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Fit für internationale Jugendbegegnungen im Sport

Es ist doch immer wieder aufregend sich als Schachspieler unter Sportler zu begeben, um zu erläutern, dass wir zu Ihnen gehören. So saß an zwei Wochenenden eine Gruppe von durchtrainierten Boxern, Karatekämpfern, Badminton- und Handballspielern zusammen, sowie wir, Julian Schwarzat und Malte Ibs, mittendrin.
Thema der beiden Wochenenden war „Fit für internationale Jugendbegegnungen im Sport“. Ein Thema, in dem wir als Deutsche Schachjugend durch Austauschprogramme mit Frankreich, Russland, Japan und China schon lange aktiv sind und gerne aktiv bleiben wollen. So hoffen wir derzeit, in Kürze das ein oder andere weitere Land in unser Repertoire aufzunehmen. Dass es bei einem internationalen Jugendaustausch nicht nur um Schach spielen und Sightseeing geht, sondern vor allem um Kennenlernen und Austausch mit anderen Jugendlichen und deren Kultur, ist Grund für die Motivation vieler Teilnehmer. Aber wie geht man dieses Thema als Verantwortlicher am Besten an, welche Methoden können angewandt werden, welche Herausforderungen gibt es zu Beginn einer Begegnung, auf welche Stolpersteine muss geachtet werden? Dies waren die Kernthemen, die Julian und mich zwei Wochenenden in Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern begleiten sollten und welche die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Deutschen Sportjugend vorbereitet hatte.

Wir lernten vier extrem kompetente und in der internationalen Jugendarbeit erfahrene Referenten kennen, die uns einen Einblick in die Arbeit der Deutschen Sportjugend inklusive der Förderungen für Fachverbände und Vereine in diesem Bereich vermittelten, mit denen wir in Gruppenarbeiten mögliche Ablaufpläne mit ausgewogener Programmgestaltung von sportlicher sowie  kultureller Aktivität und Sightseeing entwickelt haben, mit denen wir mögliche Methoden für Workshops erarbeitet haben und mit denen wir ein großes Augenmerk auf die Themen spielerisches Kennenlernen, richtige Betreuung und passende Sprachspiele gelegt haben.

Besonders spannend waren die Übungen zum wichtigsten Thema, dem Umgang mit anderen Kulturen und deren Traditionen. Diese fallen  je nach Land sehr unterschiedlich zu dem uns bekannten Kulturbegriff mit den verbundenen Handlungsweisen aus. Allein die Aussage „Wir treffen uns pünktlich um 10.00 Uhr“ wird in manchen Ländern völlig anders interpretiert als bei uns. Wie gehen wir damit um und wie bereiten wir unsere Jugendlichen darauf vor?

Neu waren für uns auch Kennlernspiele für bi- oder trinationale Jugendgruppen. Wie schaffen wir trotz der sprachlichen Barriere eine Gemeinschaft zu bilden und wie schaffen wir Möglichkeiten, spielerisch die wichtigsten Wörter der anderen Sprache zu erlernen, um einen gegenseitigen Respekt zu erzeugen.

Wie stelle ich mein Team mit den richtigen Kompetenzen zusammen. Wie schaffe ich es innerhalb der Gruppe Konflikten vorzubeugen und diese innerhalb der eigenen Gruppe oder auch gemeinsam mit der Gruppe des anderen Landes zu lösen. Auch dieses war Teil der wichtigen Themen, die wir nicht missen wollen.

Aufgelockert wurden die Themenwechsel immer wieder durch kleine Spiele zum Auffrischen, zu denen wir zumindest das „Amöbenspiel“ beisteuern konnten. Diese zahlreich gelernten sogenannten Energizer warten nun bei uns zusammen mit den Kennenlernspielen auf Anwendung, sobald der nächste Austausch stattfindet.

Fast nebenbei verbesserte das Seminar auch unsere allgemeinen Fähigkeiten. Die Referenten gaben uns sehr viele Möglichkeiten von Präsentationstechniken, Visualisierungen auf Flipcharts und Gestaltung von Seminaren mit auf dem Weg. Auch hier freuen Julian und Ich uns auf die Umsetzung.

Das Fazit des Lehrgangs ist für uns klar: Internationale Jugendbegegnungen müssen ein wichtiger Bestandteil in der Jugendarbeit bleiben. Auch wir, als Deutsche Schachjugend, positionieren uns daher weiterhin klar für die regelmäßige Durchführung von solchen Maßnahmen und bleiben offen für Gespräche mit anderen Ländern.

Insbesondere für größere Vereine empfehlen wir auch auf Vereinsebene Kontakte zu internationalen Partnern zu suchen. Gerne unterstützen wir bei der Suche und auch bei der Vorbereitung und/oder Durchführung.

Zu guter Letzt ist es uns natürlich erneut gelungen, den Schachsport in die zahlreich vertretenen Bewegungsportarten zu integrieren und uns zu vernetzen. So haben wir sowohl eine Einladung zum Badmintontraining des PSV Rostock, als auch eine Einladung zur Netzwerktagung „Internationale Jugendarbeit“ der Landessportjugend Mecklenburg-Vorpommern erhalten.

Hat dieser Artikel euer Interesse geweckt? Habt ihr selbst einmal Interesse, an einer Maßnahme der internationalen Jugendarbeit in Deutschland (In-Maßnahme) oder im Ausland (Out-Maßnahme) teilzunehmen?
Hat euer Verein Interesse an einem Austausch mit einem ausländischen Partnerverein?

Nehmt gerne, bestenfalls über unsere Geschäftsstelle, Kontakt zu uns auf.


Julian Schwarzat
Malte Ibs


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Florians Taktikblog (2)

Nach den anspruchsvollen Aufgaben zur ersten Runde fährt Florian den Schwierigkeitsgrad etwas nach unten. Viel Spaß beim Lösen!

 

1. Partie Schwarz am Zug gewinnt

 

2. Partie Weiß am Zug gewinnt

 

3. Partie Weiß am Zug gewinnt

 

4. Partie Schwarz am Zug gewinnt

 

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Am 16.05.2015 wurde in Halberstadt auf dem DSB-Bundeskongress ein neues DSB-Präsidium gewählt. Dieses besteht aus dem Präsident Herbert Bastian, seinem Stellvertreter und Vizepräsidenten für Finanzen, Ralf Chadt-Rausch, dem Vizepräsidenten Sport, Klaus Deventer, und dem Vizepräsidenten für...

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Zwischenstand aus Willingen (2)

Der erste Tag ist vorbei und damit bereits zwei Runden für alle Spielerinnen und Spieler. Wie immer gab es einige Überraschungen und nicht jede/r konnte dem Favoritendruck gerecht werden. Nun wie immer zu den Altersklassen im Einzelnen:

 

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Florians Taktikblog (1)

1. Partie Wie kann Weiß am Zug großen Vorteil erringen?

 

2. Partie Schwarz am Zug gewinnt - muss vorher aber noch einige Hürden umschiffen...

 

3. Partie Wie gewinnt Weiß am Zug - und wie schmeißt er den Vorteil weg?

 

4. Partie Wie hätte Weiß die Partie gewinnen können? 

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Hallo und herzlich Willkommen zum Blog „Zwischenstand aus Willingen“! Hier werden wir regelmäßig auf das Turniergeschehen blicken.

 

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Pünktlich um 08:30 Uhr fiel der Startschuss für die DEM 2015 - und somit auch für unsere Live-Services für alle Fans zuhause! Die Live-Partien wurden soeben über den Äther geschickt (mit üblichem 15-Minuten-Fairness-Lag); auch die Redaktion unseres neuen Livetickers DEM:on tippt bereits fleißig vor...

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Wir küren wieder die Partie des Tages!

Nach dem andauernden Erfolg der Rubrik „Partie des Tages“ in den vergangenen Jahren küren wir diese auch wieder in 2015. Also eine Partie, die entweder besonders gut, besonders zuschauerfreundlich oder auch einfach nur von extremer Spannung gekennzeichnet war, wie Anderssens "Immergrüne" im...

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Wagner, Heinemann, Keymer, Sieber sind die Spieler des Jahres 2014

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In der...

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Interview mit Vincent Keymer - Der 10-jährige der U16 spielt

Hallo Vincent, du hast dich für die DEM U16 angemeldet, obwohl du erst 10 Jahre alt bist und U12 spielen könntest. So etwas hat es bei der DEM noch nie gegeben. Das ist also etwas erstmaliges Warum?
Im letzten Jahr bin ich in der U10 gestartet, obwohl viele mir davon abgeraten haben. Ich wollte aber...

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