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| Mädchenschachcamp

Trainingscamp für Mädchen - 22 Mädchen erobern Burg Rabeneck

Trainingscamp für Mädchen · 01.-04.08.2015 · Pforzheim · Von Kristin Wodzinski

Im Rahmen der Mädchenbetreuerinnenausbildung der Deutschen Schachjugend wurden auch dieses Jahr wieder zwei Mädchencamps veranstaltet. Dabei fand eins in Göttingen (siehe Bericht „Melanie war netter als man das vorher erwartet hatte“) und das andere in Pforzheim statt. Ziel der Mädchenbetreuerinnenausbildung ist es, interessierte Mädchen und Frauen zu Betreuerinnen auszubilden. Das wird mittels eines theoretischen und eines praktischen Teils realisiert, wobei letzterer die Organisation und Durchführung eines Mädchencamps beinhaltet.

Während sich die angehenden Betreuerinnen und das Leitungsteam schon während des ersten Teils der Ausbildung kennengelernt hatten, kannten sich viele der teilnehmenden Mädchen noch nicht. Deswegen begann der erste Abend zunächst mit einer Auswahl an Kennlernspielen. Dabei stellten sich die Mädels so geschickt an, dass beim anschließenden Werwolf-Spiel alle Angeklagten bereits mit den richtigen Namen angeredet wurden.

Der nächste Morgen begann natürlich mit dem Frühstück. Doch danach ging es gleich zur Sache, denn die 22 Mädchen zwischen 6 und 15 Jahren traten gegen Melanie im Simultan an. Die letzten Partien dauerten über 4 Stunden und am Ende musste Melanie sogar ein paar Punkte abgeben. Elena und Jacqueline erreichten nach einer guten Partie ein Remis, Ilona konnte ihre Partie gewinnen und Lara lehnte ausversehen ein Remisangebot von Melanie ab (Sie hatte es wohl nicht richtig gehört ;-)) und verlor dann nach großem Kampf doch noch.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Burghof, startete die erste Runde des 2er-Team-Tuniers. Hierbei spielten immer eine stärkere und eine schwächere Spielerin in einem Team, so dass es nicht ungewöhnlich war, dass viele der Begegnungen 1-1 ausgingen.

Im Anschluss an das gemeinsame Gruppenbild begann dann die Schach-Rallye, bei der man an vier verschiedenen Stationen, jeweils vier Schachfragen beantworten musste. Weiter ging es mit einem Kondiblitz-Turnier auf dem Spielplatz und einer Schachfragen-Schnitzeljagd in der Jugendherberge.

Nach der 2. Runde des Team-Turniers, wurden Blumentöpfe künstlerisch bearbeitet. Dabei wurden Schachbretter- und Figuren, Chessys und vieles mehr gemalt. Der Abend klang beim gemeinsamen Werwolf-Spielen aus.

Der Montag startete mit einer Trainingseinheit für alle. Dabei wurden die Mädchen in drei Gruppen je nach Spielstärke eingeteilt. Es folgte die nächste Runde des Turniers und noch eine Trainingseinheit.

Am Nachmittag stand bei über 30°C Außentemperatur das ersehnte Highlight auf dem Programm - der Besuch des benachbarten Freibades. Da es noch sehr hell war, wurde das Abendprogramm mit der 4. Runde des Turniers eingeleitet, bevor wir uns danach auf den Weg zur „Ditzelwiese", einem Grillplatz direkt an der Nagold, machten. Dort angekommen, hatte Jörg Schulz bereits das Lagerfeuer entfacht und die Mädchen

Stöcke gesammelt, um Stockbrot zu machen. Auf dem Rückweg war es dann auch so dunkel, dass er dann auch tatsächlich zur Nachtwanderung wurde.

Der Abreisetag begann für alle mit einem kleinen Abschlusstest, den die Mädels mit Bravour meistern konnten. Es folgte die Abschlussrunde des Turniers, bei dem sich Ekaterina und Mara mit einem Schlussrundenremis durchsetzen konnten. Bei der anschließenden Siegerehrung konnten sich alle Mädchen tolle Preise in Form von T-Shirts, Tassen, CDs, Magneten und Postern aussuchen.

Die Feedbackrunde ergab, dass es allen Mädchen großen Spaß gemacht hat und sie am liebsten noch länger geblieben wären. Insgesamt also ein super Projekt, das die DSJ ins Leben gerufen hat, und welches auf jeden Fall weitergeführt werden sollte.

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