Zum Hauptinhalt springen
 
| Verband, Startseite

Deutschland ist Gewinner des„Chess Talents 2016“ in La Tour-de-Peilz

Zwischen dem 22.-24. April fand im malerischen  La Tour-de-Peilz in der Schweiz ein Vierländerkampf für Junioren statt. Die Stiftung zur Förderung des Jugendschachs in der Schweiz unter ihrem Präsindenten Lucas Brunner und Organisator George Bertola haben Jugendauswahlen aus Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz an den Genfer See eingeladen um sich in einem Rundenturnier mit Rückkampf zu messen. Für die Hinrunde waren Langpartien vorgesehen, die Rückrunde sollte im Schnellschach ausgetragen werden.
Die Mannschaften bestanden aus 6 Spielern, davon waren drei Spieler unter 18 Jahren und drei Spieler unter 14 Jahren, wobei in jeder Alterskategorie mindestens ein Mädchen teilnahm, also mindestens zwei pro Mannschaft. Die DSJ beauftragte Nikolaus Sentef (Baden) ein Team zusammenzustellen und in die Schweiz zum Vierländerkampf zu begleiten. Aus terminlichen und geographischen Erwägungen heraus einigte man sich, vielmehr eine „Süddeutsche“ Auswahl zum Turnier zu entsenden. Auf Anfragen an die Verbände von Baden, Bayern, Rheinland-Pfalz und Württemberg zeigte sich recht schnell, dass nur Baden und Bayern Spieler zur Verfügung stellen können. Letztendlich stellte der Badische Schachverband mit Paula Wiesner, Andrei Ioan Trifan, Adrian Gschnitzer, Christoph Grunau und Trainer Nikolaus Sentef fünf Teilnehmer, Bayern beteiligte sich mit Jana Schneider und Lorenz Schilay.
Ein Teil der Deutschen Delegation war mit dem Auto  angereist und ein Teil mit der Bahn. Erst am Abend des 22. April traf sich das Deutsche Team kurz vor Spielbeginn komplett in La Tour-de-Peilz.und es ging schon los mit der ersten Runde. Deutschland gegen Frankreich, gespielt wurde in einer Burg im Schweizer Spielmuseum. Wir starten von Rang drei mit einem Mannschaftsdurchschnitt von gut 2100 ELO. Die Franzosen sind an zwei gesetzt, haben im Schnitt 60 Punkte mehr als wir. Davor steht Italien mit einem Mannschaftsschnitt von knappen 2200 und Gastgeber Schweiz mit etwa 2000 Zählern auf dem vierten Platz. Kurz nach Spielbeginn hält in einem anderen Raum des Museums Jean-Michel Péchiné, Redakteur bei Europe Echecs einen Vortrag über die Geschichte des Schachs seit den Anfängen bis Heute. Das Turnier findet in einem stilvollem Ambiente mit kulturellem Rahmen statt. Direkt vor dem Fenster der Genfer See, dahinter ein Bergmassiv mit Schnee bedeckten Gipfeln.
Abgesehen davon, das Spiel läuft nicht. Frankreich bügelt uns 4,5 – 1,5
Kurz vor Mitternacht gehen wir geschlossen zum Hotel, keiner spricht über das Spiel, aber der Stachel sitzt. Morgen Früh geht es gegen die Schweiz, wir bereiten uns kurz auf die Gegner vor, mehr Seelenmassage als Vorbereitung, ein paar aufmunternde Scherze vom Trainer und ab ins Bett, es ist spät. Am zweiten Tag läuft es. Man sieht den Spielern den Ehrgeiz an, nochmal so ein Debakel wie gegen Frankreich ist nicht mehr drin.  4,5 - 1,5 gegen die Schweiz, nach einer kurzen Mittagspause geht es gegen Italien. Die Partien dauern lange. Die Spieler schenken sie nichts, seltene Remisangebote werden abgelehnt. Großmeister Yannick Pelletier hat ein Simultan gegeben und sieht jetzt zu. Unter seinen Augen gewinnt Deutschland knapp aber verdient 3,5 – 2,5. Die Zwischenbilanz ist gut. Da am Morgen Italien gegen Frankreich gewonnen hat, stehen Italien, Frankreich und Deutschland punktgleich mit vier Mannschaftspunkten da. Die Schweiz hat noch keinen Punkt. Im Laufe des Tages hatte man Gelegenheit sich etwas kennen zu lernen. Eine freundschaftliche, nette Atmosphäre ist entstanden. Ein Witz macht die Runde, alle Mannschaften sind auf dem ersten Platz, aber die Schweiz ist zweiter. Es ist nicht böse gemeint, etwas Mitleid mit den äusserst sympathischen Schweizern um Coach Markus Regez haben alle. Nach dem Spiel gehen alle Mannschaften ins Hotel. Ein feierliches Abendprogramm mit Buffet ist geplant. Der Museumsdirektor ist da, die Organisatoren halten kurze Reden, Pelletier und Péchiné auch. Alle Redner sind sich darüber einig, das die Welt nochmal ein Stück zusammengerückt ist und wir uns alle gut verstehen können und müssen. Den Satz des Abends sagt Großmeister Pelletier auf vier Sprachen: „Jede Partie zählt“ und ermutigt die Spieler jede Partie ernst zu nehmen und daraus etwas zu lernen. Nach den Reden wird das Buffet frei gegeben, das Essen ist köstlich.
Nach dem Essen ist schon wieder Zeit ins Bett zu gehen. Am nächsten Tag steht die Rückrunde im Schnellschach an. Die U14 Spieler fragen ob es eine Vorbereitung gibt. Klar, Blitzuhr raus, eine Blitzpartie gegen jeden, ab ins Bett.
Der letzte Tag bricht an. Nach dem Frühstück bringen wir das Gepäck zum Auto und checken aus. Das Rückspiel gegen Frankreich steht an. Es läuft besser als in der Hinrunde, wir schaffen ein Unentschieden. In der vorletzten Runde gewinnen wir gegen die Schweiz, Frankreich schlägt Italien. Ein Turniersieg Frankreichs zeichnet sich ab, doch wir werden gegen Italien alles geben und drücken den Schweizern die Daumen. In der letzten Runde gelingt die Sensation. Unsere ersten zwei Bretter Adrian Gschnitzer und Christoph Grunau gewinnen gegen die FIDE Meister Moroni und Lodici. Deutschland gewinnt 4 – 2 gegen Italien und die Schweiz holt sich den Ehrensieg gegen Frankreich, eine spontane Umarmung der Trainer Regez und Sentef war unvermeidbar.
Die Siegerehrung fand mit musikalischer Umrahmung durch das Quartett Balin statt. Es wurden die Mannschaften geehrt, aber auch die besten Einzelspieler. Bester Spieler war IM Bilel Bellahcene aus Frankreich und beste Einzelspielerin Paula Wiesner aus Deutschland mit jeweils 4,5 Punkten aus sechs Spielen.

 

 

 

Nikolaus Sentef

 

 

| TOP Meldung

Jussupow Schachschule - ein gemeinsames Projekt für den Leistungssport

Die Jussupow Schachakademie startet gemeinsam mit der Deutschen Schachjugend und dem Deutschen Schachbund ein neues Projekt zur Förderung besonders talentierter und schachbegeisterter Kinder. Und dem Namen "Jussupow Schachschule" sollen Kinder der Altersklassen U8 bis U10 zusammengeführt und...

weiterlesen
| Startseite, Jugendarbeit

jugend.macht.sport! - so wars

Im Rahmen des internationalen Deutschen Turnfestes veranstalte die Deutsche Sportjugend ein Jugendevent jugend.macht.sport!, bei dem sich verschiedenste Sportarten vorstellen konnten. Innerhalb der Pfingstwoche vom 3.-10.6. gab es in Berlin an der Messe und am Olympiastadion viele Mitmachaktionen....

weiterlesen
| Startseite, Anti-Doping, DEM 2017

#ALLESGEBENNICHTSNEHMEN

...heißt ein Projekt der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA)

Für die Zukunft des Sports. Für ehrliche Erfolge. Dafür hat die NADA die Initiative "ALLES GEBEN, NICHTS NEHMEN" ins Leben gerufen. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière und viele Profisportler unterstützen die Initiative der...

weiterlesen
| Innovationstopf, Jugendarbeit, Startseite

Interkulturelle kulinarische Schach-Olympiade der Athene-Grundschule prämiert

Innovationstopf: Projekt der Athene-Grundschule Berlin prämiert!

Die Schach-AG der Athene-Grundschule Berlin führte eine Interkulturelle-kulinarische Schach-Olympiade durch. Ziel des Projektes war es die interkulturelle Kompetenz der Schülerinnen und Schüler spielerisch schulen. Gerade in der...

weiterlesen
| DLM 2017, Startseite, TOP Meldung

Meldetermin zur Ländermeisterschaft naht!

weiterlesen
| DEM 2017

Den Live-Blog der Siegerehrung verfolgen

weiterlesen
| DEM 2017, Startseite

Chronik des gelaufenen Schachsinns

Das Turnier ist vorüber, die Sieger stehen fest - hier ein Kurzbericht der letzten Runde:


KIKA
Die Sieger unseres Einsteigerturniers dürfen natürlich nicht fehlen: Jannik Kieselbach (SK Lehrte / Niedersachsen) siegte mit 6,5 Punkten aus 7 Runden. Bestes Mädchen war Rubina Arnold (RW Neuenhagen /...

weiterlesen
| DEM 2017, Startseite

! Meister U14: Frederik Svane !

Lang dauerte die Partie am 2. Brett der U14, nun ging sie zu Ende. Deutscher Meister U14 ist nach seinem heutigen Sieg Frederik Svane (Lübecker SV, S-H). Er startete von Setzlistenplatz 1 und erreichte 7 Punkte. Herzlichen Glückwunsch!

weiterlesen
| DEM 2017, Startseite

! Meisterin U14w: Vitalia Khamenya !

Trotz drei Remisen zu Beginn des Turniers gelingt der Setzlistendritten und letztjährigen U12w-Meisterin Vitalia Khamenya (SK Gräfeling, BAY) am Ende der Sieg in der U14w. Mit 6,5 Punkten und der besseren Buchholz wird sie Deutsche Meisterin.

weiterlesen
| DEM 2017, Startseite

! Meister ODJM A: Jari Reuker !

Jari Reuker (SK Wildeshausen, NDS) besiegt nach 4,5 Stunden Spielzeit Akzhan Shopanov, einen unserer russischen Gäste, und sichert sich damit den Titel in der ODJM A. Herzlichn Glückwunsch!

weiterlesen