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Freu(n)de und Tränen in Japan!

Plitsch-Platsch, Paddel links, Paddel rechts und Stopp! An unserem letzten Tag in Tagawa erwartete uns noch einmal ein umfangreiches Sportprogramm. Mit Hiro-san, unserem Betreuer in Fukuoka, gingen wir am Vormittag auf Kajakfahrt und lernten, uns mit Paddel geradlinig auf dem Fluss vor- und rückwärts zu bewegen. Erstaunlicherweise ist dabei niemand von uns gekentert! Zwar haben sich einige der Kajaks ab und an ineinander verkeilt und einmal tobte sogar ein kleiner Kampf mit einigen Paddeln, schlussendlich ist aber wieder jeder trocken an Land gekommen.

Nach dieser aufregenden Tour freuten wir uns bereits auf den nächsten Programmpunkt, denn auf uns warteten zahlreiche junge japanische Fußballtalente, um mit uns Sport zu treiben. Angefangen haben wir zunächst mit einigen Aufwärmspielen, etwa „Janken pon!“, dem japanischen Äquivalent zu „Schere-Stein-Papier“ nur mit mehr Bewegung. Nach einigen weiteren Geschicklichkeitsspielen versuchten wir uns schließlich im Fußball gegen unsere japanischen Mitstreiter. Gespielt wurde in zwei Teams, aus denen jeweils 4 Spieler auf dem Spielfeld gegeneinander antraten. Die übrigen Spieler bildeten mit ihren Händen eine Kette und mussten nur mit ihren Beinen ein Tor verteidigen, dass sich über die gesamte Länge der Spielfeldenden zog. Die Jüngeren und die Älteren waren dabei gleichermaßen gefordert und das Spiel endete schließlich denkbar knapp mit nur einem Punkt Unterschied mit einem Duell unserer Gastgeschwister.  

Zur Entspannung fuhren wir anschließend in den nahegelegenen Onsen Sakura, der uns nicht nur einen malerischen Ausblick in die Natur, sondern auch eine der wohl teuersten Toiletten in Japan inklusive Wasserfall und Piano bot. Schlappe 1.000.000 Yen hat deren Bau gekostet. Der Onsen selbst umfasst mehrere heiße Becken und wird ausschließlich nackt betreten. Nach Geschlechtern getrennt; versteht sich! Vor dem Betreten duscht man sich gründlich ab und kann anschließend in unterschiedlich temperierten Becken mal so richtig abschalten.

Damit neigte sich unser Aufenthalt in Tagawa auch schon dem Ende entgegen. Extra für uns kamen nochmal unsere Gastfamilien, unsere Betreuer und der Bürgermeister der Stadt Tagawa zusammen, um auf der Sayonara-Party unseren letzten Abend hier gebührend zu feiern. Mit reichlich Essen und noch mehr Reden wurden wir tränenreich verabschiedet. Dabei durfte natürlich auch unsere Gruppenpräsentation nicht fehlen. Schnell zogen wir unsere Morphsuits – Ganzkörperanzüge im Schachbrettmuster – über und präsentierten unseren Gastgebern bekannte Filmszenen der vergangenen Jahre einschließlich Musik. Das Spektakel gipfelte schließlich in einer Polonaise an deren Ende wir alle gemeinsam durch den Saal tanzten.  Und so endete schließlich unser Aufenthalt in Tagawa: Mit lauter strahlenden Gesichtern, der ein oder anderen stillen Träne und  einem letzten Erinnerungsfoto mit unseren Köchinnen.


 

Julian Schmitz, Annika Sauer

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