DLM Runde 7 - Überraschungen auf dem Podium
Fünf Teams waren vor der Schlussrunde im Rennen um die Plätze 2 und 3, während NRW 1 dem Finale gelassen entgegen sehen konnte.
In Runde 7 kam es an den Spitzentischen zu den Paarungen Sachsen-Anhalt gegen NRW 1, Bayern gegen Württemberg und Hessen gegen Baden. Doch nicht nur bei der Schacholympiade, sondern auch hier bei der DLM entscheiden nicht nur die ersten drei Tische über das Endklassement - im Kampf um die wichtigen Sonneborn-Berger-Punkte sind alle Ergebnisse relevant!
NRW 1 verzichtete zum Abschluss auf Hussain Besou, der für seinen Heimverein in der NRW-Liga antrat, und musste Brett 8 freilassen. Trotzdem wurde der Kampf souverän mit 5,5-2,5 gewonnen, wobei das Figurenopfer von Jonas Gallasch an Brett 2 herausstach.
Auch Baden musste ein Brett freilassen, hier war es jedoch krankheitsbedingt. Der hessische Matchplan - eigener Sieg bei bayerischem Sieg genügt für Bronze - war klar, doch es sollte nicht sein. Nachdem zwei aussichtsreiche Stellungen noch verloren gingen, blieb den Hessen nur ein 4-4, also acht Punkte, während Baden, neun Punkte, sich an der Prognose der Sonneborn-Berger versuchte.
Bayern ging nicht nur mit dem einen Punkt Vorsprung, sondern auch leicht favorisiert in die Schlussrunde. Doch just an Brett 2, wo der Spielstärkeunterschied nominell am höchsten war, spielte der Württemberger Daniil Yasmo eine sehr starke Partie und gewann. Als dann klar war, dass Bayern die Partien an 3 und 5 nicht gewinnen würde, lag der doppelte Punktgewinn für das Ländle zum Greifen nahe. So kam es dann auch: 5-3 für Württemberg, 10 Punkte, erster Podiumsplatz seit 2011!
Und so blieb das Rennen um Platz 3 - Bayern oder Baden? Die Siegerehrung brachte Klarheit: ein hauchdünner Vorsprung von nur 7,5 Sonneborn-Berger zu Gunsten der Badener bedeutete Jubel auf der einen, Trauer auf der anderen Seite.
Im hinteren Teil des Tableaus konnten Schleswig-Holstein und NRW 2 mit Siegen gegen Sachsen bzw. Hamburg 1 noch einen Sprung nach vorne machen, während Berlin (gegen das Saarland) und Stichts-Gooise (gegen Thüringen) standesgemäß gewannen. Dank eines 4-4 gegen MVP schaffte es Hamburg 2 zudem noch, die rote Laterne loszuwerden.
Danksagung
Chessy dankt allen Teamerinnen und Teamern vor Ort, der Unterstützung aus der Ferne und Frank Strozewski sowie dem SV Erkenschwick. Es war wieder eine sehr faire und gelungene Meisterschaft!
Die DLM zieht nächstes Jahr weiter nach Duderstadt, doch bestimmt wird bald eine andere Veranstaltung ihren Weg ins Salvador-Allende-Haus finden.
Nachtrag: TanDLM und Fußballturnier
Der Sonnenschein des ersten freien Nachmittags wurde für ein Fußballturnier genutzt. Es gewann Thüringen vor Sachsen und Hessen. Seht selbst:
Am zweiten freien Nachmittag fand das siebenrundige TanDLM-Turnier statt, welches mit 28 Teams sehr gut besucht war. Dabei sorgte Team Hallo - Durchschnittsalter gerade Mal 11 Jahre - für Furore! Einzig gegen SJSH first, den späteren Drittplatzierten, mussten die Youngsters eine Niederlage einstecken. Mit sechs Siegen und besserer Feinwertung als 8-0 gelang ihnen der Turniersieg. Das beste reine Mädchenteam wurde 1 aus 6 auf Rang 6 mit fünf Siegen.
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