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Bericht Japan Regionalprogramm 1 - Oita (27.-29.07.)

Nach Kyoto startete für unsere Teilnehmenden des Austausches das Regionalprogramm in Oita

Samstag (27.07.)

 

Das Frühstück war natürlich wieder viel zu früh, weshalb sich manche die Gelegenheit nach

japanischen Spezialitäten entgehen haben lassen. Dann begann das Programm mit dem Bestaunen eines riesigen Wasserrads, wo die wunderschöne Natur auch genug Fotos heraufbeschwor. Das Haus, welches ebenfalls das Wasserrad nutzt, stellte sich als das Restaurant heraus, in dem wir Soba-Nudeln machten. Das war wieder erwarten weder kompliziert noch zeitaufwändig, da das Teiggemisch schon fertig war. So mussten wir lediglich Wasser dazugeben und ganz lange in verschiedenen Arten den Teig kneten und danach den festen Teig ausrollen. Auch dazu gab es hier hauseigene Arten. Als das dann fertig war, mussten wir nur noch die Nudeln schneiden. Dann kam der wohl härteste Teil: auf das Essen warten. Als unsere gekochten Nudeln endlich kamen, waren wir überrascht davon, dass man Soba augenscheinlich kalt verspeist. Nichtsdestotrotz war es ein Festmahl, welches allen gut geschmeckt hat, nur leider war es viel zu wenig.

 

Nach dieser interessanten Erfahrung ging es zu einer Teezeremonie. Dafür durften wir Kimono anziehen, beziehungsweise wurden wir angezogen, da diese auf dem Rücken kompliziert verknotet werden. Nachdem wir also aufgestylt waren, haben wir noch die passenden Schuhe - Holz Flip-Flops - bekommen. Dann ging es auch schon zur Zeremonie. Hier sollten wir uns hinknien, was nicht alle die ganze Zeit durchhalten konnten. Bei der Zeremonie haben zwei alte Damen uns zuerst die Höflichkeiten und Traditionen beigebracht, bspw. dass man die Teeschalen nach dem Aufnehmen um 90° im Uhrzeigersinn dreht, aber wieder mit der Vorderseite zum Gastgeber abstellt oder dass man der Teeschale auch gebührend Respekt durch Blicke zukommen lässt, da diese teilweise mehrere Tausend Euro Wert sein können. Nachdem alle ihren Matcha-Tee ausgetrunken haben und die Füße wieder spürbar waren, gab es noch eine wunderbare Fotosession in den Kimonos.

 

Damit hat dieser lange Tag aber erst angefangen. Jetzt ging es nämlich in die Gastfamilien für den restlichen Nachmittag/Abend. Dort wurde individuell viel verschiedenes gemacht, von Wasserrutschen Nudeln bis Casino ist alles passiert. Auch die Unterkünfte konnten nicht unterschiedlicher sein: von traditionellen Schlafgemachen, also Matratzen auf Matten, bis Einzelzimmer im puren Luxus war auch hier alles vertreten.

 

 

 

Sonntag (28.07.)

 

Aufgewacht in einer neuen Familie gab es bei jedem ein exzellentes Frühstück. So gut gestärkt war jeder bereit zum Meditieren: los ging es in die heilige Tempelanlage. Dort angekommen wurden wir in die Zazen-Meditation von dem dortigen Mönch eingeführt. Dazu muss man "einfach" probieren sich nur auf eine Sache zu konzentrieren, also z.B. Atemzüge zählen, aber sonstige Gedanken weiterschweifen zu lassen. Danach gab es Tee mit der Gastfamilie und dem Mönch und wir durften ihm noch Fragen stellen.

 

Als nächstes stand Sport auf dem Programm. Natürlich in einer Sporthalle. Zuerst spielten wir mit den Familien Cornhole. Später kamen Junior High School Schüler, also jüngere Menschis als wir, mit denen dann nochmal das gleiche gespielt wurde. Wir waren aufgewärmt nun im Vorteil. Danach wurde dann zusammen gespeist, geredet und Nummern ausgetauscht. Dann kam die Diskussion zum Jahresthema, welches von uns vorbereitet wurde. Nachdem wir genug über das japanische und das deutsche Bildungssystem gesprochen haben, wurde es nochmal sportlich. Jetzt wurde Frisbee-Volleyball gespielt, was am meisten Spaß gemacht hat und uns zum ersten mal ins Schwitzen gebracht hat.

 

Nun waren die Familien mit ihrem individuellen Programm dran: von Kalligraphie über ins Onsen gehen, Fischerboot fahren und einkaufen war alles dabei. Zum Abendessen wurde noch Feuerwerk gemacht und manche Gastfamilien haben sich zum gemeinsamen Grillen getroffen.

 

Montag (29.07.)

 

Dieser Tag begann mit dem letzten Frühstück bei unseren Gastfamilie. Dann ging es mal wieder zu einem Höflichkeitsbesuch, diesmal beim Bildungsausschuss. Auf dem Weg dahin gab es einen Panoramaspot, bei dem noch viele Fotos gemacht wurden. Nachdem wir uns nach der Ankunft souverän auf japanisch vorgestellt haben, Gastgeschenke und Wimpel ausgetauscht, sowie ein Gruppenfoto gemacht wurde, ging es auch schon weiter zum Park Place Oita: ein gigantisches Einkaufszentrum mit ganzen Gebäuden nur zum Essen, für Klamotten oder Alltägliches. Dort hatten wir dann genug Zeit ordentlich zuzuschlagen. Zum Essen haben wir uns alle nochmal in einem Restaurant getroffen. Dort konnte man die QR-Codes am Tisch scannen um online zu bestellen. Das Essen wurde dann von einem Roboter an den Tisch gebracht. Dazu hat es auch noch echt gut geschmeckt.

 

Danach war der Tag auch schon fast vorbei, also zurück ins Hotel und aufs Abendessen warten.

Das Abendessen war gleich auch noch unsere erste Sayonara Party, bei der wir nochmal alle mit unseren Gastfamilien zusammen saßen und Abschied nehmen konnten. Nach emotionalen Worten beider Seiten, durften wir zum ersten mal unsere Gruppenperformance zeigen. Ob was verstanden wurde bleibt unklar, gelacht wurde auf jeden Fall. Dann war der Tag auch schon zu Ende.

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