Zum Hauptinhalt springen
 
| Patentlehrgang, TOP Meldung

Vom Klotz zum Engagierten - Breitenschachpatent!

Breitenschachpatent der DSJ und WSJ in Stuttgart

Die Teilnehmer lauschen der Präsentation (Foto: Englert)

Es wurde eifrig diskutiert und Ideen ausgetauscht (Foto: Englert)

Die Gruppen stellten ihre Arbeitsergebnisse vor (Foto: Englert)

Walter Pungartnik macht Werbung fürs Breitenschach (Foto: Englert)

v.l.n.r. SVW-Präsident Armin Winkler, Jörg Schulz (DSJ), Katrin Häcker (WSJ), Malte Ibs (DSJ) und Walter Pungartnik, SVW-Breitenschach (Foto: Englert)

Was bedeutet Breitenschach? Wie bekomme ich Leben in den Vereinsabend? Diesen und vielen anderen Fragen gingen wir beim Lehrgang zum Breitenschachpatent vom 26. bis 28. Februar 2016 in Stuttgart nach. Die Deutsche Schachjugend und die Württembergische Schachjugend hatten uns zu diesem Pilotprojekt nach Stuttgart ins A&O Hotel eingeladen. Unter uns Teilnehmern waren Schachspieler aus dem ganzen Bundesgebiet angereist, aus Schleswig-Holstein, Bremen, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Württemberg.

Jörg Schulz, Malte Ibs (Deutsche Schachjugend) und Walter Pungartnik (Breitenschachreferent Württemberg) führten als Referenten durch das abwechslungsreiche Wochenende.

 

Was will Breitenschach?

In der Vorstellungsrunde am Freitagabend wurde klar, dass es ganz unterschiedliche Motive zum Besuch des Lehrgangs gab. Vom neu gegründeten ländlich gelegenen Verein mit geringem Budget, Schulschach-AG-Leitung, im Jugendschach stark engagiertem Klub bis hin zum Traditionsverein, der neue Perspektiven für das Vereinsleben sucht, reichte die Spanne.

Wir versuchten uns zuerst an einer Definition von Breitenschach. Breitenschach ist eine Säule der Vereinsarbeit neben dem Jugendschach und Leistungsport. Hierbei geht es um Angebote, die sich insbesondere an bislang nicht organisierte Schachspieler richten. Auch außerschachliche Angebote, Öffentlichkeitsarbeit und Seniorenangebote gehören hierzu.

 

Willkommenskultur

Deutlich wurde bei der Diskussion, dass wir als Vereine an einer Willkommenskultur arbeiten müssen. Gäste und potentielle neue Mitglieder an Vereinsabenden würden häufig entweder ignoriert oder überfordert. Ein Teilnehmer fand ein passendes Bild: Da fliegt manch einem Verein quasi eine gebratene Taube in den Mund und der Verein merkt das nicht einmal. Auch würden sich viele Vereine viel zu billig verkaufen, insbesondere beim Mitgliedsbeitrag. Gute Öffentlichkeitsarbeit und Breitenschachangebote gebe es nicht für umsonst. Den Abend ließen wir in geselliger Runde im American Restaurant Woody's ausklingen.

 

Der ideale Vereinsabend

In verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeiteten wir uns am Samstag dann Ideen und Programmpunkte für einen idealen Vereinsabend und ein Vereinsfest. Wie lässt sich ein solcher Abend koordinieren? Wie binde ich junge und ältere Schachspieler ein? Wie gestalte ich den Treffpunkt, so dass sich alle wohl fühlen? Damit das ganze nicht allzu abstrakt wurde, lockerten unsere Referenten die Themenblöcke durch zahlreiche Praxisbeispiele und Anekdoten auf. Manch ein Teilnehmer dürfte demnächst beispielsweise das von Malte vorgestellte Schwarz-Weiß-Turnier ausprobieren.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Auch das Thema Öffentlichkeitsarbeit kam nicht zu kurz. Wobei unter Öfentlichkeitsarbeit verstanden wurde, dass der Schachverein hinaus geht auf die Marktplätze, sich an Sportfesten beteiligt. Von den Beweggründen, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, über konkrete Ideen bis hin zu Versicherungs- und Haftungsfragen und einzuholenden Genehmigungen reichten die in Kleingruppen zu erarbeitenden Punkte.

 

Ehrenamtliche gewinnen, halten und fördern

Dann das Thema Ehrenamt: hier drückt vielen Vereinen der Schuh. Ehrenamtliche zu gewinnen, zu halten und zu fördern, Malte und Jörg zeigten uns auf, wie man es machen kann beziehungsweise besser nicht machen sollte. Keiner wünscht sich beispielsweise einen Klotz, also ein Mitglied, das Projekte verhindert oder ausbremst. Idealerweise suchen wir im Verein die Engagierten, die auch Mut zur Veränderung und Lust zum Ausprobieren haben. Da muss dann natürlich auch der Vorstand dahinter stehen. Manch ein ehrenamtliches Talent schlummert im Verein und wartet darauf, angesprochen zu werden. Insbesondere Jugendlichen werde zu wenig zugetraut. Malte gab uns hier etliche Tipps, wie man auch diese Gruppe im Verein einbinden kann. Ehrenamt braucht auch Anerkennung, nicht (nur) durch das Anstecken von Ehrennadeln. Weiterbildung dürfe auch nicht zu kurz kommen, sondern ist Teil der Wertschätzung unserer Ehrenamtlichen. Ob C-Trainer-Lehrgang oder eine Teilnahme an der DSJ-Akademie, die wieder im Sommer startet, Möglichkeiten gibt es viele.

 

Breitenschach in der Praxis

Am Sonntag ging es in der Schlussrunde um das Thema Breitenschach in der Praxis. Walter Pungartnik, einer der Pioniere des Breitenschachs, berichtete aus seinem reichen Erfahrungsschatz. Dabei betonte Walter, dass Breitenschach und Jugendschach Hand in Hand gehen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit des Breitenschachs und Jugendschachs in Württemberg bestätigen das. Neben Prominententurnieren, Teilnahme an Messen sind die Württemberg beim Stuttgarter Kinder- und Jugendfestival seit Jahren in der Öffentlichkeit präsent.

 

Breitenschach braucht einen längeren Atem

Walter schilderte neben Erfolgserlebnissen aber auch Stolpersteine und Misserfolge, die bei der Arbeit im Breitenschach lauern können. Kurze Erfolge darf man ohnehin nicht erwarten, belohnt wird aber, wer kontinuierlich in der Öffentlichkeit präsent ist. Schach-Treff-Aktionen, Schachrätsel am Demobrett bei Dorffesten, Simultan und Blitzschach seien Hingucker.

Wichtig ist eine Unterstützung des Breitenschachs durch das Präsidium des jeweiligen Landesverbandes. In Württemberg funktioniert dies hervorragend, so war auch der Präsident des Schachverbandes Württemberg, Armin Winkler am Sonntag mit von der Partie.

 

Fazit

Die Teilnehmer zogen zum Schluss des Lehrgangs ein positives Resümee: Gelobt wurden insbesondere die Arbeitsgruppen, in denen die einzelnen Themen "Vereinsabend", "Öffentlichkeitsarbeit" und "Ehrenamt" bearbeitet werden konnten. Vereinzelt wurde eine noch intensivere Arbeit zum Thema "Ehrenamtliche gewinnen/halten/fördern" gewünscht. Die Teilnehmer tauschten eifrig Erfahrungen und Ideen aus.

 

 

Die DSJ und WSJ versorgten uns mit reichlich Informationsmaterial, Skripten, Checklisten und Tipps, unter anderem auch zum Thema erfolgreiche und nachhaltige Pressearbeit. "Da nehmen wir einiges an Hausaufgaben mit", so Jens Herrmann vom SC 1868 Bemberg zutreffend.

 

 

Ein gelungener Lehrgang. Vielen Dank an unsere engagierten Referenten und die gute Organisation. Fortsetzung erwünscht!

 

Michael Englert

Schachfreunde Heilbronn-Biberach

 

 

 

 

 

 

 

| Nachrichten, TOP-Meldung, TOP Meldung, Schulschach, DSM

Schulschachmeisterschaften 2019 starten

Heute ist Schulschachtag. In Hamburg treffen sich wieder mehrere Tausend Schüler in der Barclaycard Arena beim Turnier »Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer«. Und in Berlin starten die Deutschen Schulschachmeisterschaften in drei der sechs Wettkampfklassen: WK II (U17), WK III (U15) und WK M...

weiterlesen
| Nachrichten, TOP-Meldung, Fairplay

Interview mit unserer Nationalen Spielleiterin Kristin Wodzinski

Kristin hat sich unseren Fragen zum Thema Fairplay gestellt. Themenschwerpunkte des Interviews war das Agieren als Schiedsrichterin bei unsportlichen Verhalten.

weiterlesen
| TOP-Meldung, Gesellschaftliche Verantwortung, Fairplay

Interview mit Cecilia Lange und Emmilie König

Auch mit unseren beiden Jugendsprecherinnen Cecilia und Emmilie haben wir ein Interview geführt. Schwerpunkte waren vor allem Fairplay in Vereinen und unter Jugendlichen.

weiterlesen
| Fairplay, Nachrichten, TOP-Meldung

Interview mit Ilja Zaragatski

Im Zuge unserer Fairplay-Mottowoche habe wir mit unterschiedlichen Personen aus der Schachwelt Interviews geführt. Inhaltlich ging es vor allem um ihr Verständnis und ihre bisherigen Erfahrungen mit Fairplay.

Den Anfang der Interviewreihe macht Großmeister Ilja Zaragatski.

 

weiterlesen
| Kinderschach, Jugendarbeit, Startseite

Anmeldung für das Kinderschachcamp U9 jetzt offen

Unsere Kinderschachcamp geht in die 10. Runde.
Das besondere an diesem Camp: die Mitreise der Eltern ist ausdrücklich gewünscht.
Während die Kinder mit Training, Wettkampfpartien und ein umfangreiches Rahmenprogramm beschäftigt sind, bieten wir beim Erwachsenenprogramm verschiedene Workshops zum...

weiterlesen
| Spielbetrieb, Startseite

Zentrale Endrunde der Jugendbundesliga in Lehrte

Anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums richtet der Schachklub Lehrte von 1919 e.V. die zentrale Jugendbundesliga Endrunde der Weststaffel am kommenden Wochenende, 18./19. Mai, in Lehrte aus. Zusätzlich zu der Liveübertragung aller (!) Bretter ist auch eine Livekommentierung der Partien von Lukas...

weiterlesen
| TOP Meldung, DEM 2019, DEM, DEM-Archiv, DEM 2018, DEM 2017

DEM: Freiplatzempfänger der 2. Runde

Mehr als hundert Freiplatzanträge sind beim Vergabegremium um die Nationale Spielleiterin, den Bundesnachwuchstrainer und den Beauftragten für Leistungssport eingegangen. Dabei war NRW der Spitzenreiter mit 19 Bewerbungen gefolgt von Sachsen mit 16, und Bayern sowie Hessen mit je 13 Anträgen.

 

Wir...

weiterlesen
| Startseite, DEM 2019

Jetzt für die Offenen Deutschen Juniorenmeisterschaften anmelden

Die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft ist für viele junge Schachspieler/innen das Highlight des Jahres. In diesem Jahr startet das große Turnier am 8. Juni. in Willingen. Für alle, die bereits ihr 18. Lebensjahr hinter sich gelassen haben, knapp an der Qualifikation vorbei geschlittert sind oder...

weiterlesen
| Öffentliche Auftritte

Schach in einem Zug - Bundesgartenschau in Heilbronn

Und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn unsere BUGA-Schachaktionen finden vor, bzw. in einem originellen, rustikalen ungeschminkten Oltimer-Waggon des Heilbronner Museumszugs, statt. Dieser Museumszug wird angeführt von einer mächtigen Schnellzug- Dampflok aus den 50-ziger Jahren, genau so...

weiterlesen
| Startseite, DEM 2019, TOP Meldung

DEM: Zweite Freiplatzrunde freigeschaltet

Noch bis 12. Mai werden Anträge online entgegengenommen

weiterlesen