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Erfolgreicher Schulschachkongress in Schwerin

Die Studie wird vorgestellt
Dr. Daniela Hoese Uni Rostock
Schach macht Schulnoten besser
Christian Goldschmid unterrichtet Kinder der GS Lankow
Methoden müssen selbst erprobt werden
Ehrung Ulrike Stark
Lernmaterialien müssen kritisch geprüft werden
Stärkung zwischen den Bausteinen
Auf Forschungsreise - Wer schafft es?
Von wegen "Bei Lehrern ist alles laminiert." ;-)

„Ab sofort wollen wir Deutsche Schachschule werden und Schach an unserer Schule stark ausbauen, so begeistert hat mich der Schulschachkongress, der mir so viele neue Anregungen mit auf den Weg gegeben hat“, sagte Achim Brunsbach von der Julia-Koppers-Gesamtschule Borken-Raesfeld, vollbepackt mit Schachmaterialien, die er für seine Schule erworben hatte, darunter natürlich der Methodenkoffer.

„Wir sind nach langer Zufahrt wieder gut in Augsburg angekommen und möchten es nicht versäumen, uns bei Dir und Deinem gesamten Organisationsteam zu bedanken. Wir waren das erste Mal in Sachen Schulschach unterwegs und waren restlos begeistert. Tolles Programm, tolle Organisation, eine wunderschöne Stadt… Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Wir wollen auf alle Fälle das nächste Mal wieder dabei sein, egal wo!!!“ Helmut und Andrea Micklitz

 

„Es war mal wieder ein richtig tolles Event!!! Ich möchte es nicht vermisst haben.“ Klaus-Peter Thronicke

 

Dies sind nur einige der begeisterten Stimmen der knapp 90 Teilnehmenden am 12. Schulschachkongress, der sehr erfolgreich von der Grundschule Lankow in Schwerin organisiert wurde.

Es gab ein vielfältiges Programm für alle am Schulschach Interessierten. Man bekam in 20 Workshops Anregungen für den Schachunterricht an seiner Schule, neue Materialien wurden vorgestellt, Trainingsmethoden ausprobiert, Schulschachstunden simuliert, sogar in der Sporthalle wurde aktiv gearbeitet, denn dort rief Björn Lengwenus zum „Schwitzen mit Schach“ auf. Schach kann halt mit allen Schulfächern gekoppelt werden.

Schach ist neben Sport eben auch ein Kulturgut und ein Bildungsangebot. Und gerade deshalb ist Schach in den Schulen gefragt und wird von immer mehr Schulen angeboten.

Auch deshalb war ein Höhepunkt des Kongresswochenendes die Präsentation der aktuellen Schachstudie der Universität Rostock. Zwanzig Jahre lang sprach und spricht man von der Trierer Schachstudie, demnächst wird man von der Rostocker Schachstudie sprechen.

Frau Dr. Daniela Hoese untersuchte wie damals in Trier zwei Grundschulen in Schwerin, eine vollkommen ohne Schach und die andere, die Grundschule Lankow, mit Schach als Schulfach. Die Untersuchungen in je einer Klasse lief über die vier Grundschuljahre mit vielen Befragungen und Tests der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse der Untersuchung, in deren Mittelpunkt die Fragen standen, wie sich Schach auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten auswirkt, wie auf die Konzentration, auf soziale Kompetenzen, auf die Gedächtnisleistungen und auf die mathematischen Fähigkeiten, liegen noch nicht alle vor, viele Daten müssen noch ausgewertet werden, doch schon jetzt kann gesagt werden, so Frau Dr. Hoese, dass der positive Einfluss von Schach auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler nachweisbar ist.

Eröffnet wurde der Schulschachkongress mit Reden des ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Sellering und des Oberbürgermeisters Dr. Rico Badenschier. Beide outeten sich als Schachspieler und konnten daher kompetent in ihren Reden Bezug nehmen auf das Schachspiel. Erwin Sellering stellte uns spontan seine Rede zur Verfügung. Zudem versprach er der Schulleiterin der GS Lankow, Hannelore Schulze, jedwede Hilfe, die sie benötige.

Überhaupt ist die Leistung der GS Lankow, wie sie Schach an der Schule entwickelt und in das Schulleben eingepflanzt hat, beindruckend.  Zu Recht erhielt Ulrike Stark, Lehrerin in der Grundschule und Motor der Schachaktivitäten, eine Ehrung von der SJ Mecklenburg-Vorpommern und sehr viel Dank und Applaus für ihre Arbeit. Von ihr war auch die Initiative ausgegangen, den Kongress nach Schwerin zu holen, und alle ihre Kolleginnen und Kollegen zogen mit.   

Auch an dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank an alle.

Erfreulich auch, das hatte man in Schwerin sehen können, wie die politische Unterstützung für Schach an Schulen steigt. Die Schachverbände müssen die Unterstützung nur nutzen. Beim Treffen der Schulschachreferenten wurde deutlich, dass sich das Schulschach in den Ländern sehr unterschiedlich entwickelt und der Kontakt zu Politik noch ausbaufähig ist.

Der nächste Schulschachkongress ist schon in Planung: Er findet statt vom 13.-15.11.2020 in Herford.

(Jörg Schulz)

Rede von Erwin Sellering zur Eröffnung des Schulschachkongresses 2019

Erwin Sellering

Attribution: Agnes Rogowski [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)]

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich finde, dieser Schulschachkongress ist eine schöne und wichtige Sache. Herzlichen Glückwünsch an alle, die daran mitgewirkt haben, dieses große Ereignis hierher zu holen und Gastgeber für engagierte Schachliebhaber und vor allem für Schachlehrende aus ganz Deutschland zu sein.

Das ist sicherlich ganz besonders auch den Landeskindern zu verdanken, die seit vielen Jahren hier bei uns eine hervorragende Arbeit leisten. Eine Arbeit, die auch weit über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung findet. Ich nenne beispielhaft für die vielen anderen Ulrike Stark, die als Schachlehrerin des Jahres 2017 ausgezeichnet worden ist oder Landesschulschachreferent Uwe Kollwitz.

Vielen Dank für Ihren großen Einsatz – in der täglichen Arbeit und auch in der Organisation dieses Kongresses. Herzlichen Dank.

Wichtig für die Entscheidung, den Schulschachkongress hier bei uns stattfinden zu lassen, war sicherlich auch die Bereitschaft der Schule, die Räumlichkeiten hier zur Verfügung zu stellen und in bewährter Weise alles zu organisieren, was Schüler, Eltern und Lehrer in herzlicher und freundlicher Atmosphäre zusammenführt und einen positiven Austausch möglich macht.

Liebe Frau Schulze, als Schulleiterin machen Sie das seit Jahren sehr erfolgreich in ganz vielen Bereichen, mit kulturellen Veranstaltungen genauso wie beim Sport – und dieses Wochenende eben im Schach. Schule als Ort der Begegnung, das ist Ihr großes Thema und da sind Sie wirklich beispielgebend. Vielen Dank dafür.

Die Landesregierung freut sich natürlich sehr darüber, dass dieser Kongress mit Teilnehmern aus ganz Deutschland hier bei uns stattfindet. Und die Ministerin hat dann eben mich als Schachspieler gebeten, sie heute hier zu vertreten und einige Begrüßungsworte zu sagen. Das tue ich natürlich sehr gern, auch wenn das mit dem aktiven Schachspiel bei mir schon sehr lange her ist. Als Minister und erst Recht als Ministerpräsident fehlt einfach die Zeit.

Aber natürlich möchte ich dem wichtigen Thema Schulschach gerne weiter meine Unterstützung geben.

Schulschach bedeutet ja nicht nur Schulung und Sichtung von Talenten, die später mal zu großen Spielerinnen und Spielern heranwachsen sollen. Wobei natürlich wie in jedem Hochleistungssport Spitzenspieler wohl nur werden kann, wer sehr früh systematisch trainiert und aufgebaut wird.

Aber Schulschach ist viel mehr als die Sichtung und Schulung von Talenten. Schach als Unterrichtsfach schult und trainiert viele Fähigkeiten, die Schülerinnen und Schüler nicht nur im Schach selbst brauchen, sondern sie auch in ganz allgemein wichtigen Fähigkeiten und Begabungen weiterbringt.

Dazu wird von der Uni Rostock morgen eine entsprechende Studie vorgestellt, die das sicherlich nicht nur belegen wird, sondern allen Schulschachpädagogen auch wichtige Hinweise geben wird, wie sich diese positiven Wirkungen noch verstärken lassen.

Für mich persönlich war Schach noch aus einem anderen Grund sehr wichtig und vielleicht sogar ein Stück lebensprägend. Und möglicherweise geht es dem einen oder anderen Schüler in Auseinandersetzung mit Schach genauso.

Jeder muss seinen Platz im Leben finden. Und wenn da nicht von Haus aus mit großer Selbstverständlichkeit die bestmöglichen Bedingungen gegeben sind, dann muss man besonders kämpfen, sich behaupten, ein gesundes Selbstbewusstsein aufbauen.

Dazu können natürlich gute schulische Leistungen hilfreich sein – wird aber oft, so war das jedenfalls damals bei mir, nur als uncoole Anpassung gesehen. Sport geht da schon weiter.

Für mich war Schach das Ding. Ein Kampf zu völlig gleichen Bedingungen. Geld der Eltern, Beruf des Vaters, Körpergröße – alles egal. Jeder hat 8 Bauern, König, Dame, sechs Offiziere. Alles gleich. Das hat mir sehr gefallen.

Und ich war der einzige Jugendliche in meinem Club. Ich habe in einer Erinnerung mit 15, 16 zwei Saison lang nichts anderes getan, als Schach zu spielen, in der Mannschaft, bei Turnieren, alles, was ich kriegen konnte. Und ich habe dabei immer gegen Erwachsene gespielt, alle Siege, die ich erkämpft habe, waren gegen Erwachsene. Ein tolles Gefühl. Da wächst das Selbstbewusstsein auf einer realen Basis. Da lässt sich berechnen, was passiert, welche Möglichkeiten man hat, was dem Gegner noch übrig bleibt.

Ich finde, Schach lehrt uns zwei ganz wichtige grundlegende Erkenntnisse, jedenfalls war das bei mir so. Und das waren dann auch die Erkenntnisse, die ich auf andere Lebensbereiche übertragen habe, sicherlich auch auf die Politik.

1.    Die richtige Strategie ist wichtiger als raffiniertes Taktieren. Strategie vor Taktik. Langfristige Überzeugungen vor kurzfristigen Vorteilen und kleinen Tricks.

2.    Wenn du gezogen hast, wenn du gehandelt hast, ist es passiert. Du kannst nicht zurück zu alten Stellungen, den früheren Verhältnissen. Du musst dazu stehen. Dann ist man gut beraten mit der alten Volksweisheit: „Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.“

Die Auseinandersetzung mit Schach hat mir viel gegeben. Das wünsche ich auch ganz vielen ihrer Schülerinnen und Schüler.

Liebe Kongressteilnehmer, sie alle sehen Schach als gute Möglichkeit zur Schulung wichtiger Fähigkeiten und als Beitrag zur Persönlichkeitsbildung.

Ich wünsche Ihnen allen einen guten und erlebnisreichen Kongress, der Sie auf diesem Weg weiterbringt und Ihre Liebe zum Schach weiter steigert.

Viel Spaß dabei.

Und lernen Sie, soweit möglich in der kurzen Zeit, auch unser Land und seine liebenswerte Hauptstadt ein wenig kennen und schätzen. Viele konnten ja bereits ein wenig die Altstadt, Schloss und unsere Plätze am Wasser erkunden. Wenn es Ihnen hier gefällt, erzählen Sie es weiter und vor allem, kommen Sie wieder, mit Familie oder Freunden und genießen Mecklenburg-Vorpommern für einen schönen Urlaub.

Viel Spaß hier bei uns

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