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Erbarmen - zu spät. Die DLM kommt.

Wie es Tradition ist, werden über das Wochenende des Tags der deutschen Einheit die Deutschen Ländermeisterschaften der Jugend ausgespielt. Dieses Jahr treffen die nach Altersklassen durchmischten Achterteams in 7 Runden vom 01. bis 04.Oktober in der Jugendherberge Wiesbaden aufeinander.

Mit Pauken, Trompeten und nur wenigen kleineren Verspätungen trafen 15 Delegationen aus 13 Bundesländern am Freitagabend in der Jugendherberge ein. Dort hieß es zunächst erst mal Abendessen, Zimmer und Betten beziehen und Aufstellungen finalisieren. Dabei neu: Zum ersten Mal bei einem Turnier der Deutschen Schachjugend ist die Meldung der Spieler:innen komplett online im DSJ-Portal möglich, ganz ohne Zettelkrieg!

Für die Nachteulen folgte dann auch schon die Vorbereitung auf die erste Runde während sich die Frühaufsteher:innen am nächsten Morgen erst die Auslosung anschauten.

Am Samstag begrüßten dann die Turnierleiter Harald Koppen und Fabian Wölfle alle Teams nach dem Frühstück pünktlich um 8:30 am Brett und eröffneten mit ein paar netten Worten die Meisterschaften und die erste Runde.

Die beiden Herren werden im Schiri-Team durch Nadja Jussupow verstärkt. Dank der technischen Betreuung von Helmut Schumacher können Familien und Freunde von zuhause live alle 56 DGT-Bretter verfolgen. Komplettiert wird die DLM-Orga durch die Gastgeberin Hessische Schachjugend, vor Ort von Friederike Tampe und Justus Kempfer vertreten, die sich um Öffentlichkeitsarbeit und Freizeitangebote kümmern.

Da aus Baden-Württemberg sogar drei Teams kamen, wurde auch direkt in der ersten Runde das Baden-Derby ausgespielt. Dort hieß es also Baden gegen Baden, oder auch Andreas' Team gegen Andreas' Team. Noch besser war es an Brett 4. Dort endete das Baden-Baden-Baden-Baden-Duell in einem frühen Remis. Schließlich konnte Baden 1 knapp verhindern, gegen Baden 2 baden zu gehen.

Auch an den anderen Brettern konnten sich die favorisierten Mannschaften mal mehr mal weniger knapp durchsetzen und Überraschungen in der ersten Runde vermeiden.

Dies änderte sich schon in der zweiten Runde, als sich schon früh der schlussendlich knappe Verlust des Gastgeber:innen-Teams aus Hessen abzeichnete. Nach der größten Punkteausbeute der ersten Runde, einem ungeschlagenen 7-1, musste sich Hessen gegen Niedersachsen mit 3,5-4,5 geschlagen geben. 

Niedersachsen reiht diesen Sieg an ein ebenfalls spannendes 5-3 gegen Thüringen der ersten Runde, sieht sich damit als eines von 4 Teams mit höchstmöglicher Mannschaftspunktezahl und trifft morgen auf eines der anderen Spitzenteams aus Nordrhein-Westfalen, die, geführt vom heimgekehrten Hessen-Alumnus und Top-Spieler des Turniers Alexander Krastev, Sachsen-Anhalt und Baden 1 bezwingen konnten.

Am Spitzenbrett treffen morgen die anderen beiden topscorenden Teams aufeinander. Bayern wurde bisher seinem Favoritenstatus gerecht und schenkte weder Sachsen noch Rheinland-Pfalz Mannschaftspunkte. Ihnen gegenüber sitzt ein Schleswig-Holstein-Team, das sich in zwei Nord-Duellen erst gegen Hamburg und dann in einem rekordträchtigen 7,5-0,5 gegen Mecklenburg-Vorpommern an die Spitze der Tabelle spielte.

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