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Nicht so panisch wie bei einer Apokalypse, dafür umso spannender und lustiger!

Die Teilnehmenden

Im Spielsaal

Volleyball in Bestform ;-)

Hochgeistungssportler am Werk

Der Parkour

Am vergangenen Wochenende (13.-15.9.2019) fand in Heldrungen im Kyffhäuserkreis (Nordthüringen) mit der Schachokalpyse Now! das erste reine Schachvariantenturnier der Deutschen Schachjugend statt. Zwölf Teilnehmende aus Bayern, Hessen, Niedersachsen und Thüringen waren dabei, um Punkte bei den fünf einzelnen Turnieren für die Gesamtwertung des Schachwochenendes zu sammeln und vor allem Spaß zu haben. Betreut wurde das Wochenende von Dominik Wieber und Chiara van Lindt, die jederzeit den Kindern und Jugendlichen den Spaß an den verschiedenen Varianten vermitteln konnten und auch selbst keine Scheu hatten hier und da ihre schachlichen Fähigkeiten mit den Teilnehmenden zu messen. Mit der Jugendherberge in Heldrungen, einer zur Jugendherberge modernisierten Burganlage umgeben von zwei großen Wassergräben, wurde auch ein super Ort zur Ausrichtung des Turniers gefunden, der zwar nicht so gut mit Auto und Zug erreichbar war, dafür aber mit mittelalterlichem Flair, tollen Zimmern und Sonnenschein aufwarten konnte.

Am Freitagabend startete das Turnier nach ein paar Kennenlernspielen mit einem Klassiker und den Schachvarianten: Überraschungsschach! Zunächst war in dieser Variante lange Rita Nizamova das Glück hold, ehe sie von ihrem Vereinskameraden Tom Behringer in der letzten Runde ausgebremst wurde, wodurch auch Leonid Löw auf die beiden aufschließen konnte. Daher gab es im ersten Turnier drei Erstplatzierte und natürlich viel Diskussionsbedarf über die vermeintlich unfairen, aber vor allem lustigen Zusatzregeln. Doch, weil diese sich nach einiger Zeit abkühlten, mussten es am Abend mit Diskussionen außerhalb des Schachs weitergehen und die Werwölfe zogen nach Heldrungen ein, ohne ihren Konflikt mit den Dorfbewohnern jedoch gewinnen zu können.

Am nächsten Morgen ging es ausgeschlafen mit dem zweiten Variantenturnier weiter, diesmal stand Chess 960 auf dem Programm. Natürlich gab es für die Sieger und Zweitplatzierten des Vorabends ein kleines Zeithandicap, was Tom in den ersten vier Runden jedoch nicht zu stören schien. In der 5.Runde fing er sich jedoch eine Niederlage gegen Pavel Mimkes ein, da wurde das Zeithandicap bei der komplizierten Grundaufstellung doch zu groß. Also gab es auch hier mit Pavel und Tom wieder zwei Sieger. Nach dem Mittagessen stand draußen auf dem Rasenplatz der Burg die nächste Runde an: Parkourblitz. In Dreierteams mussten die Teilnehmenden einen kleinen Parkour durchlaufen, ehe sie am Brett einen Zug ausführen durften. Am schnellsten und besten lief und zog hier das Team mit Leonid, Antal Mimkes und Eric Langer. Das schöne Nachmittagswetter wurde noch einem kleinen Volleyballmatch genutzt, ehe es wieder nach drinnen zum vorletzten Turnier des Wochenendes gehen sollte. In diesem wurde Kommando-Würfelschach gespielt, alle 10 Sekunden musste ein Zug mit einer vorher zufällig bestimmten Figur gemacht werden. Vielfach gab es so Favoritenstürze, aber am Ende standen mit Rita und Leonid zwei bereits bekannte Gesichter auf dem ersten Platz. Auch am Samstagabend gab es ein spannendes Abendprogramm: erst eine Bootstour auf dem Wassergraben und anschließend ging es wieder ans Werwölfeln. Glücklicherweise wurde niemand beim Rudern nass, aber die Werwölfe konnten zum ersten Mal die Dorfbewohner aus Heldrungen verdrängen.

Sonntag war dann das Finale des Wochenendturniers angesetzt. Im letzten Turnier wurde Hand-and-Brain (auch als Ansageschach bekannt) gespielt. Zweierteams spielen gemeinsam an einem Brett, wobei ein/e Spieler*in immer die Figurenart ansagt, die der/die andere ziehen muss. Bei dieser Schachvariante war erneut Antal vorne mit dabei, aber auch Mathilda Niederdorfer spielte ein starkes Turnier, sodass beide schließlich hier den ersten Platz belegten. Doch wer hatte die Gesmatwertung gewonnen, es wurde sehr spannend, da es bei den einzelnen Turnieren viele verschiedene Sieger*innen gegeben hatte. Doch Leonid war in jedem Turnier vorne mit dabei und entschied so die Schachokalypse knapp vor Rita und Tom für sich. Aber natürlich gab es auch für die anderen Teilnehmenden Preise in Form von kleinen Chessys, T-Shirts, Kartenspielen, Tassen und Armbändern mit Schachmotiven.

Allen Teilnehmenden hat es sehr viel Spaß gemacht und ich habe bislang von niemanden gehört, dass er bei einer Wiederholung der Varanstaltung nicht gerne wieder dabei wäre. Vielen Dank auch nochmal an Chiara und Dominik für die Organisation der Varanstaltung und sonst bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Endzeitstimmung auf dem Schachbrett!

 

Tom Behringer

 

 

 

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