Zum Hauptinhalt springen
 
| Verband, Startseite, Sport

Stellungnahme zu den Nominierungskriterien für internationale Jugendmeisterschaften

In Riga sind Ende August die Europameisterschaften der Jugend ausgespielt worden.
Die Auswahl des DSB kann sich über einige gute Resultate freuen.
Höhepunkt aus deutscher Sicht war die Silbermedaille von Luisa Bashylina. Die Spielerin der SG Solingen gewann zuvor bereits die DJEM und wurde Europameisterin mit der U12-Mädchenmannschaft. Hierzu noch einmal meine herzlichen Glückwünsche!
Es gab auch andere gute und sehr gute Ergebnisse, und natürlich gab es auch Spielerinnen und Spieler, die ihre eigenen Erwartungen dieses Mal nicht erfüllen konnten.

Im Verlaufe des Turniers kam es sowohl bei den Vertretern des DSB aber auch bei der DSJ zu Nachfragen, unter welchen Kriterien die Qualifikation zu den internationalen Jugendturnieren erfolgt, weil einige Spieler, die in Riga an den Start gegangen sind, bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Jugend (DJEM) in Willingen keine Spitzenplätze belegt haben.
Da in Kürze auch die Jugendweltmeisterschaften stattfinden, möchte ich hierzu nachfolgend die Anforderungen erklären, um mehr Transparenz zu schaffen.

Die Nominierungskriterien findet man hier:  
www.schachbund.de/leistungssport.html
Grundsätzlich haben die beiden Erstplatzierten jeder Altersgruppe der DJEM das Recht als nominierte Spieler des DSB an der Welt- oder Europameisterschaft teilzunehmen, wobei der Meister oder die Meisterin wählen darf, ob er oder sie zu WM oder EM möchte. Der oder die Zweite „muss nehmen, was übrigbleibt.“
Diese Spieler müssen „nur“ die Reisekosten selbst tragen.
Als sogenannte „Selbstzahler“ dürfen alle Kaderspieler antreten, die unter den ersten 8 der DJEM platziert sind.
Spieler, die keinem DSB-Kader angehören, können bei besonders guten Platzierungen bei der DJEM (Einzelheiten sind in den Nominierungskriterien zu finden) ebenfalls als Selbstzahler antreten.

Eine weitere Möglichkeit besteht in den Altersklassen U8-U12 in den sogenannten „Performancenormen“. Wenn Spieler, die sich bei der DJEM nicht qualifiziert haben, in Turnieren nach der DJEM aber vor dem Nominierungsstichtag besonders gute Leistungen erspielen, können sie ebenfalls als Selbstzahler spielen.
Die DWZ-Grenzen sind bei der Sitzung der Kommission Leistungssport im Dezember 2017 angehoben worden. Zudem wurde die bis dahin bestehende Möglichkeit, solche Normen auch in Vereinsturnieren oder sehr schwach besetzten Turnieren zu erzielen, beseitigt.

In Ausnahmefällen lässt der DSB auch Kaderspieler in Altersklassen antreten, die ansonsten mit keinem Erst- oder Zweitplatzierten der DJEM beschickt werden können, da die berechtigten Spieler lieber beide an der WM oder beide an der EM teilnehmen wollen. Ebenfalls sind Ausnahmen möglich, wenn ein besonders starker Spieler in seiner Altersklasse gegenüber den anderen deutschen Spielern eine deutlich höhere Spielstärke aufzuweisen hat.
Diese Ausnahmen sind allerdings echte Ausnahmen und werden durch die Kommission Leistungssport sehr restriktiv gehandhabt.

Eine weitere Möglichkeit der Teilnahme besteht für sogenannte „FIDE-Akademien“, die in jeder Altersklasse je einen Teilnehmer als Selbstzahler nominieren können.
In Deutschland gibt es eine FIDE-Akademie, die in diesem Jahr drei Spieler zur EM entsandt hat. Der DSB hat hier keinen Einfluss darauf, ob eine FIDE-Akademie Spieler nominiert und wenn ja, wen.
Da diese Spielerinnen und Spieler in den Turniertabellen als Mitglied der Delegation ihres Herkunftslandes geführt werden, entsteht natürlich der Eindruck, als ob der DSB an der Nominierung mitgewirkt hat.
Dies ist nicht der Fall.

Ob man Kindern und Jugendlichen einen Gefallen damit tut, sie zu einer EM und WM zu schicken, wenn schon vorher feststeht, dass ein solches Turnier eine zu große sportliche Herausforderung darstellt, müssen Eltern und Trainer selbst beantworten.

Der DSB und die DSJ sind sich darüber einig, dass die DJEM die zentrale Qualifikationsmöglichkeit für internationale Nominierungen darstellt.
Bewusst haben wir uns bisher dagegen entschieden, es wie einige andere – teilweise große – Schachnationen zu handhaben und – gegen Zahlung einer entsprechenden Gebühr – jeden Spieler teilnehmen zu lassen.

DSJ und DSB stehen für einen kindgerechten Leistungssport.
Das bedeutet, dass wir auch bei sehr spielstarken Kindern und Jugendlichen deren Entwicklungsstand im Blick haben, aber eine WM und EM als eine leistungssportliche Veranstaltung sehen, für die man sich sportlich qualifizieren muss, um nach der Qualifikation sein Land bestmöglich am und neben dem Brett zu vertreten.

Ich bedauere die entstandenen Irritationen und kann gut nachvollziehen, dass der Eindruck entstanden ist, die Nominierung der Teilnehmer erfolge losgelöst von jeglichen Regeln.
Wie dargestellt ist dies nicht der Fall.
Hinsichtlich der Performancenormen scheint mir aber Nachbesserungsbedarf gegeben zu sein. Möglicherweise sollte hier vielleicht über eine Mindestplatzierung bei der DJEM nachgedacht werden.
Die Kommission Leistungssport wird sich dieser Frage auf der nächsten Sitzung annehmen.

Für weitere Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung, bitte aber bereits jetzt um Verständnis, dass keine Anfragen zu einzelnen Startern beantwortet werden.
Die Kinder und Jugendlichen haben ungeachtet der Art ihrer Qualifikation ihr Bestes gegeben.


Andreas Jagodzinsky
Referent für Leistungssport im DS
B

| Sport, DMTP, DMTP 2026, Startseite, Spielbetrieb, TOP Meldung

2. Auflage des Deutschen Mix-Teampokals U12

Vom 19. bis 21. Juni werden in der Jugendherberge Göttingen Vereins­teams aus ganz Deutschland zur zweiten Auflage des Deutschen Mix-Teampokals U12 erwartet. Wer holt sich den Titel 2026?

weiterlesen
| U8, Sport, Spielbetrieb

Gut besuchtes RKST in Hamburg

Am Wochenende 21./22.3.2026 hat die SchVgg Blankenese im Auftrag des Hamburger-Jugend-Schach-Verbandes erneut das Regionale Kinder-Schach-Turnier (RKST) ausgerichtet.

weiterlesen
| Nachrichten, Ehrenamtsförderung, TOP-Meldung, DJEM, Turnier, TOP Meldung, Sport, DEM, DEM 2026, Startseite

Praktikum bei der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft 2026 in Willingen

Du willst Schach einmal ganz anders erleben – nicht nur am Brett, sondern mitten im Geschehen eines der größten Jugendsportevents Deutschlands? Dann nutze deine Chance und werde Teil des Teams bei der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft 2026!

weiterlesen
| TOP Meldung, Jugendversammlung, Startseite, Verbandsinformation

Jugendversammlung 2026 in Magdeburg - Drei Tage Politik, Schach und ein paar Quarkkeulchen

Vom 6. bis 8. März traf sich die Deutsche Schachjugend in Magdeburg zur Jugendversammlung, um zentrale Entscheidungen für die Zukunft des Jugendschachs zu treffen. Neben wichtigen Wahlen, finanziellen Beschlüssen und strukturellen Weichenstellungen standen auch zahlreiche Anträge zur...

weiterlesen
| DVM 2026, DVM, Spielbetrieb, Sport, Startseite

DVM 2026: Kontingente

Die Kontingente für die DVM 2026 stehen nun fest.

weiterlesen
| U8, Spielbetrieb, Sport, Startseite

RKST U8 / U8w Mülheim – 14.3. und 15.3.2026

Am Wochenende des 14. & 15. März war Mülheim erneut das Zentrum des deutschen Kinderschachs. Mit 40 Teilnehmenden in zwei Turnieren das RKST erneut sehr gut besucht.

weiterlesen
| Startseite, Mädchenschach, Ausbildung, TOP Meldung

Mädchenschachpatent in Lübeck

Vom 13. bis 15. März trafen sich in Lübeck 14 Schachinteressierte zum Mädchenschachpatent, angeleitet von Laura Schalkhäuser und Jörg Schulz.

weiterlesen
| Ehrenamtsförderung, Ausbildung, Verband, Jugendaustausch, Startseite

Wir vernetzen uns: Regelmäßige Vernetzungstreffen + DSJ-Family-Whatsapp-Gruppe

Die Deutsche Schachjugend lebt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher in ganz unterschiedlichen Bereichen – in Arbeitskreisen und Arbeitsgruppen, im Vorstand, in Jurys oder durch verschiedene Beauftragungen. Mit der „DSJ-Family“ soll ein neues Format entstehen, das all diese Engagierten regelmäßig...

weiterlesen
| Mädchenschach, Mädchenschach, Startseite

Mut zum Zug: 32 Teilnehmerinnen beim Online-Turnier zum Weltfrauentag

Am gestrigen Internationalen Weltfrauentag fand auf Lichess unser Online-Turnier „Mut zum Zug“ statt. Insgesamt 32 Frauen und Mädchen nahmen teil und spielten 5 Runden im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 7 Minuten + 5 Sekunden Inkrement.

Die Spielstärke der Teilnehmerinnen war breit...

weiterlesen
| TOP Meldung, Ausbildung, Startseite

Lehrprobe unter realen Bedingungen – Prüfungswochenende in Münster

Am vergangenen Wochenende wurde Münster zum Schauplatz eines besonderen Moduls der C-Trainer-Ausbildung. Neun engagierte Teilnehmer:innen, die bereits das lehrreiche Schachtrainingspatent absolviert hatten, stellten sich nun der nächsten Herausforderung: der praktischen Lehrprobe.

weiterlesen