bis zu 29 Frauen nehmen teil und sorgen für eine entspannte, aber ehrgeizige Atmosphäre im Turniersaal.

Gespielt werden insgesamt sechs Runden – zwei stehen also noch aus. Als zusätzliche Motivation warten drei Gutscheine vom Schachverlag Niggemann auf die erfolgreichsten Spielerinnen.

Besonders originell: Vor jeder Runde wird gemeinschaftlich über den Zeitmodus abgestimmt. So begann das Turnier mit 30 Minuten pro Spielerin, ehe sich die Schachspielerinnen in Runde zwei und drei auf 25 Minuten plus fünf Sekunden Inkrement einigten. Vor Runde vier fiel die Wahl schließlich auf 20 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug. Damit bleibt das Turnier abwechslungsreich und die Spielerinnen können selbst mitentscheiden, wie gespielt wird.

Die Stimmung vor Ort war ausgesprochen locker und herzlich. Eine Mutter brachte es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: „Frau Jussupow ist eine Bauernfängerin, deshalb spielen hier so viele mit.“ Gleichzeitig betonten die schachbegeisterten Turnierteilnehmerinnen, dass ausdrücklich auch Väter willkommen seien, die gerade erst mit Schach begonnen haben.

Mit dabei war auch Aaron, Trainer aus Sachsen-Anhalt, der einige der Mütter auf den Wettbewerb vorbereitet hat – natürlich mit dem Ziel, einen der begehrten Niggemann-Gutscheine zu gewinnen.

Für kleine humorvolle Spitzen zwischen den Turnieren sorgte außerdem ein kurzer Schlagabtausch mit dem Dabei-Cup. Auf die Frage an DSB-Frauenschachreferentin Nadja Jussupow, ob sie Konkurrenz zum Dabei-Cup sehe, antwortete sie gelassen: „Ich nicht, aber der Dabei-Cup muss entscheiden.“ Die direkte Nachfrage bei Malte Ibs, Organisator des Dabei-Cups, führte prompt zur scherzhaften Reaktion: „Das geht wirklich gar nicht, das ist starke Konkurrenz zum Dabei-Cup.“

Schiedsrichterin Bettina Bensch erklärte den Erfolg des Formats vor allem mit der besonderen Atmosphäre: Der Mütter-Cup sei ein geschützter Raum, in dem die Teilnehmerinnen Selbstbewusstsein tanken und einfach in ruhiger Umgebung Schach spielen könnten. Zudem verwies sie darauf, dass die ursprüngliche Idee des Mütter-Cups von der DSAM stammt.

Auch spielerisch zeigt sich das Turnier bunt gemischt: Die stärkste Teilnehmerin bringt aktuell etwa 1100 DWZ mit. Insgesamt besitzen drei Spielerinnen eine DWZ, während der Großteil vereinslos ist und bislang keine Wertungszahl hat. Genau das macht jedoch einen großen Teil des Charmes des Wettbewerbs aus – hier stehen Gemeinschaft, Spaß und erste Turniererfahrungen klar im Vordergrund.

 

 

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