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| Jugendaustausch

Osu! - Taku, Saga, 26.-29.07.

Tag 3 – Auf den Spuren des Konfuzius‘

Donnerstag Morgen fuhren wir dann schon um kurz nach acht zu Kyoto-eki (Bahnhof), in dem wir mit einem Shinkansen, der japanischen Variante des ICE, nach Saga fuhren.

Etwas früher als erwartet kamen wir in Saga an. Deswegen besuchten wir zunächst den Tempel des Konfuzius, der etwas mehr als 300 Jahre alt ist und passenderweise von Gottesanbeterinnen bewohnt wurde. Dieser wurde sogar extra für uns geöffnet. Die auf Holz aufgetragenen und sehr gut erhaltenen Deckenmalereien waren sehr beeindruckend. Das Motiv war ein Drache, der der Sage nach so verspielt war, dass er immer Menschen geärgert hat.

Im Anschluss daran besuchten wir den Bürgermeister im Bürgerhaus von Taku. Sogar die regionale Presse war zugegen. Hier konnten wir beim Vorstellen zum ersten Mal unsere Japanischkenntnisse ausprobieren. Das wurde uns schon in Kyoto von unserer Dolmetscherin angedroht.

Das Gespräch über Tokyo 2020 und das Austauschprogramm wurde allerdings auf Englisch geführt, da der Bürgermeister recht gut Englisch sprechen konnte. Wie sich herausstellte ist die englische Sprache in Japan nicht so weit verbreitet wie in Deutschland. So erfolgte die Kommunikation mit den Gastfamilien, die wir später auf der Empfangsparty kennenlernten, zumeist mithilfe von Händen und Füßen oder google Übersetzer.

Übernachtet haben wir in der Nähe des Konfuziustempels. Hier durften wir zum ersten Mal erfahren, wie es ist auf einem Futon zu schlafen. Diese durften wir selbst auf Tatamimatten aufbauen. Das sollte man unbedingt mal gemacht haben wenn man in Japan ist.


Tag 4 – Manchmal ist einen Kampf zu vermeiden, der Weg einen Kampf zu gewinnen

Am nächsten Tag besuchten wir das örtliche Sumodojo. Nachdem wir passend gekleidet wurden, wärmten wir uns kurz auf, bevor uns ein echter Sumokampf präsentiert wurde. Dabei viel auf, dass auch rituelle Abläufe Teil des Kampfes sind. So wird zum Beispiel der Ring vorher mit Salz bestreut. Danach durften wir selbst unser Können unter Beweis stellen. So erlernten wir zunächst die Grundpositionen und Gangarten. Uns wurde ebenfalls gezeigt, wie man jemanden aus dem Ring schubst. Nach einer kurzen Einführung in die Regelkunde durften wir das Gelernte gleich anwenden und in einem Zweikampf gegeneinander antreten. Dabei kämpften wir auch gegen die Kinder und Jugendlichen des örtlichen Sumoclubs. Highlights waren dabei Laras famoser Sieg und Ericks überraschend schnelle Niederlage…

Nach dieser schweißtreibenden Aktivität, suchten wir einen Onsen auf. Dies ist eine traditionell japanische Badeeinrichtung, die zur Entspannung dient.

Im selben Gebäude wurde uns das Mittagessen in Form eines Buffets serviert. Danach besuchten wir das Schwimmbad. Dort passte sich zumindest Alisa dem Kleidungsstil der Japaner an, indem sie mit einem T-shirt baden ging. Wir hatten sehr viel Spaß mit Wasserschlachten bis wir vom Bademeister ermahnt wurden. Dann eroberten wir die Rutschen und brachen auch die letzte Regel, indem wir direkt hintereinander rutschten.

Danach verbrachten wir, zwei Stockwerke höher, die nächsten zwei bis drei Stunden mit Karaoke. Angefangen haben wir mit Klassikern wie Abba und Queen. Von Metal bis Animeopenings wurde kaum ein Genre ausgelassen. Besonders begeistert performten wir „Wrecking Ball“ und verschiedene Songs von Taylor Swift.

Im Anschluss ging es endlich in die Gastfamilien, die uns mit offenen Herzen (Achtung: cheesy) empfingen.


Tag 5 – umwerfend, hoch hinaus, eiskalt

Nach dem Frühstück brachten uns die Gastfamilien zu einem gemeinsamen Treffpunkt, bei dem wir aufgeregt von unseren neuen Erfahrungen erzählten. Dann ging es auch schon los zum Judo. Den Judo-Gi tragend übten wir das richtige Fallen sowie einfache Wurftechniken. Erick fühlte sich ganz wie zu Hause und führte umwerfende Kämpfe mit Schwarzgurtträgern. Unser Trainer trug sogar einen rot-weißen Gurt, der noch höher gewertet ist.

Anschließend wurden wir an der Taku-Highschool empfangen, wo wir gemeinsam mit einigen Schülern zu Mittag aßen (Bento) und über unser Jahresthema diskutierten.

Beim Klettern an der schuleigenen Kletterwand hatten wir so viel Spaß, dass uns nicht einmal die durch die Sonne aufgeheizten Griffe am Boden hielten. Selbst unsere Regionalbetreuerin Chihiro-san und unsere Dolmetscherin Chie-san stellten ihren Mut unter Beweis. (Julian war natürlich auch gaaaaaanz mutig...)

Gesichert wurden wir von den Mitgliedern des Klettervereins. Clara und Erick haben es sogar ganz bis nach oben geschafft.

Zur Belohnung gingen wir danach Eis essen. Dabei handelte es sich um geraspeltes Eis, dass mit Sirup übergossen wurde. Wir zeigten unsere kreative Seite und aßen unser Eis so, dass schöne Kunstwerke dabei entstanden. Damit endete der gemeinsame Teil des Tages.


Tag 6 – handwerkeln auf japanisch

Sonntag war Familientag. Das bedeutet, dass wir uns im Bürgerhaus mit unseren Gastfamilien zusammen taten und handwerklich aktiv wurden. So erhielten wir Einblicke in die Kalligraphie, flochten traditionelle Sandalen aus Stoff und falteten Origami. Zu Mittag aßen wir von uns selbst gemachte Onigiri und Somen. Während draußen ein Taifun tobte (es hat ein bisschen geregnet…), kochten wir Bällchen aus Reismehl. Diese wurden später mit süßem Sesam und roter Bohnenpaste als Nachtisch gereicht.

Als Abschluss für unsere Zeit in Taku-shi feierten wir eine Sayonara-Party. Dort wurden wir mit einem Lion dance überrascht, bei dem Clalas (das l ist Absicht) Gastfamilie mitwirkte. Unsere Aufführung, Reden und natürlich Essen durften nicht fehlen.

Im Anschluss taten sich noch die Gastfamilie von Hannah, Eva und Lara, Swenja, Erick und Jonathan zusammen und ließen den Abend mit Karaoke ausklingen.

 

anonyme Ghostwriter

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