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| Jugendaustausch

Japanaustausch - aus der Sicht des Gruppenleiters

Gruppenleiterexkurs:
Wenn Jugendleiter Langeweile haben oder wie kommt man eigentlich dazu regionaler Gastgeber zu werden? Nun ja, die Mannschaft kostet auf der DVM mal wieder die Bedenkzeit voll aus und man kommt so mit den DSJ Vertretern ins schwätzen. Als fleißiger Leser der Homepage liest man natürlich immer wieder von den tollen Aktionen der tatkräftigen DSJ´ler und man quatscht so über dieses und jenes, irgendwann Japanaustausch, ich glaube es lief dann irgendwie so in der Art ab:

DSJ: „Hey, das ist echt eine ganz tolle Sache, was ist mit euch, wär das nicht mal was?“

ich: „Ach, weißt du, ich glaube das ist eine Nummer zu groß für uns, wir sind ja nur ein kleiner Verein mit ein paar Ehrenamtlichen, wer soll sich denn darum kümmern…“

DSJ: „Kein großes Ding, es gibt dafür verschiedene Budgets und den Kids macht es einen riesen Spaß!“

ich: „Liest sich ja schon immer toll, grundsätzlich Lust hätte ich schon, aber die Zeit, Gasteltern finden, das ist schon eine ziemlich große Verpflichtung, ich weiß nicht so recht...“

DSJ: „Hier ist die Adresse von Julian, super Typ, melde dich doch einfach mal bei ihm und hör dir an wie es so abläuft, ich glaube wir bräuchten noch einen Verein für nächsten Sommer.“

Gesagt, getan, einfach mal eine Mail an Julian Schwarzat geschickt und erste Bedenken adressiert, welches Budget braucht man und was bekommt man von wem? Welche organisatorische Pflichten hat man (Visas organisieren u.ä.)? Wie soll man denn als eigenständiger Schachverein in den Sommerferien auch ein Sportangebot in den Zeitplan integrieren? Welche Infos bekommt man vorab über die japanischen Gäste um geeignete Gastfamilien zu finden? Ist mir das wirklich 5 Tage Jahresurlaub wert? Darüber hinaus denkt man natürlich die ganze Zeit darüber nach welche Risiken man als Verein damit eingeht, was ist wenn was nicht klappt, werden wir den kulturellen Erwartungen eines guten Gastgebers aus japanischer Sicht gerecht, wieso um alles in der Welt muss ich einen festen Zeitplan (inkl. detaillierter Uhrzeiten) schon 7 Wochen vorher abgeben und soll mich dann nach Möglichkeit auch noch genau an die angegebenen Uhrzeiten halten, was ist wenn der Bahn kurz vor den Sommerferien einfällt eine Bahnstrecke zu sanieren die ich fest eingeplant hatte, wieso bekommen ausgerechnet wir auch noch für 2 Tage Besuch von der japanischen Leitungsdelegation, wollen die mich kontrollieren, was kommt da nun noch zusätzlich auf mich zu... Fragen über Fragen, ein schier unüberwindbarer Organisationsberg baut sich vor dem inneren Auge auf, oh Schreck! 3x tief durchatmen, der ein oder andere Verein hat´s doch auch schon hinbekommen, wie oft durfte ich als Jugendlicher von der ehrenamtlichen Vorbereitung Ferienfreizeiten und Wettkampffahrten profitieren, wie cool war das doch immer und sahen unsere Betreuer wirklich gestresst aus? Ok, manchmal vielleicht, wenn wir´s mal wieder mit dem nächtlichen Tandemzocken übertrieben haben, spontan gemerkt haben das es um die Ecke einen Badesee gibt oder beim Schulschachpokal auf das bereits ablegende Schiff zur Siegerehrung gehüpft sind, aber sonst schienen die auch immer ihren Spaß zu haben. Also kann´s so schlimm wohl nicht sein ;-) Richtig, es war nicht schlimm, es hat richtig Spaß gemacht! Natürlich war der Anfang der Vorbereitung irgendwie komisch, aber klar, hab´s ja auch noch nie vorher gemacht, seltsam wenn man merkt das sich fast niemand im Januar festlegen will im August japanische Jugendliche aufzunehmen, die können doch nicht alle bei mir schlafen *Angstschweiß*. Alle anfänglichen Schreckgespenster haben sich mit der Zeit in Luft aufgelöst. Mit dem Budget bin ich prima hingekommen, jeder Gast hatte eine nette Gastfamilie, am allerschönsten war aber zu sehen wie sich die beiden Jugendgruppen in kürzester Zeit angefreundet haben, nach 1,5 Tagen dachte ich schon ich hätte mir das ganze Programm sparen können, 1 Raum, 15 Stühle und immer mal wieder etwas Verpflegung nachlegen hätte vollkommen gereicht ;-) Eine deutsche Gastfamilie hat die Japanreise im nächsten Sommer mittlerweile fest eingeplant, eine zweite Familie überlegt wann der richtige Zeitpunkt ist um die Flüge zu buchen und auch fast alle anderen Gastgeberkinder würden liebend gerne schnellstmöglich nach Japan reisen. Insgesamt war es nicht viel anstrengender als die Erstausrichtung eines Jugendturniers, aber man hatte mehr Spaß weil das Programm über 6 Tage ging, keine enttäuschten Kindertränen nach verlorenen Partien, keine „überehrgeizigen Elterndiskussionen“, dafür viele tolle Erfahrungen, süße Gastgeschenke und ein paar neue Freunde an die man sich lange erinnern wird. Mein Credo lautet dementsprechend: Einfach Machen!

 

Zusammenfassung:

kostbaren Jahresurlaub nutzen? reicht das Budget? ausreichend Gasteltern vorhanden? welche Risiken handel ich mir ein? Fragen über Fragen, aber letztendlich war´s wie als Kind der Zahnarztbesuch, vorher große Panik, dann tut´s gar nicht weh und man bekommt zum Abschied noch ein kleines Geschenk. Genauso war es hier auch, nur das es am Anfang, in der Mitte und am Ende Geschenke gab, dazu kommt die unglaubliche Erfahrung zu sehen wie sich die Jugendlichen in so kurzer Zeit mit einer vollkommen fremden Kultur anfreunden. Dieser Scheinriese „Austauschorganisation“ war letztlich wie bei Jim Knopf der Herr Tur Tur ein äusserst friedliches Wesen vor dem man sich wahrlich nicht fürchten muss.  Einfach machen! Lautet meine Empfehlung, eure Jugendlichen werden es euch danken. Übrigens waren fast alle deutschen Gastgeberkinder 3-5 Jahre jünger als ihre japanischen Gäste und die Gruppe hat super funktioniert!

[Jan Goetz]

 

| Innovationstopf

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