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| Vereinskonferenz

Die Verbände DSJ/DSB und SVW/WSJ treffen Ihre Vereine – Auftakt in Heilbronn!

Am vergangenen Samstag hat die Auftaktveranstaltung zum „Jahr der Vereinskonferenz“ von DSB und DSJ, mit Unterstützung von Honorarkonzept, in Heilbronn stattgefunden. Dazu waren 34 Vereinsvertreter aus Württemberg nach Heilbronn gekommen um mit den Vertretern des DSB, der DSJ und des SVW zu diskutieren. Die Eröffnung und Begrüßung übernahm der Präsident des Schachverbandes Württemberg Bernhard Mehrer der die Herausforderungen im Schachsport darlegte und das Ziel der Vereinskonferenzen deutlich formulierte, die Leute sollen ins Gespräch kommen und die Ideen und Anregungen in Ihre Vereine tragen und somit zum Multiplikator werden. Michael Maier, der Vorsitzende der Württembergischen Schachjugend, freute sich über die große Teilnehmerzahl und das damit bekundete Interessen an den Vereinskonferenzen und bedankte sich beim Heilbronner Schachverein und bei Alexander Gleifuß, dem Bezirksleiter Unterland, für die Ausrichtung. Den DSB vertrat Walter Pungartnik als Breitenschachreferent. Der Moderator, Vortragende und Geschäftsführer der DSJ, Jörg Schulz, bat die Teilnehmer, nach der Vorstellung der Verbandsvertreter, sich und Ihre Erwartungen auch kurz vorzustellen. Die Inhalte der Vereinskonferenz wurden nach den Erwartungen und Sorgen der Teilnehmer gestaltet.

 

So war der erste große Themenblock waren die gesellschaftlichen Entwicklungen und der Rückgang der Mitgliederzahlen, insbesondere die Auswirkungen der verkürzten Schulzeiten von G9 auf G8 und die demographische Entwicklung. Hier waren sich die Teilnehmer einig, dass Sie mit anderen Kulturvereinen zunehmend in Konkurrenz bei der immer knapper werdenden Freizeit der Kinder stehen. Ein Patentrezept gäbe es nicht und auch die Verbände, die Bezirke und die Vereine müssen hier erst Erfahrungen sammeln und mit den neuen Rahmenbedingungen umzugehen lernen.

Um den neuen Herausforderungen auch in der Ausbildung von Trainern, Jugendleitern und Jugendsprechern, sprich allen Funktionären und ehrenamtlich Engagierten gerecht zu werden, stellte Jörg Schulz im 2 größeren Themenblock die Ausbildungsangebote der DSJ vor. Dazu gehören die Hauptveranstaltung mit der DSJ – Akademie, die Patentfamilie, mit Schulschach-, Kinderschach- und Mädchenschachpatent und die Seminare für engagierte Jugendliche, wobei der württembergische Ausbildungsreferent der WSJ Moritz Kracke das noch in diesem Jahr stattfindende Kinderschachpatent ankündigte. Die aktuellen Ausschreibungen werden bei der DSJ über den DSJ-Newsletter, der unter http://www.deutsche-schachjugend.de/newsletteranmeldung.html abonniert werden kann, bekannt gemacht.

 

Nach dem Mittagessen auf dem Heilbronner Pferdemarkt ging dann um die Gewinnung von Ehrenamtlichen. Das Thema des richtigen Führungsstils sorgte für kontroverse Diskussionen bei den Teilnehmern. Wichtig sei vor allem bei jugendlichen Ehrenamtlichen, nicht mit Pflichten zu drohen, sondern Sie Ihre Ideen und Wünsche umsetzen zulassen, Ihnen Vertrauen zu schenken und Ihnen das Gefühl von Sicherheit zu geben und dass zur Not jemand da ist der die Reißlinie zieht. Denn junge Leute sind bereit sich zu engagieren, doch nicht direkt in einem festen Ehrenamt, sondern meist in einzelnen Projekten. Darüber können aber zukünftige Ehrenamtliche gewonnen werden. Weitere Themen, wie das Schulschach, die Integration von Jugendlichen in den Erwachsenenbetrieb, die Möglichkeiten des Bundesfreiwilligendienstes für Vereins- oder Schulschachkooperationen, aber auch kritisches wie die Strukturen der Verbände und deren Behäbigkeit wurden zwischen Verbandsvertretern und Vereinsvertretern diskutiert.

Zum Thema Breitenschach stellt Walter Pungartnik die Zuschussmöglichkeiten des SVW und des DSB z.B. für Schachtreffs vor, welche jeder Schachclub in Anspruch nehmen sollte und könnte.

Zum Abschluss gab es eine Feedbackrunde aller Teilnehmer, wobei jeder etwas mitnehmen konnte und jeder etwas gelernt ob es nun die Erkenntnis ist, dass Justin Bieber einmal 4 Jahre Schulschach gespielt hat oder dass Kinder „bespaßt“ werden müssen.

So hat die Vereinskonferenz den Teilnehmern sichtlich etwas gebracht und die Auftaktveranstaltung zum „Jahr der Vereinskonferenz“ ist gelungen. In 2012 soll in jedem Landesverband mindestens 1 Vereinskonferenz stattfinden und insgesamt soll es 25 dieser Konferenzen geben. Über weitere Vereinskonferenzen wird auf http://www.schachbund.de/und www.deutsche-schachjugend.de berichtet.

 

Carsten Karthaus

Referent für Öffentlichkeitsarbeit

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