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Feuerwerk und Titelgarantien in der u14w

Das von TuRa organisierte Ersatzspielerinnenturnier wartet auf seine letzte Runde

Heute sollte sie fallen, die Vorentscheidung im Titelrennen...naja, zumindest haben wir damit unseren letzten Bericht beschlossen...es konnte ja keiner ahnen, was uns am heutigen Tag alles passieren würde.

Lasset uns beim Anfang beginnen. 6:45 Uhr und noch immer ist keine Lübeckerin im Speisesaal anzutreffen, dies ist, mag es auch für den Leser unerheblich erscheinen, tatsächlich ungewöhnlich. Nachdem wir sie bereits am ersten Morgen zu solch unchristlicher Zeit angetroffen hatten, berichtete man uns von ihrem Vorhaben, dies für die Dauer des Turniers beizubehalten. Sollten wir nun also die Betreuerin darüber in Kenntnis setzen, dass ihre Spielerinnen nicht erschienen waren? Ich nehme die Lösung dieses Milleniumproblems vorweg, sie hatten verschlafen...zum Rundenstart saßen trotzdem alle an ihren Brettern, bepackt mit 10kg Weintrauben und Bananen. Wohl bekomms!

Den anspruchsvollsten Gegner hatte heute "Spielfrei", schließlich waren die Drohungen "ihrer" (ist ja ein Mädchenturnier) Gegenspielerinnen nicht zu parieren...4 zu 0 für TuRa Harksheide und damit 2 weitere Mannschaftspunkte auf dem Konto.

Ein Freund von Stagnation sind weiterhin die Mannschaften des Borussia Lichtenberg und Traktor Priestewitz. In der dritten darauffolgenden Runde gibt es erneut ein wenig kreatives 2 zu 2 Unentschieden. In dieser Runde sind die Leidtragenden dieses Trends Elmshorn und Offenbach. Apropos leidige Trends, Katerina Bräutigam hat, wenn man das letzte Jahr ebenfalls berücksichtigt, zum zwölften Mal die Runde für ihre Mannschaft beschlossen. Damit hat sie sich definitiv eine Anstecknadel "Der letzte Mohikaner" verdient!

 Groß aufgespielt hat in der fünften Runde Tarrasch München, die trotz des unabwendbaren 0 zu 1 Rückstands gegen Leipzig-Lindenau an allen drei Brettern gewinnen konnten. Dies sind mehr als verdiente Mannschaftspunkte für diesen Kraftakt.

Den höchsten Sieg der Runde hat der Hamburger SK zu verzeichnen. Mit 3,5 Brettpunkten hat man sich entschieden gegen Turm Raesfeld durchsetzen können.

Indessen unterliegt Garching gegen Ingelheim mit 1 zu 3.

Entscheidendes erwarteten wir von den zwei Spitzentischen. An Tisch 2 spielten die nun mehr ausgeschlafenen Lübecker gegen die SG Leipzig. Trotz ihres Erholungsvorpsrungs konnten die Lübeckerinnen dem Spiel ihrer Gegnerinnen nicht viel entgegensetzen und man muss sich nach der 1 zu 3 Niederlage von den Spitzenplätzen vorzeitig verabschieden.

Kommen wir nun zum Spitzenkampf Halle gegen Porz. Exemplarisch für die hervorragende Vorbereitung der Spielerinnen ist der Stand der Uhr in der Begegnung Coco-Hannah. Hier standen am Ende 1:31h zu 8 Minuten. Diese Vorarbeit zeichnet sich auch im Ergebnis ab 3 zu 1 für Halle.

Durch die Ergebnisse dieser Runde hielt die Nachmittagsrunde für uns noch den Kracher Papenburg-Halle bereit. Als Ehrengast durften wir Malte Ibs, Vorsitzenden der DSJ begrüßen. Er bedankte sich im Namen der Deutschen Schachjugend beim Organisationsteam, namentlich Eberhard Schabel, Astrid Fege und Annemieke Thiesen für den reibungslosen Ablauf im Vorfeld und vor Ort.

Starten wir den Bericht der Nachmittagsrunde mit der Gastgebermannschaft. TuRa Harksheide trennt sich 2 zu 2 mit den Karlsruher SF. Entschieden wurde dieses Ergebnis durch das umkämpfte Brett 3 Michelle-Olivia.

Während der Kampf um die wertvollen Punkte ausgefochten wurde, widmete sich Malte seinem Scrabblespiel. Durch den dreifachen Wortwert und den Ausschalter "Wissmut" zwang er seinen Gegenspieler, irgendwo zwischen Afghanistan und China, in die Knie. Seine Freude konnte er kaum in Zaum halten, sodass er den Spielsaal verlassen musste um seinem Sieg einen frenetischen Jubel folgen zu lassen.

Indessen wurden auch die Mannschaftskämpfe Lindenau-Raesfeld und Offenbach-Lübeck 1 zu 3 bzw. 3 zu 1 beendet.

Kommen wir wieder zu den spannenden Dingen; Die allgemeine Stimmung war immer noch recht weihnachtlich. Vermutlich bekräftigt durch die weihnachtlichen Girlanden vor den Fenstern, fand man auch heute noch Schokoweihnachtsmänner an den Brettern. Sogar gebrannte Mandeln wurden gesichtet. Die "Weihnachtsferien" werden wohl sehr ernst genommen. 18:41 Uhr begann dann auch das früh-silvestrische Feuerwerk...

Dass Spielerinnen nicht sehen, dass ihnen schon neue Partieformulare hingelegt wurden, passiert recht häufig, aber dass der Gegnerin dann keins mitgebracht wird, ist doch ein bisschen gemein.

Aller guten Dinge sind 3: Nach wiederholter Ablehnung des Remisangebots durch das Verbot des gegnerischen Mannschaftsleiters, beschloss die Spielerin den bürokratischen Umweg zu vermeiden und fragte den Mannschaftsführer das nächste mal einfach direkt nach dem Remis. Leider hagelte es am Ende dann doch eine Niederlage, sodass der Kampf Ingelheim-Lichtenberg zugunsten der Berliner entschieden wurde.

Halle und Papenburg trennten sich nach einem auf und ab der Gefühle 2 zu 2. Dadurch schrumpft der Abstand Halle´s auf seinen direkten Verfolger, die SG Leipzig auf einen Zähler. Damit ist vor der letzten Runde noch immer keine Titelgarantie ausgesprochen und wir müssen an den Livebrettern die nächsten Entwicklungen abwarten.

Hamburg unterliegt um Viertel nach 7 dann auch endlich gegen den Traktor, sodass die versammelten Mannschaften, Betreuer und hoffentlich auch bald Schiedsrichter, zu isch gehen können.

Porz hatte mit der SG Leipzig ihren nächsten harten Gegner und kämpfte lange am letzten Brett, musste sich aber dann doch mit 1 zu 3 geschlagen geben. Papenburg brachte Halle ins Wanken. Mit dem Sieg im Duell der Gastspielerinnen an Brett 2 gingen sie zunächst sogar in Führung. Die wurde jedoch aufgeholt, sodass die Entscheidung nun an Brett 1 fiel - Remis. So gab der bisher ungeschlagene USV Halle seinen ersten Mannschaftspunkt ab, behält aber noch einen Zähler Abstand auf die Verfolger SG Leipzig. Sie müssen nun auf ein weiteres Straucheln hoffen.

 

 

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