Jugendversammlung 2026 in Magdeburg - Drei Tage Politik, Schach und ein paar Quarkkeulchen
Vom 6. bis 8. März traf sich die Deutsche Schachjugend in Magdeburg zur Jugendversammlung, um zentrale Entscheidungen für die Zukunft des Jugendschachs zu treffen. Neben wichtigen Wahlen, finanziellen Beschlüssen und strukturellen Weichenstellungen standen auch zahlreiche Anträge zur Weiterentwicklung des Schulschachs sowie Ehrungen verdienter Engagierter im Mittelpunkt. Drei intensive Tage voller Austausch, Diskussionen und gemeinsamer Entscheidungen prägten das Wochenende.
Vor gut zwei Wochen, vom 6. bis 8. März, fand das diesjährige politische Highlight eines jeden Vereins statt, bei uns besser bekannt als Jugendversammlung. Hier treffen sich die 17 Landesschachjugenden gemeinsam mit dem Vorstand der Deutschen Schachjugend, um über das vergangene Jahr zu sprechen, kommende Aufgaben und Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam Richtungsentscheidungen für das deutsche Jugendschach zu treffen.
Austragungsort der diesjährigen Jugendversammlung war Magdeburg. Getagt wurde im ÖSA City Carré, während geschlafen, gegessen und auch das ein oder andere Getränk in der Jugendherberge direkt nebenan zu sich genommen wurde. Organisiert wurde das Wochenende von der Landesschachjugend Sachsen Anhalt. Vielen Dank dafür.
Der Freitagabend war bereits mit verschiedenen Programmpunkten gefüllt. Für die U23 Delegierten boten wir einen Spieleabend an, der sich großer Beliebtheit erfreute und definitiv im Jahr 2027 wiederholt werden wird. Organisiert wurde dieser von unseren beiden Bundesjugendsprecherinnen Amanda und Najat. Eine rundum gelungene Sache.
Unser BFDler Maximilian Wittenburg berichtet:
"Der Spieleabend der U23-Delegierten war eine sehr schöne und lustige Erfahrung. Delegierte aus verschiedenen Ländern kamen zusammen, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Für den Abend wurden verschiedene Spiele sowie Snacks organisiert.
Besonders viel Spaß hat das Spiel „Werwolf“ gemacht. Dabei übernimmt jeder Spieler eine zufällige Rolle mit eigenen Aufgaben und Fähigkeiten. Die Spielrunden waren sehr spannend und wurden mit viel Humor und Engagement gespielt.
Während des Abends haben die Delegierten viel miteinander gesprochen, gelacht und Witze gemacht. Dadurch konnten sich viele besser kennenlernen und neue Kontakte knüpfen.
Rückblickend war der Spieleabend eine sehr unterhaltsame und spannende Erfahrung, an die man sich gerne erinnert."
Parallel dazu tagte der Vorstand der Deutschen Schachjugend in einer vorbereitenden Sitzung für den Samstag. Der Tagesablauf wurde durchgesprochen, Anträge wurden besprochen und einzelne Landesverbände zu Vorgesprächen eingeladen. Insgesamt also ein hochpolitischer und zugleich sehr interessanter Auftakt.
Die nicht U23 Delegierten hatten am Freitagabend freies Programm. Dieses wurde von vielen genutzt, um in verschiedenen Lokalitäten Magdeburgs Vorgespräche zu führen und sich auszutauschen.
Am Samstagmorgen begann der Tag für einige entsprechend früh. Bereits um 7 Uhr 50 wurde der Vorstand am Tagungsort einberufen, um alles rechtzeitig für die U23 Delegiertenversammlung aufzubauen und die Technik zu testen. Ein ambitionierter Zeitpunkt, da sich die Türen zum Tagungsort erst gegen 8 Uhr 15 öffnen ließen.
Nachdem schließlich alles zugänglich war, wurde aufgebaut, Tische wurden gerückt und die Technik getestet. Diese erwies sich insgesamt als zuverlässig. Lediglich die Internetverbindung stellte sich über das gesamte Wochenende hinweg als nicht wirklich stabil heraus, auch nicht mit mobilen Routern. Am Ende sollte aber alles einigermaßen funktionieren.
Um 9 Uhr 15 trafen die U23 Delegierten ein und begannen ihre eigene Versammlung, geleitet von unseren beiden Bundesjugendsprecherinnen Amanda und Najat. Im Laufe der Sitzung entstand eine gemeinsame Whatsapp-Vernetzungsgruppe, und die Stimmung war nicht zuletzt aufgrund des gelungenen Spieleabends am Vorabend durchweg positiv.
Gegen 10 Uhr startete schließlich die eigentliche Jugendversammlung.
Zuvor sei jedoch noch die inspirierende Stadtführung am Samstagabend erwähnt. Martina Dannies führte uns durch Magdeburg und erklärte anhand prägender Kirchen, Plätze und Sehenswürdigkeiten die Schachgeschichte der Stadt und zog dabei viele von uns in ihren Bann.
Nun aber zur eigentlichen Jugendversammlung.
Ergänzend dazu sei das Berichtsheft empfohlen.
Wichtige Ergebnisse im Überblick
Wahlen:
- Marco Stegner und Luca Wilmink wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt
- Niklas Mörke wurde Referent für Öffentlichkeitsarbeit
- Helge Frowein wurde Referent für Schulschach
- Najat Tabakh wurde einstimmig zur Bundesjugendsprecherin gewählt
Ehrungen:
- Verabschiedung der Vorstandsmitglieder Jeffrey Paulus und Tom Werner
- Verleihung der silbernen Ehrennadel an Ludwig Peetz
- Verleihung der silbernen Ehrennadel an Stefan Koch
Finanzen:
- Der Etat 2026 wurde beschlossen
- Die Etatplanung 2027 wurde verabschiedet
- Für die Deutsche Schulschachmeisterschaft 2027 wurde eine Kostenobergrenze von 330.000 Euro festgelegt
Zentrale Beschlüsse:
- Einführung eines Beauftragten für Deutsche Schulschachmeisterschaften
- Wiedereinführung der Wettkampfklasse I im Schulschach
- Umstellung der Altersklassen auf Jahrgangsstufen ab 2028
- Reduzierung der Mannschaftsstärke in WK II von sechs auf vier Spieler
- Erleichterung für Gastspielerinnen bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften
- Mehr Startplätze für Spielerinnen in der U14w bei der DEM ab 2027
- Anpassung der Kassenprüfungsrichtlinie
Weitere Themen:
- Maßnahmen zur Stärkung des Mädchenschachs wurden beschlossen
- Regelungen zur Fusion von Landesverbänden wurden festgelegt
- Der Safe Sport Leitfaden wurde bestätigt
Top 1: Eröffnung der Jugendversammlung und Grußworte
Unser Vorsitzender Finn Petersen eröffnete feierlich die diesjährige Jugendversammlung. Grußworte des Ausrichters wurden durch Michael Zeuner von der Landesschachjugend Sachsen Anhalt übermittelt. Der Deutsche Schachbund ließ sich entschuldigen.
Top 2: Feststellung der Anwesenden und des Stimmenverhältnisses
Da die Abstimmungen digital durchgeführt werden, starteten wir mit einer Probeabstimmung. Die Frage lautete: "Kennst du Quarkkeulchen?"
Das Ergebnis fiel wie folgt aus: 91 Ja Stimmen, 193 Nein Stimmen und 28 Enthaltungen. Fun Fact am Rande: Dies sollte die einzige Abstimmung des Tages bleiben, die keine Mehrheit fand.
Wer sich fragt, was Quarkkeulchen sind, kann hier nachschauen.
Auch die Anwesenheitsquote war sehr gut. 15 von 17 Landesschachjugenden waren mit voller Stimmenanzahl vertreten, auch der Vorstand war nahezu vollständig anwesend. Lediglich Tom Werner und Jeffrey Paulus ließen sich entschuldigen. Insgesamt ergaben sich damit 313 Stimmen, davon 9 aus dem Vorstand und 304 aus den Ländern.
Top 3: Wahl des Tagungspräsidiums und der Protokollführung
Unser ehemaliger Vorsitzender Niklas Rickmann wurde von Finn vorgeschlagen und zum Tagungspräsidenten gewählt. Anschließend wurde unser Geschäftsführer Nikola Franic als Protokollführer vorgeschlagen und ebenfalls gewählt.
Top 4: Genehmigung des Protokolls der Jugendversammlung 2025 in Stralsund
Das Protokoll der letztjährigen Jugendversammlung wurde mit einer redaktionellen Änderung genehmigt.
Top 5: Bericht des Vorstandes, des Compliancebeauftragten und der Kassenprüfer:innen
Zu den im Berichtsheft vorliegenden Berichten gab es keine Ergänzungen. Es wurden jedoch Fragen gestellt, unter anderem zu den Normenturnieren bei der Deutschen Ländermeisterschaft, zur Buchhaltung sowie zum Verhältnis zum Deutschen Schachbund. Alle Fragen konnten zufriedenstellend beantwortet werden.
Top 6: Entlastung des Vorstandes
Die Kassenprüfer:innen Jethro Bartel und Anna Blume Giede beantragten die Entlastung des Vorstandes. Dieser wurde en bloc mit 296 Ja Stimmen bei 8 Enthaltungen entlastet.
Top 7: Jahres und Projektplanung
Die Deutsche Schachjugend stellte ausführlich die Jahres- und Projektplanung insbesondere für die kommenden beiden Jahre vor.
Vorgestellt wurden unter anderem die Deutsche Einzelmeisterschaft 2026 durch Niko, der Deutsche Schulschach Gipfel 2027 durch Helge und Finn, der Deutsche Mix Teampokal durch Harald sowie Normenturniere ebenfalls durch Harald.
Weitere Themen waren die Zukunftswerkstatt durch Najat, DSJ Connect, sowie das IT Forum durch Leo, das Öff-Forum und die Öffentlichkeitsarbeit durch Niklas, Projekte im Bereich junges Engagement durch Marco, das DSJ- Quartett durch Luca, das Mädchenschachpatent sowie das gemeinsame Mädchen und Frauenschachprojekt von DSJ und DSB durch Karo sowie Safe Sport durch Niklas Rickmann.
Top 8: Ehrungen
Der schönste Teil jeder Jugendversammlung ist es, verdiente Schachfreundinnen und Schachfreunde nach vorne zu bitten und zu ehren.
Im Rahmen dieser Jugendversammlung verabschiedeten wir zwei Vorstandsmitglieder, die unsere Arbeit in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt haben. Beide konnten leider nicht vor Ort sein.
Zunächst applaudierten wir für unseren bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Jeffrey Paulus, der sich unter anderem im Themenfeld der Transgenderdiskussion stark eingebracht hat. Die Laudatio hielt Marco Stegner.
Ebenso verabschiedeten wir Tom Werner, der vier Jahre im Vorstand tätig war, von 2022 bis 2024 als Bundesjugendsprecher und anschließend als Referent für allgemeine Jugendarbeit. Die Laudatio hielt Maurice Pascal Müller.
Im Anschluss wurden die silbernen Ehrennadeln verliehen. Ludwig Peetz aus Rheinland-Pfalz wurde für sein Engagement insbesondere als U8 Scout, bei RKSTs sowie im Schulschach ausgezeichnet, wo er hohe Maßstäbe gesetzt hat. Die Laudatio hielt Maurice.
Auch Stefan Koch aus Thüringen wurde mit der silbernen Ehrennadel geehrt. Er war über mehr als zehn Jahre Delegationsleiter bei der Deutschen Einzelmeisterschaft und ist vielen als stets zuverlässiger, erreichbarer und offener Mensch bekannt. Die Laudatio hielt Marco.
Top 9: Wahlen zum Vorstand
Im Rahmen der Wahlen wurden zwei stellvertretende Vorsitzende gewählt.
Marco Stegner erhielt 276 Ja Stimmen bei 28 Enthaltungen. Er war zuvor Nationaler Spielleiter, stellte sich als erster zur Wahl, beantwortete Fragen zur weiteren Organisation des Spielbetriebs und wurde ohne Gegenstimmen gewählt.
Anschließend trat Luca Wilmink an. Er ist im Arbeitskreis Mädchenschach aktiv, absolviert einen Bundesfreiwilligendienst beim SK Lehrte und ist als Teamer im Sommercamp tätig. Er wurde mit 248 Ja Stimmen bei 56 Enthaltungen gewählt.
Die Position der Referentin beziehungsweise des Referenten für allgemeine Jugendarbeit bleibt vakant. Zuvor hatte Tom Werner dieses Amt inne. Übergangsweise übernehmen Jannik Kiesel und Marco Stegner den Arbeitskreis kommissarisch.
Als Referent für Öffentlichkeitsarbeit wurde Niklas Mörke mit 221 Ja Stimmen bei 49 Enthaltungen gewählt.
Als Referent für Schulschach wurde Helge Frowein mit 292 Ja Stimmen bei 8 Nein Stimmen und 4 Enthaltungen gewählt.
Eine der beiden Positionen als Nationaler Spielleiter bleibt vakant, nachdem Marco Stegner in den Vorstand gewechselt ist.
Bei der Wahl der Bundesjugendsprecher:in, bei der ausschließlich die U23 Delegierten stimmberechtigt sind, wurde Najat Tabakh mit 18 Ja Stimmen einstimmig wiedergewählt.
Die aktuellen Vorstandsmitglieder findet ihr hier.
Darüber hinaus wurden zwei Kassenprüfer:innen gewählt. Auf Vorschlag von Ludwig Peetz wurde Wolfgang Kreuscher mit 290 Ja Stimmen bei 9 Enthaltungen gewählt.
Als Ersatzkassenprüfer wurde Patrick Schranz mit 277 Ja Stimmen bei 14 Enthaltungen gewählt.
Top 10: Etat 2026, Etatplanung 2027 und haushaltsrelevante Anträge
Maurice stellte den Etat 2026 vor. Dieser wurde mit 275 Ja Stimmen bei 37 Enthaltungen angenommen.
Die Kostenobergrenze für die Deutsche Schulschachmeisterschaft 2027 wurde auf 330.000 Euro festgelegt und mit 261 Ja Stimmen bei 52 Enthaltungen beschlossen.
Hintergrund ist, dass der Arbeitskreis Schulschach und der Vorstand im Januar 2026 entschieden haben, die Ausrichtung der Deutschen Schulschachmeisterschaft 2027 als zentrale Veranstaltung auszuschreiben. Die Frist zur Abgabe von Angeboten endete am 27. Februar 2027. Eingehende Angebote sollten durch den Vorstand inhaltlich aufbereitet und Anfang März den Delegierten vorgelegt werden. Die Festlegung einer Kostenobergrenze bildet hierfür die Grundlage.
Auch die Etatplanung für 2027 wurde mit 268 Ja Stimmen bei 45 Enthaltungen beschlossen.
Top 11: Anträge
Im Bereich der Geschäftsordnung wurde der Antrag zur Einführung eines Beauftragten für Deutsche Schulschachmeisterschaften behandelt. Dieser wurde mit 302 Ja Stimmen bei 4 Enthaltungen angenommen. Hintergrund des Antrags ist der große organisatorische Aufwand bei der Durchführung der Schulschachmeisterschaften. Mit der Schaffung dieses Postens soll hier künftig eine bessere Struktur geschaffen werden.
Im Bereich der Spielordnung wurden mehrere Anträge beraten.
Zunächst stellte Helge Frowein einen Antrag aus dem Arbeitskreis Schulschach vor. Dieser erste Antrag wurde im Verlauf der Beratung zurückgezogen und an den Arbeitskreis Schulschach zurückverwiesen, verbunden mit der Bitte, gemeinsam mit den Landesverbänden einen mehrheitsfähigen Antrag zu erarbeiten.
Ein zweiter Antrag aus dem Arbeitskreis Schulschach wurde hingegen zur Abstimmung gebracht und mit 274 Ja Stimmen, 4 Nein Stimmen und 32 Enthaltungen angenommen. Ziel dieses Antrags ist es, mehr Mädchen die Teilnahme am Schulschach zu ermöglichen.
Die Schachjugend Nordrhein Westfalen brachte mehrere Anträge ein.
Der Antrag zur Wiedereinführung der Wettkampfklasse I wurde mit 229 Ja Stimmen, 16 Nein Stimmen und 46 Enthaltungen angenommen. Dabei wurde der Antrag mit zusätzlichen Änderungen beschlossen. In Paragraph 17.2 wird nach den Worten „Spielberechtigt sind“ der Wortlaut „WK I für alle Schülerinnen und Schüler“ eingefügt. In Paragraph 17.4 wird die Formulierung „Jede Mannschaft der WK I, WK III,“ ergänzt. Mit diesem Beschluss ist die Wiedereinführung der Wettkampfklasse I für die Jahrgänge 5 bis 13 auf Bundesebene beschlossen.
Ein weiterer Antrag der Schachjugend Nordrhein Westfalen zur Anpassung der Altersklassen im Schulschach an schulinterne Strukturen wurde mit 227 Ja Stimmen, 49 Nein Stimmen und 37 Enthaltungen angenommen. Mit diesem Antrag wird ein bedeutender Schritt im Schulschach vollzogen. Bisher war das Geburtsjahr eines Schülers maßgeblich für die Einteilung in die jeweilige Wettkampfklasse. Künftig wird stattdessen der entsprechende Jahrgang innerhalb der Schule herangezogen. Diese Regelung soll ab dem Jahr 2028 gelten.
Ebenfalls von der Schachjugend Nordrhein Westfalen kam der Antrag zur Anpassung der Mannschaftsstärke in der Wettkampfklasse II. Dieser wurde mit 274 Ja Stimmen, 22 Nein Stimmen und 16 Enthaltungen angenommen. Im Zuge der Wiedereinführung der Wettkampfklasse I wird die Mannschaftsstärke der WK II von sechs auf vier Spieler reduziert.
Harald Koppen stellte einen Antrag zur Startberechtigung von Gastspielerinnen bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften in den Altersklassen U12w und U16w. Dieser wurde mit 277 Ja Stimmen angenommen und stellt eine Erleichterung für die DVM dar.
Ein weiterer Antrag von Harald Koppen zur Klarstellung der Ziffer 1.5 wurde mit 284 Ja Stimmen bei 6 Enthaltungen angenommen. Es handelt sich hierbei um eine formale Anpassung.
Die Schachjugend Berlin brachte ebenfalls einen Antrag ein, der mit 253 Ja Stimmen, 9 Nein Stimmen und 34 Enthaltungen angenommen wurde. Dieser sieht vor, dass bei der Deutschen Einzelmeisterschaft künftig mehr Spielerinnen in der Altersklasse U14w teilnehmen können. Die Regelung soll ab dem Jahr 2027 gelten.
Im Bereich der Richtlinie zur Kassenprüfung wurde ein gemeinsamer Antrag der Schachjugend Schleswig Holstein, der Schachjugend Brandenburg, des Jugendschachbundes Sachsen sowie der Bremer Schachjugend behandelt. Dieser wurde mit 297 Ja Stimmen bei 17 Enthaltungen angenommen. Künftig wird es damit ermöglicht, dass auch der Ersatzkassenprüfer oder die Ersatzkassenprüferin an der Kassenprüfung teilnehmen darf.
Im Bereich der weiteren Anträge wurden mehrere Anträge behandelt. Ein Antrag der Württembergischen Schachjugend zur DOSB Jugendleiterausbildung wurde zurückgezogen. Auch ein hilfsweiser Antrag zur gleichen Thematik wurde zurückgezogen.
Karl Herzig erklärte hierzu, dass sich die Deutsche Schachjugend und die Württembergische Schachjugend darauf verständigt haben, das Württembergische Jugendleiterkonzept bei der Deutschen Schachjugend einzureichen, dort prüfen zu lassen und anschließend einen Antrag an die Deutsche Sportjugend zu stellen.
Ein weiterer Antrag der Württembergischen Schachjugend zum Austausch der Referenten für Ausbildung wurde ebenfalls zurückgezogen.
Auch ein Antrag zur Übergangszeit für Landesverbände bei Fusion wurde zurückgezogen.
Ein Antrag der Schachjugend Baden zur Fusion von Landesverbänden wurde mit 293 Ja Stimmen bei 20 Enthaltungen angenommen. Im Verlauf der Beratung wurde der Antrag durch Jasmin Mangei wie folgt geändert: „… die fusionierenden Landesverbände für zwei nachfolgende Übergangssaisons ab dem Vollzug des Zusammenschlusses als fortbestehend behandelt.“
Ein Antrag der Landesschachjugend Sachsen Anhalt zur Vergabe von Meisterschaften wurde in zwei Teile aufgeteilt. Zunächst wurde über den ersten Absatz abgestimmt, der mit 128 Ja Stimmen, 47 Nein Stimmen und 138 Enthaltungen angenommen wurde. Anschließend wurde über den zweiten Absatz abgestimmt, ergänzt um die Formulierung „[…] Ausrichter und DSJ können einvernehmlich davon abweichen.“ Dieser wurde mit 138 Ja Stimmen, 110 Nein Stimmen und 65 Enthaltungen angenommen.
Abschließend wurde der Leitfaden Safe Sport mit 289 Ja Stimmen bei 24 Enthaltungen bestätigt.
Details sind zeitnah dem Protokoll zu entnehmen;)
Verschiedenes
Unter dem Punkt Verschiedenes wurde bekanntgegeben, dass die nächste Jugendversammlung vom 5. bis 7. März 2027 stattfinden wird. Bremen hat bereits Interesse an der Ausrichtung signalisiert.
Zum Abschluss bedankte sich Finn Petersen für die gute Sitzungsmoral und wünschte allen eine gute Heimreise. Sein Dank galt der Landesschachjugend Sachsen Anhalt, dem Tagungspräsidium, den bei den Wahlen angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten, der Geschäftsstelle sowie allen Teilnehmenden.
30.09.-10.10.1954: Deutsche Meisterschaften 1954 (West) Braunschweig
Jugendeinzel 30.09.-10.10.1954, Rundenturnier mit 14 Teilnehmern
Quelle: Schach-Echo, 1954, S.314 (komplette Tabelle)
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | Gerd Rinder (Bayern) | 9,0 |
| 2. | Klages (Niedersachsen) | 9,0 |
| 3. | Harald Lieb (Berlin) | 8,5 |
| 4. | Querner... |
31.07.-11.08.1953: Deutsche Meisterschaften 1953 (West) Gelsenkirchen
Jugendeinzel 31.07.-11.08.1953, Rundenturnier mit 13 Teilnehmern
Quelle: Süddeutsche Schachzeitung, 1953, S.170/71 (komplette Tabelle)
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | Wolfram Bialas (Berlin) | 9,0 |
| 2. | Schwarz (Selb) | 9,0 |
| 3. | Stern (Sarstedt) | 7,5 |
| 4. | Wallh... |
16.08.-27.08.1952: Deutsche Meisterschaften 1952 (Gesamt) Sigmaringen
Jugendeinzel 16.08.-27.08.1952, Rundenturnier mit 14 Teilnehmern
Quelle: Deutsche Schachrundschau CAISSA, 1952, S.374
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | Reinhard Fuchs (Berlin) | 10,5 |
| 2. | Wolfgang Uhlmann (Dresden) | 10,0 |
| 3. | Wolfram Bialas (Berlin) | 9,5 |
| 4. | ...
21.10.-05.11.1951: Deutsche Meisterschaften 1951 (West) Hamburg
Jugendeinzel 21.10.-05.11.1951, Rundenturnier mit 14 Teilnehmern
Quellen:
CAISSA, 1951, 2.November-Heft, S.350 (Bericht, komplette Tabelle) Engelhardts Schach-Taschenjahrbuch, 1953, S.148
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | Klaus Darga (Berlin) | 11,0 |
| 2. | Manfred Heilemann... |
xx.xx.-xx.xx.1951: Deutsche Meisterschaften 1951 (Gesamt) Leipzig
Jugendeinzel xx.xx.-xx.xx.1951, Rundenturnier mit 14 TeilnehmernQuellen: Deutsche Schachrundschau CAISSA, 1951, S.302 (Bericht) Deutsche Schachrundschau CAISSA, 1951, S.326-328 (Bericht, Partien)
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | W... |
18.09.-30.09.1950: Deutsche Meisterschaften 1950 (West) Burg Blankenstein
Jugendeinzel 18.09.-30.09.1950, Rundenturnier mit 14 Teilnehmern
Quellen:
Der Schachspiegel, 1950, Nr.10, S.160 (Bericht)
Caissa, 1950, Nr. 18, S. 293 (Termin, Ort)
Caissa, 1950, Nr. 19, S. 328 (Bericht)
Caissa, 1950, Nr. 20, S. 329 (Tabelle)
| Pl. | Teilnehmer | Punkt... |
30.07.-13.08.1950: Deutsche Meisterschaften 1950 (Ost) Sömmerda
Jugendeinzel 30.07.-13.08.1950, Rundenturnier mit 18 Teilnehmern
insgesamt 18 Teilnehmer
Quelle: Der Schachspiegel, 1950, S.140
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | Reinhard Fuchs (Berlin) | 13,0 |
| 2. | Klaus Kunze (Meisdorf) | 13,0 |
| 3. | Hempel (Leipzig) | 11,0 |
| 4. | Franz (Leipzig) | 11,0 |
| 5. | Lothar Kleine... |
02.10.-09.10.1949: Deutsche Meisterschaften 1949 (West) Northeim
Jugendeinzel 02.10.-09.10.1949. xx Teilnehmer
Quelle: Der Schachspiegel, 1949, S.160
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | Hartmut Kauder (Magdeburg) | 5,0 |
| 2. | Siegfried Rühlemann (Leipzig) | 4,5 |
| 3. | Lothar Kleine (Leipzig) | 4,0 |
| 4. | Manfred Kahn (Dresden) | 4,0 |
| 5. | Wilfried Pflughaupt (Wittenberge) | 4,0 |
02.10.-09.10.1949: Deutsche Meisterschaften 1949 (Ost) Bad Klosterlausnitz
Jugendeinzel 23.07.-07.08.1949, 8 Teilnehmer in Endrunde
Quelle: Der Schachspiegel, 1949, S.114
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | Hartmut Kauder (Magdeburg) | 5,0 |
| 2. | Siegfried Rühlemann (Leipzig) | 4,5 |
| 3. | Lothar Kleine (Leipzig) | 4,0 |
| 4. | Manfred Kahn (Dresden) | 4,0 |
| 5. | Wilfried Pflughaupt... |
01.12.-12.12.1948: Deutsche Meisterschaften 1948 (West) Hamburg
Jugendeinzel 01.12.-12.12.1948, Rundenturnier mit 14 Teilnehmern
| Pl. | Teilnehmer | Punkte |
| 1. | Heinz Marcus (Kassel) | 11,5 |
| 2. | Edgar Klaeger (Hamburg) | 10,5 |
| 3. | Werner Nicolai (Hohenlimburg) | 10,5 |
| 4. | Muth (Köln) | 8,5 |
| 5. | Siegfried Heil (Düsseldorf) | ...