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Abwerben verhindern, Werte vorleben

Fairplay-Preis feierlich an Initiative "Fair zum Erfolg" übergeben

Das erste "Fair zum Erfolg"-Turnier des SC Ostfildern. Unter den von Thorsten Haber (rechts) geehrten Delegierten der Initiative die zwei Gründungsmitglieder Jörg Jansen (2. von links) und Elmar Braig (2. von rechts), sowie der Turnierveranstalter des SC Ostfildern Armin Jaeschke (Mitte).

Es war Elmar Braig des SC Weiße Dame Ulm schon länger ein Dorn im Auge, dass andere Vereine statt eigene Jugendarbeit zu betreiben, intensiv Schachspieler aus anderen Vereinen abwarben. Er fragte sich, ob dies lediglich eine Modeerscheinung war oder ob man etwas machen könne, dies zu verhindern.
Über einen Forenbeitrag hörte er von Jörg Jansen, der im Jahr 2006 den Verein "SG Königskinder Hohentübingen" gründete und dabei ein Leitbild entwickelte, dem sich zunehmend mehr Vereine aus der Region Schwaben verbunden fühlten: Schwerpunkt der angeschlossenen Vereine ist die Jugendarbeit, die dabei unabhängig von der Spielstärke alle Interessierten fördert, Leistungszwang ablehnt und Erfolge nur durch gute Spiele anstrebt. Die Ablehnung gezielter Abwerbung ist im Leitbild ebenfalls fest verankert.

Anfang April übernahm der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Schachjugend, Thorsten Haber, die Ehrung der Initiative "Fair zum Erfolg", der aktuell zehn Vereine angehören. Anlässlich der Preisverleihung veranstaltete der SC Ostfildern sein erstes eigenes Fair zum Erfolg - Turnier, an dem fünf der Vereine der Initiative mit rund 30 Jugendlichen starteten.

Dabei wurden die für das Turnier benötigten Zweier-Mannschaften zueinander gelost, so dass einem Spieler der unteren DWZ-Hälfte ein Spieler der oberen DWZ-Hälfte zugelost wurde - ohne dabei die Vereinszugehörigkeit noch zu berücksichtigen.

Sieger wurde so die Mannschaft Grauer König mit Maximilian Kehrer (Göppingen) und Leon Zimanovic (Ostfildern).

Thorsten Haber wies darauf hin, dass die Initiative beispielhaft sei, indem sie gemeinsame Trainings- und Ferienfreizeiten anbiete und anstelle gegeneinander, miteinander gute Jugendangebote schaffe. Wenngleich jährlich eine eigene Trainerausbildung für Jugendliche angeboten werde, empfahl Haber, auch die Angebote der Bundesebene stärker in das Blickfeld zu nehmen. Überraschenderweise sei Elmar Braig bislang nie auf die Idee gekommen, "in der Ferne" nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. So hat die Ehrung möglicherweise geholfen, dass Bundes- und Vereinsebene voneinander lernen und sich weiter unterstützen.

Folgende Vereine wurden als Mitglieder der Initiative "Fair zum Erfolg" mit dem Fairplay-Preis der Deutschen Schachjugend geehrt:

  1. SC Ostfildern
  2. SC Weiße Dame Ulm
  3. SC Winnenden
  4. SAbt SV Weichering
  5. SF 1876 Göppingen
  6. SF Ammerbuch
  7. SF 1946 Vöhringen
  8. SG Königskinder Hohentübingen
  9. Schachpinguine Sulzbach an der Murr
  10. Schachverein Aalen-Ellwangen
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