Die letzte Doppelrunde der #DEM25 ist vorbei (außer für unsere U8-Kids)
Und was für eine Doppelrunde das war! Tolle Partien, brutale Taktiken und echte Dramen. Der Tag hatte alles zu bieten. Passend dazu dominieren heute die Handshakes einiger Spitzenpaarungen von gestern das Titelbild.
Zum Lohn für die ganze harte Arbeit darf der Schachzirkus heute ausschlafen. Es bleibt mehr Zeit für Vorbereitungen, aber auch endlich wieder etwas Raum für Freizeit, die bei so einer DEM nicht zu kurz kommen darf. Passend dazu gibt es morgen ein vielversprechendes Programm. Das Länder-Fußballturnier wird sicher viele junge Kickerinnen und Kicker in den Fußballkäfig locken. Wer noch nicht genug Schach hat, kann aber auch Simultan gegen einen echten Großmeister spielen. Für alle ist etwas dabei!
U8w + U8 - Es geht los!
Alle Kinder in der U8 (w) haben den langen Weg durch den Tunnel zum Spielsaal in die Stadthalle gefunden. Die ersten zwei Runden sind gespielt und es gab schon einige überraschende Ergebnisse. So konnte Casper Qiu sich in der U8 am Spitzenbrett gegen den DWZ-Favoriten durchsetzen. Insgesamt führen 6 Spieler noch mit einer weißen Weste die U8 an. Auch in der U8w zeigt sich, dass nicht immer die Spielerin mit der höchsten DWZ triumphiert. Olena Altshuler konnte am 2. Brett gegen ihre Gegnerin gewinnen. Hier haben noch 7 Spielerinnen 2 Punkte aus 2 Partien.
https://www.deutsche-schachjugend.de/In der Manege sind die Teilnehmenden ebenfalls erfolgreich unterwegs. Bereits mehr als 5 Kinder haben ihren Zirkusführerschein erhalten und sich ihre rote Clownsnase verdient.
Wir sehen uns heute um 9:00 Uhr im Spielsaal und danach in der Manege im Freizeitraum.
U10w - Sara Vignesh bleibt Dompteurin der Manege!
Die Seiltänzerin an der Tabellenspitze heißt weiterhin: Sara Vignesh!
Auch wenn sie in der 5. Runde gegen Sally Elsayed Esam erstmals ins Wanken geriet, konnte sie ihr Gleichgewicht halten – mit viel Glück. Eine fragwürdige Tauschkombination brachte sie ins Hintertreffen, doch Sally verpasste die Gelegenheit zum entscheidenden Schlag. Im ausgeglichenen Läuferendspiel wurde schließlich der Friedensclown gerufen: Remis.
Am Nachmittag folgte eine weitere Zitterpartie gegen Rina Artarov. Wieder sah es zunächst düster aus, doch dann kippte das Blatt plötzlich – wie ein Jonglierstab in der Luft – zugunsten von Sara. Zwei Züge später war aus der verlorenen Stellung ein Sieg geworden.
Mit 5,5 aus 6 Punkten balanciert Sara weiter auf dem Hochseil ganz oben. Doch unter dem Zirkuszelt braut sich was zusammen: fünf Artistinnen mit 4,5 Punkten warten nur darauf, dass die Spitzenreiterin einmal ins Seil tritt!
U10 - Konstantin Müller führt das Kunststück an!
Konstantin Müller begeistert weiter das Publikum im Zirkus der U10!
Am Vormittag ging es mit den schwarzen Figuren ins Spitzenduell gegen Aadith Ranganathan. Konstantin tauschte kreativ einen Turm gegen Läufer und Bauern – eine klassische Zirkusnummer: weniger Material, aber viel Initiative. Das spannende Endspiel wurde schließlich friedlich beendet.
Am Nachmittag ließ er dann mit Weiß gegen Aras Kutlar die große Show folgen: Dame gegen Turm, Läufer und Bauern – eine Materialverteilung wie beim Jonglieren mit ungleichen Gewichten. Doch Konstantins Dame tanzte elegant über das Brett und sicherte ihm den vollen Punkt.
Mit 5,5 aus 6 ist Konstantin nun alleiniger Spitzenreiter. Drei Verfolger mit 5 Punkten warten bereits auf ihren Auftritt – es bleibt spannend in der Manege!
U12w - Daria Shynkar übersteht gefährliche Nummern!
In der U12w teilen sich aktuell Daria Shynkar und Lilian Schirmbeck die Führung – ein echtes Duo am Trapez mit jeweils 5 aus 6 Punkten!
Daria hatte dabei einige brenzlige Situationen zu überstehen. Am Vormittag gegen Yuefan Chen entkam sie aus einer klar schlechteren Stellung mit einem geschickten Dauerschach. Und auch am Nachmittag gegen Mariia Bohatyrova entkam sie knapp einem Sturz aus der Luft – Mariia verpasste den Aufhänger im 25. Zug, und Daria zog souverän durch, ganz die abgeklärte Artistin. Nach 80 Zügen und mit erstaunlich wenig Bedenkzeit holte sie den nächsten Sieg.
Vier Spielerinnen mit 4,5 Punkten folgen – die Show ist längst nicht vorbei!
U12 - Drei Artisten an der Spitze!
Der Zirkus der U12 hat drei gleichstarke Hauptdarsteller: Jonathan Andersen, Mykhaylo Nezhyvenko und Paul David Peglau teilen sich die Manege – mit je 5 Punkten.
Jonathan hatte seinen großen Auftritt in der Doppelrunde: Zunächst ein hart umkämpfter Sieg gegen Arthur Hoppe, der nach 40 Zügen mit einem Überraschungscoup ins Wanken geriet.
Dann ging es gegen Karl Gerdemann – wieder mit Schwarz. Jonathan übernahm früh die Initiative und ritt sie sicher ins Ziel. 60 Züge, 40 Minuten Restzeit: Applaus für eine starke Endspielvorstellung!
Die Tabellenspitze ist eng, das Publikum hält den Atem an: Wer wird im letzten Drittel die Manege als Star verlassen?
U14w - Christina geht nicht Baden
Nach ihrem Sieg gegen Valerie Komar in Runde fünf konnte Christina Jordan ihre 100% Quote nicht mehr ganz halten. Gegen ihre badische Mitakrobatin Anna Färber kam sie trotz engmaschiger Angriffe nicht über ein Remis hinaus. Zu ihrem Glück kam ihre engste Verfolgerin Paula Czäczine nach ihrem morgendlichen Sieg über Clara Mehner in Runde sechs gegen Cosima Thien-An Wagner nicht über ein Remis hinaus. Mit einem ganzen Punkt Vorsprung startet Christina nun in das letzte Drittel des Turniers. Die nächste Herausforderung wartet mit Helena Burchardi schon.
U14 - Herangepirscht
Während Alfred Nemitz in der Morgenrunde Neil Albrecht trotz einer starken Angriffspartie nicht über ein Remis hinauskam, so konnte er doch die darauffolgende Partie gegen Than An Nguyen fix aufgrund einer taktischen Fehlkalkulation seitens Than gewinnen. Parallel konnte der Bauernzirkus von Neil gegen Felix Stephanblome nicht überzeugen, sodass auch Neils zweite Partie Remis endete. In Runde sieben darf Alfred sich nun gegen Oscar Vranckx behaupten, während Neil gegen Arthur Herrmann antritt, die beide zusammen mit Felix ein Verfolgertrio mit je 4,5 Punkten stellen.
U16w - Erst Hü, dann Hott, jetzt vorerst fort
In der U16w konnte Sarah Neininger eine Französisch-Partie überzeugend in einen Angriff umwandeln und dabei die zurückgebliebenen Strukturen der Stellung ihrer Gegnerin Riyanna Müller nutzen. In der Nachmittagsrunde wickelte sie jedoch gegen Laura Sophie ungünstig ins Endspiel ab und konnten ihren Leichtfiguren nicht mehr als das Nötigste abverlangen, sodass ihr Springer sich letzten Endes nicht zweiteilen konnte. Riyanna hingegen konnte durch viel Druck Polina Bezsonna’s Stellung so bearbeiten, dass diese letzten Endes in sich zusammenfiel und mit einer einfachen Taktik unter Zeitnot beendet wurde. Nun steht das direkte Duell zwischen Laura Sophie Bauer und Riyanna Müller an, die beide 5/6 haben.
U16 - Kuschelig
Die U16 hat sich dieses Jahr vorgenommen spannend zu werden. Mit einem Trio bestehend aus Mykola Korchynskyi, Alberto Atoyan und Levi Malinowsky, die jeweils 4,5 Punkte aufweisen können und einem Verfolgerfeld bestehend aus sechs Spielern mit jeweils vier Punkten gliedert sich die aktuelle Tabelle. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten der vergangenen Doppelrunde konnte keiner den entscheidenden Sprung an die Spitze schaffen. Besonders hervorzuheben ist Finn Helms, der mit 202 Zügen und guten elf Stunden Spielzeit alles aus der Doppelrunde herausholte. Das nennen wir DEM-Feeling genießen!
U18w - dramatische Kämpfe, dramatische Wendungen
Diese Doppelrunde hatte in der U18w alles zu bieten. Ewige Partien, bittere Wendungen und eine Spielerin, die über all dem thront. Aber der Reihe nach.
Endspiele sind kompliziert. Springerendspiel mit zwei Bauern mehr? Da würden die meisten sagen „klare Sache“, dürfte gewonnen sein. Zwischen Yarsolava Sereda und Nora Heidemann ergab sich aber eine fast 50 Züge währende Verteidigungsschlacht.
Objektiv schwankte die Partie regelmäßig zwischen Remis und gewonnen für Schwarz. Aber es auch eine enorm komplizierte Stellung. Nach 5 Stunden und 45 Minuten Spielzeit und 110 Zügen war Yaroslavas heroische Verteidigungsleistung vergebens. Nora Heidemann konnte sich für ihre Beharrlichkeit belohnen und setzte sich an der Tabellenspitze fest.
Auch in der Folgerunde war Nora an einer dramatischen verlaufenden Spitzenpartie beteiligt. In Runde 6 traf sie auf die ebenfalls mit 4,5 Punkten an der Spitze stehende Madiha Fock aus Berlin. Madiha hatte sich eine gute Stellung erarbeitet, musste sich aber heftigen Angriffen von Nora erwehren. Nach 31... Dg6+ ergab sich folgende Stellung mit Weiß am Zug.
Hättet ihr die richtige Verteidigung gefunden, die weißen Vorteil bewahrt? Einfach ist es nicht und auch Madiha verfing sich stattdessen in einem Mattnetz, das ihr in der Taktikecke versuchen dürft, selber zu finden.
Nach all diesen Ereignisse steht Nora Heidemann einsam an der Spitze und hat einen ganzen Punkt Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen Helena Neumann und Madiha Fock. War die heutige Doppelrunde bereits die Vorentscheidung? Oder stolpert Nora noch einmal auf dem Weg zum Titel? Das letzte Turnierdrittel wird es zeigen!
U18 - Spitzenduell ausgeglichen – Vorteil von Mettenheim
In der U18 startete der Tag mit den lange erwarteten Spitzenduell der beiden amtierenden Deutschen Meister und Setzlistenersten. Johannes von Mettenheim gegen den einen halben Punkt zurück liegenden Vadym Petrovskiy. Nach 20 Zügen machte Johannes mit dem Angebot einer Zugwiederholung deutlich, dass es ihm mit Schwarz vor allem darum ging, Vadym auf Distanz zu halten und nicht zu viel zu riskieren. Der wich aus, denn ihm war klar: ein Remis bedeutet, dass er auf fremde Hilfe gegen den bisher perfekt punktenden Johannes angewiesen wäre.
Der reagierte mit einer kreativen Königswanderung von e8 bis nach a4. Während die schwarzen Figuren hauptsächlich mit verteidigen beschäftigt waren, suchte ausgerechnet der Monarch die Attacke gegen das weiße Bauernvolk.
Alle schwarzen Kräfte versuchen, den Laden zusammenzuhalten? Nein, der König wandert nach a4 und greift an!
Das Endspiel blieb kompliziert und insbesondere um den 50. Zug wurde es noch einmal besonders kritisch. In folgender Stellung, die ihr auch in der Taktikecke findet, fand Johannes aber die einzige Verteidigung.
Die Partie war auch dann noch nicht vorbei, aber die gefährlichsten Zirkuskunststücke waren vollführt. Nach 75 Zügen hatten beide Seiten ein Einsehen und das Remis war unterschrieben.
Das Remis bot der Konkurrenz die Chance, aufzuschließen. Mit einem schnellen Remis nach 21 Zügen, fehlten am Tag einer anstrengenden Doppelrunde aber sowohl Florentin Lübke als auch Julius Ohler der letzte Wille oder vielleicht auch die Risikofreude, genau das zu erzwingen.
In Runde 6 marschierten die beiden Favoriten mit Siegen wieder im Gleichschritt an der Spitze. Florentin Lübkes Springer verhedderte sich im Zentrum der Manege,
Eine ungewöhnliche Ansammlung an Schachkünstlern versammelte sich wiederum am zweiten Brett. Weiß hat lediglich das Läuferpaar für die Dame und doch ist die Stellung ausgeglichen.
Am Ende war es aber doch die schwarze Dame von Vadym Petrovskiy, die allen die Show und Bjarne Vollbehr den Punkt stehlen sollte.
Somit sieht es nach einem Fernduell um den Titel zwischen Johannes von Mettenheim und Vadym Petrovskiy aus. Wer hält durch, wer wird wackeln? Oder kann der Tabellendritte Julius Ohler vielleicht noch von hinten eingreifen?
ODJM A - wir nennen es Zirkus Kololli
Die ODJM A muss dringend umbenannt werden. Martin Kololli schwebt über allem. Mit sechs Siegen in Folge ist es ein Dominator wie selten einer vor ihm. Der Holsteiner Hammer, die Lübecker Dampfwalze, Kanone Kololli. Für den Mann der ODJM-A-Manege gibt es Gerüchten zufolge viele Bezeichnungen. Sie bringen aber alle dasselbe zum Ausdruck: Respekt vor einer bisher unaufhaltsamen Leistung. Drei Runden vor Schluss bedeutet das 1,5 Punkte Vorsprung und ein einsamer Platz an der Sonne.
In der Verlosung um Silber und Bronze ist der Andrang dafür umso größer. Acht Spieler mit 4,5 und zehn Spieler mit 4 Punkten versprechen einen engen Endspurt.
ODJM B - Zum ersten Mal Solo
Die ODJM erfreut sich an einer Spitze. Lennart Tabales schafft es nach 6 Runden erstmals alleiniger Tabellenführer zu sein. Mit zwei Siegen über Gegner:innen, die bis dahin all ihre Punkte für sich behielten, konnte er vollends überzeugen. In einer wilden Partie inklusive Läufer-, Turm- und Damenopfer konnte er gegen Chidera Aguike gewinnen. In Runde sieben wartet nun Till-Christopher Reuß auf ihn, der bisher nur zwei Remis abgeben musste. Allzu viele Punkte sollte er hier nicht liegen lassen – das Verfolger:innenfeld ist bis Platz 18 in greifbarer Nähe. Mehr Spannung geht kaum!
ODJM C - Diana Trush zieht allein ihre Runde!
Diana Trush spielt ihre Vorstellung fast wie im Alleingang – mit 6 aus 6 steht sie klar an der Spitze!
Am Vormittag stand das direkte Duell mit Lene Marie Lange auf dem Programm. Ein ausgeglichener Sizilianer drehte sich, als Lene Maries Dame sich auf Irrwegen verirrte. Diana nutzte ihre Bauernwalze im Zentrum konsequent – ein wahres Spektakel! Besonders beeindruckend: Während Lene Maries Uhr fast ablief, hatte Diana noch über 70 Minuten Bedenkzeit übrig.
Nachmittags ließ sie gegen Eric Schmidt keine Zweifel aufkommen: Ein kraftvoller Damenangriff beendete die Partie frühzeitig. Schon im 20. Zug unterschätzte Eric den Einschlag auf f7 – und Dianas Figuren führten die Manege im Schnelltempo zum Sieg.
Sechs Verfolgerinnen hoffen jetzt auf einen Ausrutscher – doch aktuell wirkt Diana wie die Löwenbändigerin, die alles im Griff hat!
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