DSJ der Hingucker auf dem Sprecher:innen-Treffen der Deutschen Sportjugend - Ein Erfahrungsbericht unseres BFDlers Leonhard
Beim Sprecher:innen-Treffen der Deutschen Sportjugend am vergangenen Wochenende waren unsere BFDler Leonhard, Peter und Julian vor Ort, um die DSJ gebührender Maßen zu vertreten. Durch bemerkenswerten kreativen Einsatz konnten die 3 schnell für viel Aufmerksamkeit sorgen und machten den Schachsport zu dem Hingucker des Tages.
Von Freitag, den 28.03., bis Sonntag, den 30.03., fand das Sprecher:innen-Treffen der Deutschen Sportjugend in Frankfurt statt. Da Peter, Julian und ich beim Einführungsseminar als Sprecher der Freiwilligendienstleistenden für die Deutsche Schachjugend (DSJ) gewählt wurden, durften wir die DSJ repräsentieren. Peter und ich fuhren am Freitag von Karlsruhe los und begrüßten Julian in Mainz. In Frankfurt ausgestiegen, sahen wir eine kleine Gruppe junger Menschen. So lernten wir noch vor unserer Ankunft an der Unterkunft die Sprecher der bayerischen Sportjugend (BSJ) kennen. Beim Mittagessen tauschten wir uns über unsere Dachverbände, Tätigkeiten und Einsatzstellen aus. Die bayerische Sportjugend beschäftigt aktuell 360 Freiwillige, die Deutsche Schachjugend gerade mal 14.
Bei der Begrüßung erhielten wir Namensschilder mit Bildern von Kindheitshelden, die uns in Gruppen für die Gruppenspiele der nächsten Tage einteilten. Ich fand mich im Team „SpongeBob“ wieder, Julian bei „Pippi Langstrumpf“. Nach klassischen Kennenlernspielen wurden uns die Zimmerschlüssel überreicht, und es wurde angekündigt, dass wir im Anschluss die Messestände präsentieren würden. Ein Messestand ist eine Gelegenheit, sich selbst vorzustellen und andere Dach- oder Landesverbände kennenzulernen. Da einfaches Kommunizieren zu leicht gewesen wäre, gab es „Challenges“. Dabei hatten wir wirklich eine schwierige Aufgabe gezogen:
Unser Stand war ein echter Eyecatcher, da Julian und ich einen genialen Einfall hatten:
Am Abend stand eine Sportchallenge auf dem Plan: In 5er- bis 6er-Gruppen durchliefen wir verschiedene Stationen, bei denen wir einen Handball auf einem Löffel balancierten, Mattenrutschen absolvierten, mit einem Gymnastikball zwischen zwei Spielern eine Strecke zwischen hin- und zurücklaufen und vieles mehr. Die „Löwen“, Julians Gruppe, errangen den Gesamtsieg, weshalb Julian sich über eine Flasche freuen durfte.
Am Samstag wurde noch vor dem Frühstück Frühsport angeboten. Team SpongeBob war gut vertreten, was sich positiv auf die Punkte der Gruppenspiele auswirkte. Am Vormittag wurden wir im Plenum in sechs Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe setzte sich mit einer politischen Position auseinander: Sollte in Deutschland ein Dienstrecht oder eine Dienstpflicht etabliert werden? Die Einteilung erfolgte nach Sitzreihen, was mir gut passte, da Julian und die vier Mädchen der BSJ mit dabei waren. Eine Person aus jeder Gruppe zog verdeckt eine Partei. Ich sagte vorher scherzhaft zur BSJ, dass die Wahrscheinlichkeit groß sei, eine demokratische Partei zu erwischen – und dann zog ich die AfD. So viel dazu.
Die Debatte wurde in Zweiergruppen als Podiumsdiskussion geführt. Ich hatte mit Johanna Prestel das Vergnügen, die Argumente für eine Wehrpflicht vorzutragen. Einerseits war es ziemlich anstrengend, vorne eine Position zu vertreten, die man privat möglicherweise nicht unterstützt, andererseits war es eben nur eine Rolle, in die wir alle schlüpften. Johanna und ich argumentierten in unseren Rollen, konnten uns aber zwischendurch den ein oder anderen Lacher nicht verkneifen. Nachdem die Diskussion beendet war und noch einmal betont wurde, dass es sich nur um ein politisches Rollenspiel handelte, machten wir eine kurze Pause zum Durchatmen.
Vor dem Mittagessen trafen wir uns in unseren Kindheitshelden-Gruppen und planten eine Choreografie, mit der wir unsere Flaschen mit den Kindheitshelden präsentieren sollten. Da nur eine Person SpongeBob wirklich kannte, war es eine echte Herausforderung, eine Choreografie zu gestalten. Der Samstagnachmittag war sechs verschiedenen Workshops gewidmet, unter anderem zu den Themen Inklusion, Integration, Social Media und mentale Gesundheit. Ich entschied mich für den Workshop zur Inklusion, da mir dieses Thema persönlich sehr am Herzen liegt. Mithilfe von Lego erarbeiteten wir Konzepte für eine perfekte inklusive Einsatzstelle und stellten fest, dass es zwar keine perfekte Einsatzstelle gibt, aber einige Hürden abgebaut werden können, um Freiwilligendienste inklusiver zu gestalten. Die Ergebnisse aller Workshops werden noch auf einer Webseite veröffentlicht, sodass interessierte Jugendliche und Einsatzstellen auf diese relevanten Themen aufmerksam werden.
Julian und ich sahen uns nach dem Workshop das Frankfurter Stadion von außen an und hörten den Fangesängen zu, waren beim Treffer der Gastgeber aber wieder in der Mensa. Am Abend trafen wir uns erneut in einer Sporthalle und präsentierten die Choreografien. Die Gruppe „Super Mario“ inszenierte ein Rennen, während die Gruppen „Elsa“, „Pippi Langstrumpf“, „Schlümpfe“, „Bob der Baumeister“ und „SpongeBob“ sowohl sangen als auch tanzten. Das Schiedsgericht, bestehend aus „Turbo Torsten“, „Putz Petra“ und der „mürrischen Margarete“, bewertete die Performances auf einer Dezimalskala. Danach stand der Abend zur freien Verfügung. Einige spielten in der Halle, ich entspannte mich bei einem UNO-Marathon im Seminarraum. Als ich gegen 1:45 Uhr als Letzter in der letzten „Wer-bin-ich“-Runde die Mona Lisa erriet, verteilten wir uns auf unsere Zimmer. Dabei gab es sicherlich Freiwillige, die vor 2 Uhr losgingen und nach 3 Uhr im Zimmer ankamen – und das, ohne sich auf dem Vier-Minuten-Weg zu verlaufen!
Da sich Gruppe SpongeBob darauf geeinigt hatte, am Morgen trotzdem zum Frühsport zu gehen, fanden wir uns vollständig um 7:30 Uhr im Seminarraum ein. Nach einer letzten Workshopphase präsentierten die Gruppen ihre Arbeitsergebnisse. Während eine Gruppe vorstellte, stand eine weitere hinter vier Tischen und verteilte Süßigkeiten je nach Einschätzung zu Kahoot!-Fragen. Die Zuschauer durften an ihren Smartphones mitraten. Im Anschluss wählten wir sechs Freiwillige in die Kontaktgruppe – eine Gruppe, die die Deutsche Sportjugend repräsentiert und die Interessen aller Freiwilligen nach außen trägt. Um eine möglichst breite Masse an Freiwilligen zu repräsentieren, durfte pro Dachverband ein BFDler/FSJler kandidieren, was besonders bei größeren Landesverbänden zu Diskussionen führte. Da von den elf Kandidaten neben Diversität der Träger auch ein Gleichgewicht zwischen BFDlern und FSJlern angestrebt wurde, wurden drei BFDler (Lana aus Niedersachsen, Lilly aus Mecklenburg-Vorpommern und ich) in die Kontaktgruppe aufgenommen. Die drei FSJler Johanna (BSJ), Elisa (NRW) und André wurden demokratisch gewählt.
In der Auswertung zu den Gruppenspielen wurde vor Bekanntgabe der Platzierungen vorweggenommen, dass die Teilnahme am Frühsport einen Unterschied gemacht hat. Nach und nach wurde für die aufsteigenden Platzierungen geklatscht, bis für die ersten zwei Plätze nur die Gruppen „Pippi Langstrumpf“ und „SpongeBob“ übrig blieben. Dann wurde „Pippi Langstrumpf“ zum zweiten Sieger gekürt und meine Gruppe hatte sich durch die Teilnahme aller Gruppenmitglieder am Frühsport mit einem Punkt den Gesamtsieg ergattert. Hätte ich mich nicht mit 3,5 Stunden Schlaf zum Frühsport bewegt und Julian dafür schon, wären wir das Zünglein an der Waage gewesen. Verrückt, oder?
Nach einer Feedbackrunde leitete Niedersachsen den Tanz zu „Matze, die Katze“ ein, und die Betreuer ergänzten das abschließende Tanzprogramm mit „Supertramp 2017“. Tatsächlich gab es viele Momente, in denen Menschen nach ihrem Bundesland gerufen wurden, wenn ihr Name unbekannt war. So waren Sätze wie „Guten Appetit, Bayern“, „Danke, Saarland“ oder „Hamburg, spielt ihr mit?“ keine Seltenheit.
Insgesamt war das Sprecher:innen-Treffen ein sehr schönes und spaßiges Seminar, an das ich mich noch lange erinnern werde. Der Austausch mit anderen Freiwilligen, die abwechslungsreich vermittelten Inhalte sowie die unterhaltsamen Gruppenspiele trugen dazu bei, dass das Feedback durchweg positiv ausfiel.
Runde 3 & 4 der DVMs U20 & U20w
In der dritten Runde kam es in der U20 zum badischen Duell zwischen Sasbach und Baden-Baden, welches letztere dannk der besseren Kondition im langen Mannschaftskampf gewinnen konnte. Für den HSK und Kiel gab es zunächst schnelle Rückstände, doch Kiel gelang es noch einen Punkt zu sichern und der HSK...
weiterlesenWalldorf startet mit Überraschung
In diesem Jahr wird die DVM U16 erstmals vom SV 1947 Walldorf ausgetragen. 20 Teams aus der ganzen Republik suchen den neuen deutschen Vereinsmannschaftsmeister. Als besonderen Service für die Fans werden acht von zehn Mannschaftskämpfen live ins Internet übertragen. Somit können auch die daheim...
weiterlesenRunde 1 & 2 der DVMs U20 & U20w
Heute stand die erste Doppelrunde in beiden Altersklassen an. Wie für ein Schweizer System üblich wurde in der U20 zunächst die obere Hälfte gegen die untere Hälfte gelost und in allen Mannschaftskämpfen konnten sich die Setzlistenfavoriten durchsetzen. Nur die Spieler aus Kiel und Halle mussten...
weiterlesenDVM gestartet - Sei live dabei!
Seit 8:30 Uhr bzw. 9:00 Uhr laufen an den fünf DVM-Orten die Partien!
weiterlesenDie Vereine sind unterwegs!
Traditionell am zweiten Weihnachtsfeiertag machen sich viele junge Schachspieler auf den Weg: Die Deutschen Vereinsmeisterschaften stehen an!
weiterlesenLeistungssportreferent Andreas Jagodzinsky im Interview zur Kadernominierung
Kadereinteilungen und Nominierungsentscheidungen sind immer kritische Entscheidungen, da man sich für und gegen Personen aussprechen muss. So nimmt es nicht Wunder, dass die aktuellen Kadereinteilungen des Deutschen Schachbundes auch kritisch diskutiert werden. Auffällig sind zum Beispiel die sehr...
weiterlesenErste Freiplätze zur DEM 2018 vergeben
Nach den Kadernominierungen des DSB möchten wir Euch heute die Freiplätze bekanntgeben, die in der 1. Runde vergeben werden konnten. Alle Übrigen seien auf die 2. Freiplatzrunde verwiesen: Rechtzeitig vor der DEM werden wir über Anträge derjenigen Jugendlichen beraten, die sich nicht über die...
weiterlesenVom Schulschach in den Verein - Interview mit dem TV Tegernsee
1.) Seit wann gibt es Schulschacharbeit in Eurem Verein und wie hat es angefangen?
Unser Verein war von 1999 bis einschließlich 2008 insgesamt 10 Jahre sehr erfolgreich in der 1. Deutschen Schach-Bundesliga vertreten. In dieser Zeit haben wir mehrfach Platz 3 belegt und waren auch zweimal...
weiterlesenDOG Fair Play-Preis „Jung, sportlich, FAIR“
Die Fair Play-Initiative der Deutschen Olympischen Gesellschaft e. V. (DOG) schreibt auch dieses Jahr wieder den Fair Play-Preis „Jung, sportlich, FAIR“ aus.
weiterlesenDEM 2018: Informationen zur Freiplatzvergabe der 1. Runde
Auch im kommenden Jahr finden die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften wieder in Willingen statt und werfen nun bereits ihre ersten Schatten voraus. Bereits traditionell findet im Dezember die erste Freiplatzrunde statt, über welche wir Euch hiermit informieren möchte.
Diese erste Vergabestufe ist...
weiterlesen