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DVM 2023 - 6 Tabellenführer, 2 geteilte Spitzen

Nach aufwirbelnden ersten Runden, legt sich nun langsam der Staub und nur noch wenige Teams ringen in den einzelnen Altersklassen um den ersten Platz - ganz vorne, an der Spitze.

Alle Altersklassen kann man im DVM Turnierportal verfolgen.


Nach fünf Runden hat sich die Tabellensituation in der U10 gelichtet und es gibt nur noch zwei Mannschaften mit hundert Prozent. Wie zu erwarten hat der TV Tegernsee 10:0 Punkte und muss in der sechsten Runde gegen die SF Brackel antreten, die ebenfalls 10:0 Punkte haben. Man kann die Prognose wagen, dass der Sieger höchstwahrscheinlich auch Deutscher Meister werden wird.

In Runde drei kam es zum Duell der beiden Spitzenspieler der U10-Meisterschaft, nämlich an Brett eins für Tegernsee Tingrui Shen gegen Konstantin Müller vom SK Münster. Diese beiden Spieler ragen deutlich aus dem Teilnehmerfeld heraus, wobei die Partie mannschaftsdienlich remis endete und damit der TV Tegernsee sich damit das 2,5 – 1,5 gegen Münster sicherte.

Das Verfolgerfeld mit 8:2 Punkten besteht aus dem SK Bad Homburg, dem SK Zehlendorf sowie den Schachfreunden Heidelberg.

Soweit zum schachlichen Teil. Kommen wir nun zu dem gesellschaftlichen Aspekt der DVM U10. Zuerst ein Lob an die Betreuer und Eltern, die zu fast 80 % nach Anpfiff der Runde den Saal verlassen und ihre Kinder alleine spielen lassen. Bis auf die bekannten Hardliner, die sich von den Brettern nicht trennen können. Zum Glück kam es aber zu keinen Vorfällen des Vorsagens oder der Beeinflussung. Auffällig ist bei diesem Turnier, dass die Kinder mehr auf ihr Können, als auf die Glücksbringer setzen. Wie Kristin als DVM-Fotografin anmerkte, fiel ihr auf, dass sehr wenig Plüsch- und Kuscheltiere an den Brettern stehen. Zu einem kuriosen Vorfall kam es in der fünften Runde, als ein Spieler aufgeregt zu einem Schiedsrichter lief und fragte, ob er auf Toilette gehen dürfte. Dies wurde natürlich bejaht. Der Spieler hingegen meinte er könne aber nicht, weil er den Knoten in seiner Hose nicht lösen kann. Daraufhin erlaubte der Schiedsrichter ihm, mit seinen Betreuern Kontakt aufzunehmen in der Hoffnung, dass diese das Problem lösen können. Da kein Malheur bekannt wurde, scheint dieses geklappt zu haben. Auffällig ist auch, dass sehr viel weniger falsche Züge geschehen, was dafür spricht, dass das Niveau angestiegen ist.

Natürlich kommt es immer noch vor, dass ein Springer wie ein Läufer zieht und die Schachgebote von langschrittigen Figuren übersehen werden. Es musste aber deswegen noch keine Strafe verhängt werden. Die begleitenden Eltern müssen teilweise große Qualen erleiden und haben Schwierigkeiten, ihre Nervosität in den Griff zu bekommen. Das wissen anscheinend auch die Kinder, denn heute in der fünften Runde meinte ein Junge als er gewonnen hatte und der Schiedsrichter ihn bat, erst einmal die Figuren aufzubauen und das Partieformular auszufüllen, dass er dies nicht machen könne. Denn er müsse zuerst seine Mutter informieren, dass er gewonnen hat. Der harte Schiedsrichter erlaubte dies jedoch nicht und bestand darauf, dass erst die Formalien erledigt werden müssen, bevor man jubeln in die Arme seiner Mutter laufen kann.

Am Nachmittag des zweiten Turniertages verbleibt nun Zeit zur Entspannung und einigen geselligen Spielen, bevor es dann in die zwei Schlussrunden geht.


Das U12-Duell zwischen dem SK Kelheim 1920 und dem SV Dresden-Striesen 1990 ging eindeutig zu Gunsten der Dresdener aus. 3,5 zu 0,5 ist ein eindeutiges Ergebnis, und mit einem genauso eindeutigen Sieg gegen den amtierenden U10 Meister, den Düsseldorfer SV, setzen sie sich erstmal auf dem ersten Platz fest.

Der SK Kelheim bringt heute zwei erstaunliche Ergebnisse zutage. In der Runde am Vormittag haben sie die SF Kornwestheim mit 3,5 zu 0,5 eindeutig besiegt, nur um dann am Nachmittag genauso vom SV Dresden-Striesen besiegt zu werden. Der SG Solingen gewinnt sowohl gegen den USG Chemnitz als auch den VSG Offenbach 3:1, und ist damit Mannschaftspunkte gleich mit Kelheim, Kornwestheim, Empor Berlin und Borussia Lichtenberg, die alle 2 Punkte hinter Dresden-Striesen liegen. Während Kornwestheim am morgen gegen Kelheim verliert, gewinnen sie gegen den SK Bad Homburg. Der SV Empor Berlin gewinnt am morgen 3,5 zu 0,5 gegen die Barnimer SF im SV Stahl Finow, und weniger eindeutig am Nachmittag gegen den TSG Oberschöneweide. Der SC Borussia Lichtenberg kassierte in der Morgenrunde ihr zweites Mannschaftsremis gegen den Hamburger SK, um dann knapp mit 2,5 zu 1,5 gegen den SV Walldorf zu gewinnen.
Damit steht der SV Dresden-Striesen aktuell auf Platz 1, aber ob sie ihre eindeutigen Ergebnisse in den nächsten drei Runden behaupten können, bleibt abzuwarten. Kelheim, Kornwestheim und Empor Berlin werden noch alles geben, um ihnen den Sieg streitig zu machen und sich auf dem Träppchen zu platzieren. Am Freitagmorgen erwartet uns das Duell zwischen dem SV Dresden-Striesen gegen den SF Kornwestheim sowie das Duell zwischen Borussia Lichtenberg und Kelheim. Der SV Empor Berlin spielt gegen die SG Solingen. Die Sieger dieser Matches haben hervorragende Chancen, auf einen Platz auf dem Siegertreppchen.


In der U12w ging heute die letzte weiße Weste verloren, als die Schachzwerge Magdeburg und die SchachAkademiePaderborn sich 2:2 trennten. Das Duell zwischen dem SC Weisse Dame und dem SK Bad Homburg gewann Weisse Dame mit 3,5 zu 0,5, die sich aber wiederum in der Runde darauf gegen die SchachAkademiePaderborn am Spitzentisch 1:3 geschlagen geben mussten.

Damit stehen sowohl die Schachzwerge Magdeburg als auch die SchachAkadmiePaderbon mit 7 Punkten an der Spitze. Der SC Garching schaffte es sich heute zweimal knapp  mit jeweils 2,5 Punkten gegen den FC Bayern München und den Düsseldorfer SK durchzusetzen. Heute wurden in der U12w insgesamt 7 Mannschaftsremis gespielt. Erfolgsgarantin der Spitzenreiter Schachzwerge Magdeburg ist Lotte Nönnig, die bisher vier Punkte aus vier Partien geholt hat.


Die U14 sah das Comeback des Favoriten. Der Lübecker SV musste in der ersten Runde ein 2:2 hinnehmen, pflügt seitdem aber durchs Feld. Heute besiegten sie zuerst das Schachzentrum Bemerode mit 3:1, bevor SG Porz in Runde vier mit einem deutlichen 3,5 - 0,5 bezwungen wurde. Justus Sommer machte in seiner Partie wunderbar vor, wie man seinen Gegner mit einem starken Freibauern einschnürt und diesen Vorteil mustergültig zum ganzen Punkt vollendet.

Seit dem Auftaktunentschieden holte Lübeck 10,5 von 12 möglichen Brettpunkten und wird aktuell unaufhaltbar. Trotzdem kann sich das in nur einer Runde ändern. Denn vier Teams verfolgen Lübeck mit einem Mannschaftspunkt Rückstand und warten nur auf einen Ausrutscher. Neben dem Schachzentrum Bemerode, das bisher nur gegen Lübeck punkte abgeben musste, stehen noch USV TU Dresden, USC Magdeburg und die Schachfreunde München mit sechs Mannschaftspunkten in Lauerstellung, wobei München und Magdeburg bisher auch noch unbesiegt sind. Magdeburg wird in Runde fünf im direkten Duell mit Lübeck versuchen, das Momentum der Schleswig-Holsteiner zu stoppen und weiterhin unbesiegt zu bleiben.


Aus vier Spitzenreitern in der U16w wurde einer! Nach vier Runden thront die SG Porz mit acht Mannschaftspunkten und zwei Mannschaftspunkten Vorsprung über der Konkurrenz. In Runde drei und vier konnten sie die direkten Konkurrentinnen des SC Garching und des Chemnitzer SC Aufbau'95 besiegen und sich auf diesem Wege die Spitzenposition sichern. Die Big Points beim knappen Sieg gegen Chemnitz sicherten Tamila Trunz und Irene Siegel in einem Match, das einem Marathon glich. Das Remis an Brett zwei wurde über 46 Züge ausgekämpft, an Brett drei ging der Kampf über 63 Züge. Tamila Trunz musste 58 Züge lang kämpfen, bis ihre früh gewonnene Qualität verwertet war. Irene Siegel ließ erst einen gegnerischen Freibauern ins Leere laufen, bevor sie ein Turmendspiel mit fünf gegen vier Bauern erfolgreich in 74 Zügen zum Sieg knetete.
Dahinter herrscht ein echtes Hauen und Stechen. Mit der SG Königskinder Hohentübingen, Chemnitz, SC Garching, SG Leipzig und ATSV Oberkotzau stehen fünf Teams bei sechs Mannschaftspunkten auf Platz 2 bis 6. In Runde fünf treffen die württembergischen Königskinder als bisher einziges ungeschlagenes Team neben Porz auf ebenjene, während die anderen Verfolger in direkten Duellen um den Anschluss an die Porzer und die Medaillenränge kämpfen.


Ist der SC Noris-Tarrasch Nürnberg in der U16 auf dem Weg zum Titel? Nach vier Runden mit 100 Prozent der möglichen Punkteausbeute stehen die Chancen jedenfalls hervorragend. Im Spitzenduell der vierten Runde gegen die SF Brackel spielten die ersten drei Bretter Remis. So blieb es Corentin Ronsin überlassen, mit den schwarzen Steinen am vierten Brett die Dominanz des Läuferpaares zu demonstrieren und den ganz ganz wichtigen Big Point zum 2,5-Sieg einzufahren, der Nürnberg vorläufig die alleinige Tabellenführung beschert.

Die Schachzwerge Magdeburg sind mit sieben Mannschaftspunkten aber dicht dahinter und werden morgen früh im direkten Duell versuchen, die Nürnberger von der Spitze zu verdrängen. Mit zwei knappen 2,5-Siegen haben sie sich am zweiten Tag erfolgreich in die Verfolgerposition gekämpft.

Mit sechs Mannschaftspunkten werden die SF Brackel und Doppelbauer Kiel an Tisch zwei darum kämpfen, Anschluss an die Spitze zu halten.


In der U20 konnte der Hamburger SK 1830 seine Serie weiter ausbauen. Mit einem 5.5-0.5 überspielten sie den SK Münster förmlich und behielten ihre 100% Siegesquote bei. Auch die SG Porz konnte die Mannschaftspunkte 5 und 6 einsacken, was sie jedoch einiges an Mühe kostete. Mit einem knappen 3.5-2.5 setzten sie sich gegen den SK König Plauen durch. Somit stand fest, dass die vierte Runde wie erwartet die Spitzenpartie zwischen Porz bereithält. Einen eher schwarzen Tag hingegen haben die Karlsruher SF 1853 erwischt. Nach der Niederlage in Runde 3 gegen KSV Rochade Göttingen (Veltheim) konnten sie nach einer 2-0 Führung auch den SV Königsjäger Süd-West nicht bezwingen.
In der Spitzenpartie in Runde 4 war es zwischen Hamburg und Porz lange spannend. Beim Stand von 2.5-2.5 konnte Robin Gallasch von der SG Porz den Angriff seines Gegners Michael Kotyk durch ein Qualitätsopfer neutralisieren und in der Folge die Partie gewinnen. Dadurch hat die SG Porz nun ihr eigenes Schicksal in der Hand. Zwar springt ein gutes Pferd nur so hoch, wie es muss, dennoch sollten sie sicherheitshalber eine Schippe drauflegen. Der HSK hingegen bekommt ordentlich Druck seitens des SK König Plauen, gegen den sie in Runde 5 ranmüssen. Der SK Lehrte darf währenddessen die SG Porz herausfordern.


In der U20w setzt die SG Solingen ihren Lauf fort. Nach dem 3.5-0.5 gegen den SC Kreuzberg konnten sie auch den SK Kelheim 1920 mit 3-1 schlagen und stehen somit derzeit unangefochten an der Spitze. Der SK Nordhorn-Blanke konnte sich mit zwei 3-1 Siegen gegen den Lübecker SV 1873 und die VSG 1880 Offenbach weiter heranpirschen und trifft morgen auf die SG Solingen. Erwähnenswert ist, dass es mit Yaroslava Sereda und Rosalie Werner zwei Spielerinnen an Brett 2 gibt, die derweil 4/4 Punkten aufweisen können. Auch Ornella Falke an Brett 1, Sarah Fetahovic und Luise Hallfarth an Brett 4 sowie Sophia Hoffmann, Katja Frowein an Brett 3 können diese Quote aufweisen.

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