Als Katja und Kristina 2018 zum Mädchen- und Frauenschachkongress fuhren, wussten sie noch nicht, was sich aus diesem Trip entwickeln könnte. Ihre dort entwickelte Idee, ein Trainingscamp für 18-35 jährige Frauen anzubieten wurde begeistert angenommen.
Vom 15.03.-17.03. war es nun soweit. Insgesamt 14 junge Erwachsene reisten in die Hansestadt Hamburg, um dort zu trainieren, sich zu vernetzen und natürlich die Stadt kennenzulernen.
Am Freitagabend begann es direkt mit einer Vorstellungsrunde – und wo kann man sich nicht besser kennenlernen, als auf einer Fahrt im Linienbus. So wurden während der Busfahrt zum Restaurants Spiele gespielt, wie sich nach Nord und Süd aufstellen oder auch nach aggressiver und passiver Spielweise. Das nähere Kennenlernen und Austauschen fand dann bei leckerem Essen und Cocktails im Restaurant statt.
Samstag startete dann das Trainingsprogramm. Gestärkt nach dem Frühstück in der Jugendherberge ging es zu den Vereinsräumen des Hamburger SK. Hier starteten WGM Tatjana Melamed und Carina Brandt in zwei aufgeteilte Trainingsgruppen das Programm. Themen wie Eröffnungsprinzipien, Königsangriff, Taktik oder auch Planfindung standen auf dem Programm. Nur ein kurze Pizzapause schaffte Ablenkung.
Natürlich durfte auch eine Spieleinheit nicht fehlen, so dass zum Ende des Trainingstags am Nachmittag noch ein Turnier organisiert wurde. So kam beim Teamblitz ordentlich Freude auf. Aufgeteilt nach Spielstärken spielten je zwei Spielerinnen zusammen und durften abwechselnd ziehen. Das der Sieg bei dem Turnier nicht entscheidend war, zeigte auch, dass am Ende sogar drei Erste Plätze vergeben wurden. Der Spaß stand im absoluten Vordergrund. Für Tatjana vielleicht auch die Herausforderungen, vor die sie Gegnerinnen und Partnerin gerne stellten. Frei nach dem Motto „Du bist dran“ brannte bei dieser Teamvariante gerne das Brett.
Ab 17.00 Uhr war es dann aber auch erstmal genug Schach. Nun galt es, Hamburg näher kennenzulernen. Begonnen mit einer entspannten Hafenrundfahrt ging es abschließend auf einen Rundgang durch das Szeneviertel St. Pauli. Begleitet wurde sowohl Rundfahrt als auch Rundgang vom typischen Hamburger Schietwetter. Aber auch noch mehr typische Hamburger Regeln, durften die Frauen kennenlernen. So gibt es wohl auch Bundesländer, in denen es noch erlaubt ist, mit einer Bierflasche in der Hand Bus zu fahren. So ist die Gruppe, nachdem es dem Kontrolleur auffiel, den Rest der Strecke zu Fuß weitergegangen.
Am Sonntag wurden dann auch die letzten Trainingsgruppen noch entspannt hinter sich gebracht.
Auf dem Programm standen in den beiden Gruppen nochmal Bauernendspiele oder auch Taktische Motive mit Leichtfiguren und Zeitmanagement.
Die Feedbackrunde fiel eindeutig aus. Alle Frauen waren begeistert von Konzept, Training und dem Sightseeing-Programm. Jede Teilnehmerin wünscht sich eine Wiederholung der Veranstaltung. Dann gerne auch in einer anderen Stadt, um möglichst viele Regionen kennenzulernen und Frauen zu begeistern, denen der Anfahrtsweg für Hamburg zu lang war.
Der einzige Kritikpunkt war, dass der Tag weiterhin nur 24 Stunden hatte und somit die Zeit viel zu schnell verging.
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