Tag der Deutschen Einheit - DLM Runde 4 und 5
Der Tag der Deutschen Einheit strotzt nur so vor Dynamik. Wir konnten heute acht mal 2 Mannschaftspunkte am Vormittag und 6x2 Mannschaftspunkte am Nachmittag vergeben. Aber der Reihe nach:
Gewohnt geordnet fanden sich die Spieler:innen von NRW 1 am Tisch der Spitzenbegegnung ein, ihnen gegenüber nahmen die Spieler:innen aus Rheinland-Pfalz Platz. Letztere haben bisher eine sehr gute DLM gespielt, oft aber nur knapp gewonnen. NRW dagegen scheint bisher über allen zu stehen und gab daher in noch keinem Spiel mehr als 2,5 Brettpunkte ab. Erwartungsgemäß kompromisslos gingen die NRWler:innen zu Brette und beförderten ganze 7,5 Brettpunkte auf ihr Mannschaftskonto.
Unsere Nationalspielerin Josefine Safarli hat sich der Partie von Fabian Mader und Mykola Korchynskyi angenommen. Auf ihrem YouTube-Kanal findet ihr Videos zur deutschen Schachszene, Eröffnungen, Bauernstrukturen und Endspielen.
An Tisch 2 und auch an Tisch 3 gewannen jeweils zwei Mannschaften mit 5 zu 3 Brettpunkten. Siegreich waren jeweils Bayern gegen Baden und Württemberg gegen Hessen. Sehenswert kombinierte sich dabei für Hessen Oleg Derr zum vollen Punkt.
Einen Mü deutlicher verwies Sachsen-Anhalt Niedersachsen auf die Ränge mit 5,5 zu 2,5.
An den Tischen 5 und 6 wurde es dann richtig eng. Es traf die Hauptstadt Berlin auf die zweite Auswahl aus NRW und dann kam es noch zum Nordduell Hamburg 1 gegen Schleswig-Holstein. Nach viel hin und her und Chancen auf beiden Seiten fiel die Hauptstadt dem Westen zum Opfer. Im Norden? Da gewinnt der echte Norden! Schleswig-Holstein setzte sich mit 4,5 zu 3,5 durch.
Ihren zweiten Sieg durfte der niederländische Achter über Mecklenburg-Vorpommern feiern. Mit 3 Punkten aus 4 Partien sind Wouter Terlouw, Lode de Jong und Paul Nguyen Topscorer ihrer Mannschaft.
Den höchsten Sieg der diesjährigen DLM hat sich Sachsen unter den Nagel gerissen. Es setzte ein 8 zu 0 für Hamburg 2. Das war kompromisslos.
Die letzten zwei Mannschaftspunkte die es zu vergeben galt sicherte sich mit einem 5 zu 3 Thüringen.
33,5 von 40 möglichen Brettpunkten klingt nach einem Fiebertraum oder aber der Realität von NRW 1. Nach einem weiteren 6,5 zu 1,5 Erfolg über die Konkurrenz aus Bayern. Damit steht NRW einsam mit 10 Punkten an der Spitze der Tabelle.
Auf dem zweiten Platz steht der direkte Nachbar der Bayern, die Württemberger. Durch einen 5-3 Sieg kommen die Württemberger auf 8 Mannschaftspunkte bei 23 Brettpunkten.
4 Remisen an den ersten 4 Brettern, ein kampfloser Sieg aufgrund von Krankheit, ein Sieg an Brett 6 und zwei Niederlagen an 7 und 8 macht einen Mannschaftspunkt für Schleswig-Holstein und einen für Rheinland-Pfalz.
Niederlagen erfährt das Bundesland NRW scheinbar nur durch ihre zweite Mannschaft. Diese Runde gegen Baden die sich über 5 Brettpunkte und 2 Mannschaftspunkte freuen.
Nachdem sowohl Hessen als auch Niedersachsen aus dem Vormittag ohne Mannschaftspunkt gekommen waren, ging es im direkten Aufeinandertreffen nicht an den Punkten vorbei. Wie es sich für gute Nachbarn gehört, teilen sich beide die Mannschaftspunkte fair.
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