Zum Hauptinhalt springen
 
| Innovationstopf

Schach - Sport ohne Grenzen

„Wir müssen Wege finden, das Spiel wieder zum zentralen Medium der Erziehung zu machen. Die Bildungspolitik fördert solche Absichten nicht. Aus Kostengründen haben Bildungspolitiker viel Spielerisches an Staatsschulen zugunsten des akademischen Lernens reduziert...“<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Bernhard Bueb in „Lob der Disziplin - Eine Streitschrift“ (List-Verlag, 2006)

 

Die Emil-Petri-Schule hat sich aus der 1905 gegründeten ehemals staatlichen "Sonderschule für Körperbehinderte" im Marienstift über die "Förderschule für behinderte Kinder" des Marienstiftes (1991) entwickelt. Sie beherbergt heute als modernes Schulzentrum eine Montessori-Grundschule, ein integratives Förderzentrum sowie eine Förderberufsschule unter einem Dach.

Schulische Bildungsinhalte sind für alle Altersgruppen in allen Bildungsgängen mit Ausnahme der gymnasialen Stufe gegeben.

 

Unsere Schule besuchen behinderte und nichtbehinderte Schüler. Wo immer es möglich ist, unterrichten wir diese gemeinsam. Dabei gehen wir von den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten eines jeden Schülers aus und versuchen durch zieldifferenten Unterricht eine optimale Förderung zu erreichen. An unserer Schule sind alle Bildungsabschlüsse der Thüringer Schule mit Ausnahme des Abiturs möglich.

 

Bereits seit mehreren Jahren wird das schulische Angebot durch Arbeitsgemeinschaften ergänzt. Diese finden wöchentlich statt und werden in Regie des Schulfördervereins organisiert und durchgeführt.

Die Arbeitsgemeinschaft Schach wird durch Herrn Rolf Noack geleitet. Mit viel Einfühlungsvermögen in die besonderen Belange behinderter Kinder versteht es Herr Noack, den Schülern das königliche Spiel beizubringen. Was anfangs paradox erschien, eine Arbeitsgemeinschaft Denksport an einer Förderschule, hat sich inzwischen zu einer festen Größe in der unterrichtsergänzenden Schuljugendarbeit der Emil-Petri-Schule etabliert. So finden sich einmal pro Woche ca. 25 Schüler zum Schachtraining ein. Es sind ganz unterschiedliche Kinder, denen Herr Noack hier das Schachspielen beibringt:

Grundschulkinder aus unserem Montessori-Schulzweig, die bereits auf Kreis- und Bezirksebene erste Achtungserfolge erzielen konnten und Kinder und Jugendliche aus dem Integrativen Förderzentrum mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen seelischer, körperlicher oder geistiger Art.

 

Ganz gleich, welchen intellektuellen Herausforderungen unsere Schüler gewachsen sind, fördert das Schachspielen jeden Einzelnen auf ganz individuelle Art. Dabei geht es insbesondere um folgende Bereiche:

 

die Vermittlung vorausschauenden Denkens als Grundlage für ein verantwortungsvolles Handeln,

realere Persönlichkeitseinschätzung, da diese Kinder mitunter zu Selbstüberschätzungen neigen,

Verbesserung des räumlichen Denkens,

das Training des räumlichen Vorstellungsvermögens auch für Kinder mit Schwierigkeiten bei Raum-Lage-Beziehungen bis hin zu Teilleistungsstörungen (Dyskalkulie),

die Stärkung der Konzentrationsfähigkeit und

die Ausprägung von Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und dem Willen zum Sieg, aber auch der Fähigkeit, Niederlagen zu akzeptieren.

 

 

Neben den genannten Aspekten kommt dem Schach an unserer Schule eine große Bedeutung für die Entwicklung sozialer Kompetenzen zu. Der integrative Charakter unserer Schule wird durch die Heterogenität dieser Arbeitsgemeinschaft gestärkt. Kinder ganz unterschiedlichen Alters und Denkvermögens spielen miteinander. Durch die Teilnahme an Turnieren auf unterschiedlichen Ebenen knüpfen unsere Schüler Kontakte zu anderen Schulen. Das Bestehen unserer Kinder in diesen Wettkämpfen ist für Außenstehende immer wieder eine Überraschung und erfüllt unsere Schüler mit Stolz. Gleichzeitig führen sie zu einer stärkeren Identifizierung mit unserer Schule.

 

Schach- Sport ohne Grenzen, so lautete der Nachmittag an der Emil-Petri-Schule des Marienstiftes Arnstadt. Die Kinder und Jugendlichen der SG Blau-Weiß Stadtilm hatten sich für diesen Nachmittag etwas ganz besonderes überlegt. Sie wollten zeigen, dass Schach nicht nur fasziniert, sondern das jeder diese spannende Sportart betreiben kann. So traf man sich in der Aula dieser Schule. 15 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 18 Jahren der Emil-Petri-Schule waren sehr aufgeregt, denn es stand ein sehr spannender Nachmittag bevor. Zum Warmwerden teilten die Jugendlichen der SG Blau-Weiß Stadtilm Taktikaufgaben aus, die von allen ganz hervorragend bewältigt wurden. Im Anschluss führte man 2 Mannschaftswettkämpfe an 12 Brettern durch.

 

Der Höhepunkt dieses Nachmittages war ein Simultanwettkampf der ganz besonderen Art. Raiko Siebarth spielte mit verbundenen Augen zeitgleich gegen 4 Mannschaften der Emil-Petri-Schule Schach. Diese Art des Schachspieles faszinierte nicht nur die Kinder, sondern auch alle Kiebitzer waren sichtlich begeistert. Raiko konnte an 3 der 4 Bretter die Partie für sich entscheiden, die mitunter mehr als 40 Züge aufwies.

 

Umrahmt wurde die Veranstaltung mit phantastisch schmeckenden Plätzchen, Leckereien und Getränken, die von der SG Blau-Weiß Stadtilm gestellt wurden und für alle Kinder jederzeit auf den Tischen zum Verzehr standen. Jeder Teilnehmer bekam eine Urkunde und noch viele Schachpreise, die alle Kinder mit großem Stolz entgegennahmen und sich darüber sehr erfreuten. Die Vorsitzende der SG Blau-Weiß Stadtilm, <?xml:namespace prefix = st1 ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:smarttags" />Kirsten Siebarth, übergab dem Schulleiter der Emil-Petri-Schule, Herrn Holger Aumann, 3 wertvolle Schachplakate, um allen zu zeigen, welch talentierte kleine Denker in dieser Schule diesen nervenaufreibenden Sport beherrschen.

 

Für die Stadtilmer Kinder und Jugendlichen war dieser Nachmittag ebenfalls sehr lehrreich, konnte man doch miterleben, mit welchem Elan und Enthusiasmus diese Kinder an den 64 Feldern um den Sieg kämpften. 

 

„In vorbildlicher Weise unterstützt der Verein unsere Arbeitsgemeinschaft. Herzlichen Dank an den Vorstand, aber insbesondere auch an alle Kinder und Jugendlichen des Vereins für die Zusammenarbeit!“ Holger Aumann, Direktor des Förderzentrums Arnstadt

| NÖRT, TOP Meldung

NÖRT 2015– Ruderjugend und DSB sind mit von der Partie

Aller guten Dinge sind 3. Zum dritten Mal in Folge hat das NÖRT stattgefunden. Das NÖRT ist das nationale Öffentlichkeitsreferenten Treffen der deutschen Schachjugend. Unter dem Motto „Menschen vernetzten, Informationen vernetzten“ trafen sich die Öffentlichkeitsreferenten der Länder und der...

weiterlesen
| Startseite, terre des hommes

DSB-Sportdirektor Uwe Bönsch spielt Simultan beim Krostitzer SF

Im Rahmen des Dorffestes “Krostitzer Treiben” konnten wir bei schönem Wetter und guter Laune, dem zahlreich erschienenen Publikum einen sympathischen Großmeister “zum Anfassen” präsentieren. Viele Zuschauer zeigten sich interessiert und nutzten die Chance, die Züge auf den karierten Brettern live zu...

weiterlesen
| TOP Meldung, Mädchen- und Frauenschachkongress, Mädchenschach

Mädchen- und Frauenschachkongress und die Frage: Frauenquote - Sinn oder Unsinn?

Frauenquote – Sinn oder Unsinn? Mit dieser Frage startete der diesjährige Mädchen- und Frauenschachkongress in Darmstadt. In einer lebhaften Diskussion widmeten sich die 25 Teilnehmer/innen diesem Thema, wobei nicht nur der Spielbetrieb sondern vor allem die Zusammensetzung von Vorständen und...

weiterlesen
| Schulschach, TOP Meldung

FIDE Schulschachkommission begeistert vom deutschen Methodenkoffer für den Schachunterricht

Im Rahmen des FIDE-Kongresses Anfang September in Abu Dhabi standen die Fachkommissionen im Mittelpunkt der Arbeit und Aufmerksamkeit.

Zu diesen gehört auch die Kommission „Chess in Schools“ mit ihrem Vorsitzenden Kevin O´Conell. Für das deutsche Schach nutzte Dirk Jordan seine Anwesenheit beim...

weiterlesen
| Startseite, International

EU- Meisterschaft in Tschechien

Eine kleine Gruppe aus vier bayerischen jungen Schachspielern kämpfte vom 18.-27.08. bei der EU Meisterschaft in Kouty nad Desnou, Tschechien. Gespielt wurden neun Runden in der U8, U10, U12 & U14. Mädchen und Jungs spielten ein gemeinsames Turnier mit separater Auswertung.

 

Mit zwei Autos sind...

weiterlesen
| Bekanntmachungen, Startseite

dsj Fotoaktion: Feuer & Flamme! Für Hamburg 2024!

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sportdeutschland bewirbt sich mit der Freien und Hansestadt Hamburg für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024! Viele Jugendliche sind bereits jetzt Feuer und Flamme und hoffen darauf, 2024 die olympischen und...

weiterlesen
| Was ist fair?

Was ist fair? Angesichts des sicheren Punktes lieber zu spielen!

Sturz in den Dorfbach: Die warmen Temperaturen selbst auf 1400 m luden eigentlich mehr zu einer Abkühlung als zu einem Bad in den warmen Thermalquellen ein. Doch auf diese Abkühlung hätte ein Hauptturnier-Spieler wohl lieber verzichtet: Er nahm auf dem Weg zum Turnierlokal eine unwegsame Abkürzung...

weiterlesen
| Jugendaustausch, Startseite

Japaner auf Kanutour in Norderstedt

Es sind nur noch zwei Wochen bis zum Beginn des Regionalprogrammes in Norderstedt und doch regnet es, tagein, tagaus. Schließlich ist er da: der Tag der Ankunft unserer japanischen Gäste in unserer kleinen Stadt nahe Hamburg und mit ihnen zeigte sich auch plötzlich das Wetter von seiner besten...

weiterlesen
| Was ist fair?

Was ist fair? Den Meistertitel verlieren und Anerkennung gewinnen!

Im März 2015 fanden die bayerischen Schulschachmeisterschaften in Neumarkt Oberpfalz statt. Nach dem Turnier kam ein Turnierleiter zu mir und sagte, so etwas hätte er noch nie erlebt.

Bei den Bayerischen Schulschachmeisterschaften stand in der WK III das Gymnasium bei St. Stephan aus Augsburg nach...

weiterlesen
| Was ist fair?

Was ist fair? Eine Partie gewinnen und an Ansehen verlieren?

Landesblitzturnier. Trotz klarer Gewinnstellung von Schwarz konnte der weiße Spieler die Partie in eine Remisstellung umbiegen. Darauf wurden viele Züge im Endspiel hin- und hergezogen. Nachdem Weiß noch ca. acht und Schwarz nur noch drei Sekunden auf der Uhr hatte, bot ersterer Remis. In der...

weiterlesen