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Starker Auftakt: Erste Regionalkonferenz „Mädchen- und Frauenschach“ in Stuttgart

Neue Impulse für die Zukunft des Schachs.

Am 13. September 2025 wurde Stuttgart-Weilimdorf zum Treffpunkt für alle, die das Mädchen- und Frauenschach in Deutschland voranbringen wollen. In den einladenden Räumlichkeiten des SV Stuttgart Wolfbusch 1956 e.V., die dankenswerterweise von Gabriele Häcker zur Verfügung gestellt wurden, fand die erste Regionalkonferenz des gemeinsamen Projekts von Deutschem Schachbund (DSB) und Deutscher Schachjugend (DSJ) statt.

Elf engagierte Teilnehmende aus Vereinen und Verbänden kamen zusammen, um gemeinsam mit dem Projektteam – Jannik Kiesel, Kristin Wodzinski und Tatjana Gallina – neue Ideen und Strategien zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie können wir mehr Mädchen und Frauen für den Schachsport begeistern und dauerhaft im Verein halten?

Den inhaltlichen Rahmen bildeten die Ergebnisse einer umfangreichen Online-Befragung, die zwischen Juni und August 2025 durchgeführt wurde. Die Rückmeldungen von Spielerinnen, Eltern, Ehrenamtlichen, Referentinnen für Mädchen- und Frauenschach und Vereinen gaben wertvolle Einblicke: von den größten Hürden bis hin zu neuen Chancen.

Die Diskussionen waren lebendig und vielseitig:

  • Wie lassen sich Veranstaltungen so gestalten, dass sie für Mädchen und Frauen attraktiv und einladend sind?

  • Welche Rolle spielen weibliche Vorbilder und wie gelingt der Übergang vom Schul- ins Vereinsschach?

  • Welche Formate – von Mannschaftsturnieren mit Rahmenprogramm bis hin zu geschützten Einzeltrainings – können Spielerinnen langfristig motivieren?

Auch schwierige Themen wurden offen angesprochen: Warum hören Mädchen mit dem Schach auf? Neben Leistungsdruck und fehlenden Gleichaltrigen wurden auch zeitliche Belastungen für Familien und männlich geprägte Vereinsstrukturen genannt. Deutlich wurde zudem: Ab der Altersklasse U20w fehlen passende Angebote – ein Bruch, der viele Spielerinnen verliert.

Ebenso wichtig waren die Erkenntnisse darüber, warum viele Frauen gar nicht erst den Weg ans Schachbrett finden: fehlende Einstiegsangebote, mangelnde Vorbilder, gesellschaftliche Vorurteile oder sogar frauenfeindliche Kommentare. Gerade Erwachsene und Seniorinnen sind bisher kaum Zielgruppe – eine Lücke, die künftig geschlossen werden muss.

In einem Punkt herrschte Einigkeit: Es gibt nicht die eine große Lösung – nur ein Bündel an vielen kleinen Maßnahmen, die im Zusammenspiel wirken.

Die Resonanz auf die Konferenz war durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden die offene Atmosphäre, der intensive Austausch und die Möglichkeit, sich zu vernetzen.

Die Stuttgarter Konferenz hat klar gezeigt: Das Interesse und der Bedarf an Austausch, Kooperationen und neuen Ideen im Mädchen- und Frauenschach sind groß. Mit diesem starken Auftakt ist der Grundstein gelegt – die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun direkt in die weitere Projektarbeit ein und bilden eine wichtige Basis für die geplante Abschlusskonferenz 2026.

In Kürze werden drei weitere Regionalkonferenzen im Westen, Osten und Norden Deutschlands ausgeschrieben. Wir freuen uns bereits jetzt auf eure Teilnahme.

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