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| DEM 2018

Ehemalige Deutsche Meisterinnen und Meister - Was wurde eigentlich aus... Alexander Naumann?

Zur DEM 2018 wollen wir in der täglichen erscheinenden Meisterschaftszeitung „emanuel“ Spielerinnen und Spieler vorstellen, die es bei vorangegangenen Meisterschaften schon mal auf das höchste Treppchen geschafft haben. Heute geht es weiter mit Alexander Naumann.

In welchem Jahr und in welcher Altersklasse wurdest du Deutscher Meister? 

Ich wurde 1992 Deutscher Meister U15 in Bochum und 1997 Deutscher Meister U20 in Apolda.  

Welche Erinnerungen verbindest du mit dem Turnier, bei dem du den Titel errungen hast? Warst du zum Beispiel Topfavorit oder konntest du einen absoluten Überraschungssieg landen? 

Puh, das ist ja alles schon so lange her. 1992 war ich gemeinsam mit Martin Senff aus NRW favorisiert und konnte mich am Ende durchsetzen. Bei meinem Titel 1997 habe ich in der letzten Runde gegen Dan Florea aus Baden in massiver Zeitnot gewonnen und wurde nach Zweitwertung Deutscher Meister. 

Hast du Tipps für unsere diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie man Deutsche Meisterin bzw. Deutscher Meister wird (z.B. schachlich, psychologisch, Ausgleichssport…)? 

Das Wichtigste ist es, immer fleißig zu sein, auch während der Meisterschaft. Ausgleichssport ist definitiv gut, um den Kopf frei zu kriegen, und sollte nicht vernachlässigt werden. 

Wie ist dein weiterer schachlicher Werdegang verlaufen? Hast du deine Ziele aus der Jugendzeit erreicht? 

Ich wurde 1999 IM und dann 2005 GM. Insbesondere der GM-Titel war ein großes Ziel von mir. Leider bin ich bei den Jugend-Weltmeisterschaften immer ganz knapp am Podest vorbei geschrammt, eine Medaille war mir nicht vergönnt.  

Und wie ging es bei dir abseits des Schachs weiter? 

Ich habe Pharmazie studiert und arbeite heute als Apotheker in Wolfen, gemeinsam mit meinem Vater. Außerdem bin ich verheiratet und selbst stolzer Papa von zwei Kindern. 

Gibt es etwas, das du beim Schach wirklich „fürs Leben gelernt" hast, wie man so schön sagt? 

Beim Schach lernt man, Entscheidungen zu treffen und mit den Konsequenzen zu leben. Das ist eine Fähigkeit, die man auch abseits unserer 64 Felder sehr gut gebrauchen kann.

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