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1. Int. offenes U8-Tigersprung-Turnier in Weissenhorn/Bayern

Der Reiz des sechstägigen 1. offenen U8-Tigersprung-Turniers lag in der Mischung von Schachtraining und Freizeitprogramm. Unter Federführung von Nadja und Artur Jussupow, dir für Organisation, Turnier und Training verantwortlich waren, erlebten alle Teilnehmer, Eltern und Betreuer ein gelungenes und auch informatives Turnier – ergänzt auch durch die Beiträge von Walter Rädler (Vizepräsident DSB) und Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler.
Christian Erfle (Württembergische Schachjugend) sowie Bernhard Jehle (SV Jedesheim) organisierten das abwechslungsreiche Freizeitprogramm.
Der Spielort: Weissenhorn/Bayern
Die Stadt Weissenhorn liegt geographisch in der Mitte der Bayern und Baden-Württemberg verknüpfenden Region Donau-Iller im bayerischen Landkreis Neu-Ulm. In der Fuggerstadt bilden Mittelalter und Moderne einen reizvollen Kontrast. Seit über 20 Jahren ist die Schachakademie Jussupow in Weissenhorn beheimatet und so entstand die Idee, zusammen mit Bernhard Jehle vom nahegelegenen Verein SV Jedesheim, ein Turnier für Kinder unter acht Jahren (U8) durchzuführen.  Zusätzlich große Unterstützung boten Christian Erfle (Württembergischen Schachjugend) und Peter Przybylski (Schwäbische Schachjugend) an, der sich als Schiedsrichter zur Verfügung stellte.
Mit dem „Haus der Begegnung St. Claret“ (Claretiner-Kolleg) in Weissenhorn (Bild) konnte ein optimales Spiellokal gefunden werden. Das Jugendbildungshaus der Diözese Augsburg hatte genügend Platz, Unterbringung im Haus und Verpflegung waren sehr gut.
Die großzügigen Räumlichkeiten mit Tischtennis, Tischkicker und Billard sowie das große Außengelände mit Sporthalle, Fußball- und Grillplatz boten ideale Bedingungen. Besonderen Dank an den Hausleiter Bernhard Lämmle, der all unsere Wünsche hilfsbereit und unbürokratisch erfüllte.
Das Rahmenprogramm
Partieanalyse und Elterninformationen waren die zwei Hauptaspekte im Rahmenprogramm. Nach jeder Runde standen Nadja und Artur Jussupow zur Partieanalyse bereit und gaben wertvolle Tipps und Hinweise. Immer wieder erinnerte Artur daran, dass die Kinder manchmal noch zu wenig überlegen, beziehungsweise zu schnell spielen. Das ist der entscheidende Punkt, das Bewusstsein bei den Kindern zu wecken, dass sie durch Überlegen, halbe und ganze Punkte mehr erreichen können. Alle Kinder profitierten von der Analyse und traten hochmotiviert zur nächsten Runde an.
Der Vizepräsident des Deutschen Schachbundes Walter Rädler und der Bundesnachwuchstrainer  Bernd Vökler besuchten das Turnier und standen den Eltern Rede und Antwort.
Vorträge für Eltern und Betreuer:
21.07.    Drei Ebenen des Denkens (GM Artur Jussupow)
22.07. Schulschach und Fragen (Walter Rädler, DSB)
23.07. Die Tigersprung-Methode (GM Artur Jussupow)
24.07. Die Jussupow-Schachschule (GM Artur Jussupow)
25.07. Kaderstruktur und Fragen an Bernd Vökler, DSB)

Das Freizeitprogramm
Nach Partieanalyse und Kaffeepause startete am späten Nachmittag das Freizeitprogramm. Im „Haus der Begegnung“ gab es Räume mit Tischkickern und Tischtennisplatte. Bei schönem Wetter ging es auf die Sportplätze zum Fußball und bei schlechtem Wetter konnten sich die Kinder in der Turnhalle austoben. Zudem standen diverse Spiele aus dem Methodenkoffer  zum Ausprobieren und Spielen bereit.
Der erste Höhepunkt war am Samstagabend der Besuch der Schwabenbühne Roth- und Illertal in Illertissen. Auf der Freilichtbühne wurde das Märchen „Der kleine Muck“ von Wilhelm Hauff gezeigt – trotz Regenpause ein riesiger Spaß für Jung und Alt.
Eine Abordnung von zirka 20 Kindern, Eltern und Betreuern war mit dabei und ließ sich begeistern. Zum Abschluss gesellten sich die Hauptdarsteller: der Sultan, die Tänzerin Fatme und natürlich der kleine Muck zu den Kindern vom U8-Turnier.
Bei herrlichem Sonnenschein gab es am Dienstagabend ein Grillfest. Bei der Feuerstelle im großen Garten wurde Biertische aufgestellt und das Abendessen mit Bockwurst, Steak und Salat im Freien schmeckte allen.
Die Organisation
Viel Lob erhielt auch der 11-jährige Marlon Bock (SSV Vimaria Weimar), der mit seiner Mutter und seinem achtjährigen Bruder Leonas Bock (8. Rang) anreiste.
Als Schiedsrichterassistent von Peter Przybylski (Schwäbische Schachjugend) löste er alle Aufgaben mit Bravour. Manche Kinder haben bewusst gewartet, bis er an das Brett kam und die Fragen beantwortete.
Abschließend gilt der Dank allen Kindern, Eltern und Betreuern, die diese Veranstaltung bereichert und mit Leben gefüllt haben. Die Mischung aus abwechslungsreichem Rahmen- und Freizeitprogramm und ernsthaftem Schach hat bestens funktioniert.
Die Sieger
Sieger des Turniers wurde überlegen Arora Abhiraaj (SC Erlangen) mit überragenden 9 Punkten aus 9 Runden. Nicht bei all seinen Partien stand er auf Gewinn – aber er behielt immer die Ruhe und wartete auf die Fehler seiner jungen Gegner, die er dann souverän in volle Punkte ummünzte. Auf dem 2. Platz landete Yuxuan Meng (SV Walldorf) mit 6,5 Punkten, hauchdünn vor dem Drittplatzierten Hussain Besou (LSV Turm Lippstadt), ebenfalls 6,5 Punkte und gleiche Buchholzzahl, aber 0,25 Punkte Unterschied in der weiteren Feinwertung.
Die offene Baden-Württembergische U8-Meisterschaft war in das Tigersprung-Turnier integriert. In dieser Wertung holte sich Yuxuan Meng den Titel des Baden-Württembergischen Meisters. Auf den weiteren Plätzen folgten Luca Hanson Huang (SK Mannheim-Lindenhof) auf  Rang zwei Und  Julius Deiringer (SV Jedesheim), der den dritten Platz belegte.
Bei den Mädchen siegte Sofia Klonov (SK München Südost) mit fünf Punkten vor  Laura Huber (FC Ergolding), die vier Punkte erreichte. Beste Baden-Württembergerin wurde Isabella Bako (TSV Langenau) als Drittplatzierte bei den Mädchen.
Bei der Siegerehrung wurde Artur Jussupow von seiner Frau Nadja und Tochter Ekaterina unterstützt. Jedes Kind wurde mit einem Buch der Tigersprung-Serie belohnt, welches vorher ausgesucht werden konnte. Zusätzlich wurde eine individuelle Urkunde mit Foto am Schachbrett jedem Kind überreicht. Sehr gerne schrieb Großmeister Artur Jussupow eine Widmung mit Unterschrift in die Bücher. Alle Kinder waren stolz und hatten eine große Freude.


Christian Erfle und Bernhard Jehle

 

 

Endstand nach 9 Runden                           

1.

Arora, Abhiraaj

1420

 

SC Erlangen

9.0

49.0

2.

Meng, Yuxuan

1207

 

SV 1947 Walldorf

6.5

51.0

3.

Besou, Hussain

1410

 

LSV Turm Lippstadt

6.5

51.0

4.

Huang, Luca Hanson

1049

 

SK Mannheim-Lindenhof

6.5

49.5

5.

Hernando, Leonard

1143

 

SC Erlangen

5.5

49.0

6.

Dordevic, Tom

1057

 

Düsseldorfer SV

5.0

47.0

7.

Deiringer, Julius

1190

 

SV Jedesheim

5.0

45.0

8.

Bock, Leonas

958

 

SSV Vimaria Weimar

5.0

43.0

9.

Freude, Paul

1384

 

SV Empor Berlin

5.0

42.0

10.

Klonov, Sofia

983

W

SK München Südost

5.0

40.5

11.

Blodig, Vincent

1021

 

TV Riedenburg Sabt

4.5

47.5

12.

Wolff, Calvin

965

 

Heilbronner SV

4.5

46.0

13.

Middendorf,  Sven-Jonas

1101

 

SV Hellas Nauen

4.5

32.0

14.

Rudolph, Alexander

1080

 

SC Tarrasch München

4.0

39.0

14.

Specht, Emil Leon

848

 

Bielefelder SK

4.0

39.0

16.

Wang, Kaiwen

 

 

Hamburger SK

4.0

37.0

17.

Angrick, Otto-Nikolaus

985

 

MSA Zugzwang

4.0

34.5

18.

Huber, Laura

963

W

FC Ergolding

4.0

33.5

19.

Kobzar,  Alexandr

 

 

Moskau

4.0

30.0

20.

Bako, Isabella

852

W

TSV Langenau

4.0

27.5

21.

Lukes, Alexander

1079

 

SK Germering

3.5

37.0

22.

Klonov, Mihail

669

 

SK München Südost

2.0

32.5

23.

Grunert, Greta

663

W

SK München Südost

1.0

34.0

24.

Bauer, Laura Sophia

758

W

SC Postbauer-Heng

1.0

8.5

25.

Wolff, Charlie

 

W

Heilbronner SV

0.0

3.5

 

 

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