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Erfolgreiches Mädchenschachpatent in Heidelberg

Am Wochenende vom 7.- 9.03.25 fand im schönen Heidelberg das Mädchenschachpatent nach lang ersehntem Warten wieder statt.

Hierfür fanden sich über zwanzig Teilnehmer:innen, die teilweise von Berlin aus anreisten, in der Jugendherberge ein. Auch die Mädchenschachreferentin Karoline Gröschel gesellte sich unter die Teilnehmer:innen.

 

Am Freitagabend begann das Patent unter Leitung von Jörg Schulz und Laura Schalkhäuser direkt mit einem ungewöhnlichen Einstieg – Die Teilnehmer:innen wurden in geschlechtergetrennte Gruppen aufgeteilt und sollten eine Kurzpräsentation zu der Frage erarbeiten, warum die Frauenquote im Schach so gering ausfällt. So wurde bis spätabends fleißig diskutiert und eruiert und die Ergebnisse auf ein Flipchart-Papier übertragen.

Am Samstagmorgen ging es nach einem angenehmen Frühstück um neun Uhr mit der Präsentation der Ergebnisse weiter. Dabei wurden viele spannende Aspekte beigetragen, wie unter anderem die hohe Relevanz von sozialen Anschlüssen oder die generelle Atmosphäre im Schachklub. Hier und da wurden auch Lösungsansätze vorgestellt, wie die Bedeutsamkeit einer freundlichen Umgebung oder weiblicher Vorbilder.

Im Anschluss präsentierte Laura ihre Erfahrungen in ihrem Verein in Schweinfurt und zeigte die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit auf. Gezielte Veranstaltungen für Mädchen, wie ein Mädchenschachcamp oder ein Ausflug zur Frauenbundesliga, sind großartige Methoden, um Mädchen im Verein zu halten oder anzulocken.

Am Nachmittag folgte ein Besuch von Kristin Wodzinski, die bei den Karlsruher Schachfreunden das Mädchen- und Frauenschach stark fördert. Sie präsentierte mehrere Optionen, Mädchen aus dem Schulschach in den Verein zu begleiten und wie man das Schachinteresse auch in der Grundschule durch das Anbieten von Schnupperkursen für Mädchen wecken kann. Zudem zeigte sie mehrere Veranstaltungen von den Karlsruher Schachfreunden auf, wie eigene Mädchengruppen oder Trainings mit dem Motto „Bring eine Freundin mit!“ und konnte so den Teilnehmer:innen zahlreiche Ideen für die Motivation von jungen Mädchen geben. Auch im Frauenschach präsentierte sie einen Schachabend speziell für Frauen, der auf die Mütter der Schachspieler:innen abzielt und ihnen eine Möglichkeit zum Austausch bietet.

 

Im Anschluss wurden die Teilnehmer:innen erneut in eine Gruppenarbeit entsandt und durften jeweils unterschiedliche Fragen rund ums Thema beantworten, z.B. „Wie kann ich Mädchen für die Schach-AG gewinnen?“ oder „Wie kann ich jugendliche Mädchen im Verein halten?“.
Nach der Präsentation, deren Auswertung und dem anschließenden Abendessen durften die Teilnehmer:innen selbst ausprobieren. Von Blindschach über das Einparken von Autos auf dem Demobrett bis hin zum Durchforsten der zahlreichen bunten Materialien und Arbeitsheften, die den Vereinsalltag oder den Schulschachalltag für Mädchen aufhellen können, war für jeden etwas dabei.

Am letzten Tag des Patents wurden unter die Angebote der DSJ präsentiert. Hier wurden viele Veranstaltungen wie die Mädchenbetreuerinnenausbildung, der Mädchenschachkongress oder im Turnierrahmen die Mädchen-Grand-Prix-Serie vorgestellt, aber auch das Qualitätssiegel Mädchen- und Frauenschach durfte nicht vergessen werden. In einer kurzen Pause wurde zur großen Begeisterung aller das Schachyoga präsentiert und einzelne Eröffnungsregeln in bewegenden Elementen umgesetzt und ausprobiert.

Zum Abschluss durfte noch Tatjana Gallina, die Beauftragte für die Entwicklung des Frauenschachsports des Württembergischen Schachverbands und Mitleitende des Projekts DSB/ DSJ, zum ersten Mal gegen eine Frau Schach spielen – das Wochenende hat sich auf jeden Fall gelohnt!

 

Kurz vor der Abreise wurde noch ein großes Lob an Jörg und Laura für das spannende Patent ausgesprochen und die Teilnehmer:innen konnten mit einem großen Informationsberg zurück in die Heimat reisen und auf der Rückfahrt die Umsetzung des Gelernten planen.

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