DSJ stellt die Weichen für die Zukunft
DSJ auf Klausur in Kassel – erleichterter Einstieg für neue Mitarbeitende und Unterstützende
Am letzten Wochenende im Januar kamen die Verantwortlichen des Deutschen Jugendschachs zu einer intensiven Klausurtagung in Kassel zusammen. Nach mehr als zwei Jahren Beschäftigung mit Themen wie Corona, Umgründung und Finanzen, konnten wir endlich sehr stark inhaltlich arbeiten. Zu moderner Verbandsarbeit gehört die Analyse der im letzten Jahr stattgefundenen Projekte und Arbeitsschwerpunkte. Wir hatten einen sehr offenen Rückblick und haben viele durchgeführte Veranstaltungen als gelungen angesehen.
Sorgen für einige Turniere
Es gibt neben dem vielen Licht aber auch Schattenseiten. So bereitet uns weiterhin die Ausrichtersuche für Deutsche Länder-, Vereins- und Schulschachmeisterschaften große Sorgen. Interessierte Vereine oder Personen für diese wichtigen Meisterschaften sind in den letzten Jahren deutlich weniger geworden. Die Gründe hierfür mögen unterschiedlich sein und gewiss auch mit den Corona-Folgen zusammenhängen. Jedoch ist das nur der eine Teil der Wahrheit. Gemeinsam mit den Landesverbänden und den Verantwortlichen vor Ort wollen wir eine Kehrtwende einleiten.
Weitere Themen der Klausurtagung waren die Projekte für 2023, der Ausbau des Bundesfreiwilligendienstes im Deutschen Jugendschach, die inhaltliche Vorbereitung der Jugendversammlung oder das Schulschach.
Kamingespräch und Ehrenamtsgewinnung
Am Sonntag begrüßten wir den Präsidenten des Deutschen Schachbundes, Ullrich Krause, zum virtuellen Kamingespräch. Auch in 2023 wollen wir gemeinsam Themen bearbeiten. So wird das gemeinsame Schulschachprojekt 2.0 für dieses Jahr mit neu aufgelegt.
Ein weiterer Punkt der Klausurtagung war die Analyse der Anwerbung von neuen Ehrenamtlichen. Uns als Bundesverband fällt es sicherlich leichter als vielen anderen Strukturen, Personen für die Mitarbeit zu finden. Trotzdem tauchen in einigen Bereichen der DSJ personelle Lücken ebenfalls auf. Natürlich haben wir kein Allheilmittel aus einer Kasseler Apotheke besorgen können, jedoch interessante Ansätze für zukünftiges Recruiting erarbeitet. Dazu gehört ein einfaches Sorglos-Paket für neue Mitarbeitende - egal ob im Arbeitskreis, im Projekt oder im Vorstand. Dieses Paket soll eine erste Orientierung der Ehrenamtsarbeit liefern und Interessierten den Einstieg erheblich erleichtern.
Die gesellschaftlichen Ansprüche an einem Ehrenamt haben sich in den letzten Jahren analog zur Berufswelt stark verändert. Auf diese neuen Anforderungen müssen wir reagieren und interessierte Menschen als Projektpartner der Deutschen Schachjugend gewinnen. Dieses Vorhaben möchten wir sehr intensiv zusammen mit den Schachstrukturen angehen.
Niklas Rickmann, 1. Vorsitzender
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