Zum Hauptinhalt springen
 
| TOP Meldung, Mädchen- und Frauenschachkongress, Mädchenschach

Mädchen- und Frauenschachkongress und die Frage: Frauenquote - Sinn oder Unsinn?

Jörg Schulz, Markus Reiter, Bärbel Petzold, Bernd Hackfort

AK Mädchenschach: Lilli Hahn, Jörg Schulz, Gabriele Häcker, Franziska Liez, Melanie Ohme, Annabelle Schäfer. Es fehlen: Julia Norget, Carolin Wolf

Frauenquote – Sinn oder Unsinn? Mit dieser Frage startete der diesjährige Mädchen- und Frauenschachkongress in Darmstadt. In einer lebhaften Diskussion widmeten sich die 25 Teilnehmer/innen diesem Thema, wobei nicht nur der Spielbetrieb sondern vor allem die Zusammensetzung von Vorständen und Gremien beleuchtet wurde. Am Ende war man sich darüber einig, dass das Ehrenamt von einer größeren Anzahl weiblicher Mitglieder nur profitieren kann. Da Quantität jedoch nicht automatisch Qualität bedeute, solle man zwar gezielt geeignete Mädchen und Frauen ansprechen, jedoch niemanden in ein Amt drängen oder nur aufgrund einer Quote berufen. Eine Quote sollte jedoch immer eine wichtige Rolle spielen – nämlich der Anteil schachspielender Mädchen und Frauen in Deutschland.

Samstagvormittag konnten die Teilnehmer/innen dann eins von drei Theorie-Modulen besuchen. Zur Auswahl standen „Gender und Psychologie“, „Gender und Pädagogik“ sowie „Geschlechterunterschiede im Schach“.

Zu der anschließenden Podiumsdiskussion konnten wir drei Vertreter aus anderen Sportarten begrüßen: Markus Reiter vom Tischtennis, Bärbel Petzold mit Erfahrungen im Fußball, Handball und Tischtennis sowie Bernd Hackfort aus dem Boxverband. Ausgehend von der Gemeinsamkeit geringer Mädchen- und Frauenquoten konnten viele Parallelen festgestellt sowie interessante Ansätze erörtert werden. Zum Beispiel berichtete Markus von einem Pilotprojekt beim Tischtennis – einer Mädchenliga mit Eventcharakter. Mittels zentraler Runden (bei denen immer alle Mannschaften anwesend sind), vereinsübergreifender einheitlicher Kleidung und gemeinsamer Aktivitäten soll das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und das Miteinander in den Vordergrund gerückt werden.

Die Zeit reichte leider nicht um alle Themenbereiche zu vertiefen, obwohl wir bei dem Erfahrungsschatz der Gäste wohl noch Stunden hätten diskutieren können. Trotzdem konnte die Diskussion einen guten Einblick in die Strukturen und Methoden anderer männerdominierter Sportarten sowie wertvollen Denkanstöße liefern.

 

Nach dem Mittagessen wurden zwei Workshops zu den Themen „Organisation und Durchführung von Mädchen- und Frauenschachturnieren“ sowie „Gewinnen und Halten von Mädchen“ angeboten.

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ hatten dann die Vereine und Landesverbände Gelegenheit ihre Mädchen- und Frauenschachprojekte vorzustellen. Die Schachjugend NRW berichtete unter anderem von ihrem kürzlich gegründeten AK Mädchenschach – einem sehr erfolgreichen Projekt, das gerne von anderen Schachjugenden nachgeahmt werden kann. Kristin Wodzinski stellte ihren Verein – die SF Karlsruhe – sowie deren Bewerbung für das Qualitätssiegel Mädchenschach vor. Der SK Neumarkt, der auch dieses Jahr wieder mit drei Vertretern zum Kongress anreiste, konnte wieder einen guten Überblick über ihre zahlreichen Veranstaltungen geben. Erstaunlicherweise schafft es der SK Neumarkt trotz eines umfangreichen Programms jedes Jahr neue Veranstaltungen ins Leben zu rufen und erfolgreich umzusetzen.

Im Anschluss stellten auch wir – die DSJ – noch eine Auswahl unserer Mädchenschach-Projekte vor. Einige davon waren beim letzten Kongress initiiert beziehungsweise konkretisiert worden. Und auch dieses Jahr hatten wir aus dem vorab stattfindenden Arbeitskreistreffen neue Ideen für die Förderung des Mädchenschachs mitgebracht.

Zum Abschluss leitete Gabriele Häcker eine interessante Diskussion über Mütter im Schach. Denn diese sind für den Verein oft eine wertvolle Unterstützung – sei es als Spielerinnen, Trainerinnen, Betreuerinnen oder in anderer Funktion – jedoch nicht immer einfach für den Verein zu gewinnen.

Für den Sonntag war ein Treffen der Landesreferenten im Bereich Mädchen- und Frauenschach angesetzt. Hier wurden die Aufgabenbereiche der einzelnen Mädchen- und Frauenreferenten sowie die länderübergreifende Zusammenarbeit thematisiert. Zudem wurde besprochen, welche Informationen seitens der DSJ in einem Starter-Paket zur Verfügung gestellt werden sollen, um den Einstieg neuer Mädchenreferenten zu erleichtern. Des Weiteren wurde über ein Prämiensystem zur Belohnung aktiver Vereine im Bereich Mädchenschach diskutiert.

Parallel zu dem Treffen lernten die anderen Kongressteilnehmer/innen anhand von Praxisbeispielen Methoden für den Schachunterricht mit Mädchen kennen.

Auch wenn die Teilnehmerzahlen dieses Jahr besser hätten sein können und die Servicequalität des Hotels sehr zu wünschen übrig ließ, gab es in der abschließenden Feedback-Runde hauptsächlich positive Rückmeldungen. Deswegen wird es auch nächstes Jahr wieder einen Mädchen- und Frauenschachkongress geben. Dieser wird wieder am ersten September-Wochenende stattfinden und einige neue Highlights zu bieten haben. In einem ersten Brainstorming wurden Ideen wie Mädchenschach Slam, Speed Dating und Schachyoga generiert. Was es mit den einzelnen Punkten auf sich hat und welche anderen spannenden Themen Euch nächstes Jahr erwarten, könnt Ihr dann der Ausschreibung für den Kongress 2016 entnehmen. Für die Verpflegung haben wir zumindest jetzt schon gesorgt, da sich die Neumarkter Männer zum Kuchenbacken verpflichtet haben.

 

Melanie Ohme

Mädchenreferentin der DSJ

 

 

| Mädchenschach, Startseite, TOP Meldung

ECU-Wochenende – Impressionen aus dem deutschsprachigen Angebot

Am Wochenende (14.-16.05.) fand das große internationale ECU Wochenende statt. Dabei gab es viele Turniere, Trainings und Workshops mit renommierten Schachspielerinnen aus aller Welt. Natürlich war auch die deutsche Delegation gut vertreten und es gab zudem ein deutschsprachiges Angebot, das...

weiterlesen
| Fairplay, Startseite

Jung – sportlich – FAIR

Die Fair Play-Initiative der Deutschen Olympischen Gesellschaft e.V. (DOG) schreibt auch

dieses Jahr wieder den Fair Play-Preis „Jung, sportlich, FAIR“ aus. Mit „Jung, sportlich, FAIR“ sollen auch 2021 wieder faire Gesten im Sport sowie Projekte von Jugendlichen zur Thematik Fair Play ausgezeichnet...

weiterlesen
| Startseite, Hochschulschach

Sächsische online Hochschulmeisterschaften 2021

Die Hochschule Mittweida veranstaltet am 21.05. von 18:00-20:30 die Hochschulmeisterschaften über Lichess.

weiterlesen
| TOP Meldung, International, Mädchenschach

Österreich gewinnt internationales Teambattle als Abschluss des ECU Mädchen- und Frauenschachwochenendes

Über 1800 Frauen und Mädchen waren beim ersten europäischen Mädchen- und Frauenschachwochenende dabei.

weiterlesen
| TOP Meldung, Mädchenschach, International

800 Teilnehmerinnen aus ganz Europa an Tag 2

Nach dem großartigen Auftakt am Freitagabend, wurde heute beim ECU Mädchen- und Frauenschachwochenende eine bunte Palette an Turnieren, Workshops Trainings und Simultans angeboten.

Den Auftakt machte WIM Andreea Navrotescu mit ihrer Einsteigersession „How to play chess“ auf Twitch. Danach begann...

weiterlesen
| TOP Meldung, Mädchenschach, International

Das ECU Mädchen- und Frauenschachwochenende ist eröffnet

Tatia Skhirtladze, der Regisseurin von "Glory to the Queen" eröffnet das europaweite Mädchen- und Frauenschachwochenende.

weiterlesen
| Mädchenschach, International, TOP Meldung

ECU Girls’ and Women‘s Chess Weekend

Am Wochenende nach Christi Himmelfahrt, 14.-16. Mai 2021 werden in ganz Europa Mädchen und Frauen gemeinsam Schach spielen, trainieren, Workshops besuchen und diskutieren – Online! Sei auch du dabei!

weiterlesen
| Startseite, Mädchenschach

ECU Mädchen- und Frauen Schachwochenende

Ihr findet auch ein deutschsprachiges Programm zum Wochenende.

weiterlesen
| Spielbetrieb, TOP Meldung, DVM, DVM 2020, Startseite

DVM in Magdeburg nicht im Mai

Die DVM U10 & U12 werden nicht im Mai ausgetragen. Geplant ist eine Verlegung auf Anfang August.

weiterlesen
| Startseite, Jugendversammlung

1. Jugendversammlung der DSJ als e.V.

Am 08.05. und 09.05. tagten die Landesschachjugenden bei der ersten virutellen Jugendversammlung der Deutschen Schachjugend.

weiterlesen