Zum Hauptinhalt springen
 
| TOP Meldung, Kinderschutz, Startseite

Sexualisierte Gewalt im Sport - Sexualisierte Gewalt auch im Schach?

In den letzten Jahren ist die Debatte über sexuelle Gewalt in allen gesellschaftlichen Bereichen und damit auch im Sport immer intensiver geführt worden. Wo lange Zeit geschwiegen und vertuscht wurde, man wollte davon einfach nichts wissen, findet nun eine Auseinandersetzung über diese Thematik statt. Dies ist vor allem vielen Opfern zu verdanken, die den Mut gefunden haben an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie haben es geschafft die Mauer des Schweigens zu durchbrechen und in Teilen zum Einsturz zu bringen.

Ist dies auch schon im Schachsport gelungen? Oder herrscht hier immer noch die Schutzbehauptung vor, damit haben wir nichts zu tun, wir sind ja kein körperbetonter Sport?
Letzteres stimmt. Die körperliche Hilfestellung durch die Trainer entfällt bei uns, knappe, körperbetonte Sportbekleidung ist nicht vonnöten.

Und warum gibt es dann doch Fälle von sexueller Gewalt durch Trainer, Betreuer, Verurteilungen von Schachsportlern?
Weil wir Schachsportler ein Teil der Gesellschaft sind!


Es besteht im Schach wie in jeder Sportart ein Vertrauensverhältnis zwischen Kindern, Jugendlichen und ihren Trainern, Trainerinnen. Es besteht im Schach aber auch wie in jeder Sportart ein Abhängigkeitsverhältnis von Kindern, Jugendlichen zum Trainer, zur Trainerin durch Entscheidungen über, durch Einfluss auf Förderung, Nominierungen, Aufstellungen in Mannschaften, das ausgenutzt werden kann.

Im Schachsport kommt es sehr oft, vor allem im Leistungstraining, zu individuellen Trainingssituationen, in der es zu einer Eins zu Eins Situation kommt. Diese finden oft im häuslichen Umfeld statt, entweder in der Wohnung der Trainer, Trainerinnen oder im Elternhaus der Kinder, Jugendlichen. Diese individuellen Trainings-situationen können ein Gefahrenbereich für Kinder und Jugendliche sein, aber auch für Trainerinnen und Trainer, vor dem man sie beschützen muss.

Es reicht also nicht die drei Affen zu machen (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen)!

Schon 2012 hat die Jugendversammlung der Deutschen Schachjugend in Hamm ein Positionspapier zum Präventionsarbeit verabschiedet.
Seitdem stehen Ekaterina Jussupow und Martin B. Fischer als neutrale Ansprechpersonen, die keine Funktion in der DSJ haben, zur Verfügung und wurden auch schon kontaktiert. Wer meint im Verein einen Vorfall erkannt zu haben, unsicher ist, wie man damit umgeht, der kann diese Ansprechpartner kontaktieren. Die Kontaktdaten finden sich auf der Homepage der Deutschen Schachjugend: https://www.deutsche-schachjugend.de/dsj-inside/gesellschaftliche-verantwortung/kinderschutz/

Auf der Ebene des Vorstandes ist in der Deutschen Schachjugend der Geschäftsführer Jörg Schulz Anlaufstelle für Fragen um die Prävention von sexueller Gewalt und über ihn ist die DSJ schon mehrmals gebeten worden aktiv zu werden, zu helfen und zu unterstützen.
Auf seiner letzten Sitzung hat der DSJ-Vorstand eine Risikoanalyse der Sportart Schach vorgenommen und eine Konzeption zur Prävention mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog beschlossen.
Ein wichtiger Punkt darin ist eine flächendecke Kette von Ansprechpersonen aufzubauen, die sich vernetzen, sich schulen lassen und bis in die Vereine hinein beraten. Einige Landesschachjugenden sind da schon gut aufgestellt, andere müssen noch aktiv werden.

Die DSJ strebt auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schachbund an.
In Ansätzen gelingt dies. Mit dem Referenten für Leistungssport im DSB sind wir uns einig, dass Trainer nicht eingesetzt werden können, die sich diesem Thema verweigern, die den Ehrenkodex für Trainer und Betreuer nicht unterschreiben.
Mit der Referentin für Ausbildung des DSB arbeiten wir daran, das Thema Prävention von sexueller Gewalt in die Ausbildung von Trainern, Übungsleitern mit Pflichtstunden fest zu verankern.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt, denn das Thema Prävention ist vielschichtig. Es geht nicht immer um strafbare Handlungen, es gibt viele Vorstufen der sexuellen Gewalt, wie Belästigungen, der nicht gewollten verbalen wie körperlichen Annäherung, wobei die Grenzen von Betroffenen immer unterschiedlich gezogen werden. Darf ich als Betreuer ein Kind nach einer Niederlage in den Arm nehmen, trösten? Wo sind die Grenzen? Welche Nähe zu meinen Schützlingen ist statthaft?

Man kann eigentlich gar nicht fassen, dass die drei Affen im Schachsport an vielen Stellen, auf vielen Ebenen immer noch aktiv sind.
Deshalb rufen wir alle auf, die im Kinder- und Jugendschach, die im Schachsport Verantwortung tragen, macht mit, stellt euch der Thematik, setzt euch damit auseinander, schaut genau hin, lasst euch schulen, klärt auf!


Jörg Schulz

| TOP Meldung, Startseite, Jugendarbeit, Jugendaustausch

Die Geschichte der 250 Tafeln Schokolade oder 13 Chinesen in Deutschland

Nach einem Besuch der chinesischen Delegation des JiHong Schachclubs aus Bengbu im Jahr 2015 in Hamburg und Berlin, sowie unserem Besuch mit 9 Jugendlichen im letzten Jahr in Bengbu war im Februar 2018 wieder eine Reise nach Deutschland geplant. 9 Jugendliche, 1 Trainer und 3 Betreuer kündigten sich...

weiterlesen
| Startseite, Jugendversammlung

Jugendversammlung 2018 in Göttingen

//Nachtrag, 26. Februar: Ab jetzt findet ihr auch den Etatvorschlag für 2018 online:

//Nachtrag, 14. Februar: Julia Mätzkow aus Brandenburg kandidiert für das Amt der Jugendsprecherin:

//Nachtrag, 2. Februar: Ab jetzt findet ihr auch das Berichtsheft inkl. Anträge...

weiterlesen
| Goldener Chesso, Startseite, TOP Meldung

Vorbilder gesucht

Was haben:

  • der Rhedaer Schachverein von 1931 e.V.
  • die Schachjugend Herborn 1998 e.V.
  • die Karlsruher Schachfreunde 1853 e.V.
  • der Schachclub Bisingen-Steinhofen e.V.
  • der Schachklub Neumarkt e.V.
  • der SV Kinder- und Jugendschach Potsdam e. V.
  • der SK Münster von 1932 e.V.
  • der TuRa Harksheide e.V.
  • der ESV Gera...

weiterlesen
| Startseite, TOP Meldung, Qualitätssiegel, Schulschach

Max-Planck-Gymnasium ist zweite Deutsche Schachschule in Baden

Der 20.01.2018 war für das Karlsruher Schulschach ein ganz besonderer Tag. Zum einen fand das Schulschachfinale mit über 200 Schülerinnen und Schülern statt. Zum anderen wurde eine Schule für ihr herausragendes Engagement im Bereich Schach ausgezeichnet.

In ganz Deutschland gibt es mittlerweile...

weiterlesen
| Startseite, International

DSB Wants You for EYTCC 2018

Bitte? Wofür? EYTCC?

Das European Youth Team Chess Championship, also die Jugendmannschaftseuropameisterschaft findet vom 11. bis 19.07. in Deutschland, genauer gesagt in Bad Blankenburg, statt.

Das Organisationsteam zur Meisterschaft zählt aktuell mit

  • Turnierdirektor:  Bernd Vökler
  • Hauptschieds...

weiterlesen
| Startseite, Grünes Band

5.000€ für vorbildliche Talentförderung im Verein - jetzt für das "Grüne Band" bewerben

Im vergangenen Jahr war der Hamburger SK unter den Gewinnern des Grünen Bandes. Das sollte die Schachvereine, die hervorragende Arbeit im Nachwuchsbereich leisten, motivieren sich ebenfalls zu bewerben, auch wenn wir im Wettstreit mit allen anderen Sportarten sind, Schach kann sich vergleichen mit...

weiterlesen
| TOP Meldung, Startseite, Verband

13 Fragen an Malte Ibs

Marc Krause spielt Schach bei Empor Potsdam und war schon zweimal Teilnehmer der DEM. Er besucht das Hans Carossa Gymnasium in Berlin und absolvierte ein zweiwöchiges Schulpraktikum in der Geschäftsstelle der DSJ, mal hinter die Schachkulissen schauen. So konnte er die Turniere mitorganisieren, die...

weiterlesen
| DVM 2017, Startseite

Auswertung der Umfrage zur DVM U10

Die DVM U10 haben ein seit Jahren stetig anwachsendes Teilnehmerfeld. Die Auswirkungen der hohen Zahl teilnehmender Mannschaften war Anlass für den Arbeitskreis Spielbetrieb, sich über die Weiterentwicklung der Meisterschaft Gedanken zu machen.

weiterlesen
| TOP Meldung, Startseite

Wo bleibt eigentlich die Jahresbroschüre?

Die wird es in diesem Jahr leider nicht geben.

Wir haben es ausnahmsweise nicht geschafft zum Jahreswechsel all unsere Veranstaltungen zu terminieren: Örtlich, wie zeitlich.

Das heißt natürlich nicht, dass wir in diesem Jahr nichts machen: Auch 2018 haben wir wieder eine Menge vor und ein Blick in...

weiterlesen
| Startseite, DEM, TOP Meldung

Wenn ich groß bin, möchte ich in Opas Fußstapfen treten

Hannah Ramien wurde zur Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft 2017 von einem Fernsehteam des ZDF begleitet.  Die Spielerin der SG Porz aus NRW hat sich das Ziel gesetzt einmal Großmeisterin zu werden und ähnlich wie ihr Großvater gegen die Top-Spieler der Welt zu kämpfen. Der Fernsehbericht gibt...

weiterlesen