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Scheffner erhält viel Lob bei der Schach-WM

Der 15 Jahre alte Nordhorner besiegte bei dem Turnier für Menschen mit einer Behinderung drei höher eingeschätzte Gegner. Zudem sorgte er für eine Premiere: Er war der erste Teilnehmer mit einer geistigen Behinderung.

Große Ehre für das Nordhorner Schachtalent Jarno Scheffner: Bei der 2. Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderungen in Dresden erhielt der 15-Jährige für seine Leistungen den Ehrenpreis des Bundesministers des Inneren, Thomas de Maizière. Scheffner war der erste Teilnehmer mit einer geistigen Behinderung und wurde bei den abschließenden Siegerehrungen speziell ausgezeichnet.

Am Schachbrett überzeugte Scheffner, der bei dem Turnier von seiner Mutter Birgit sowie seinem Trainer und Lehrer Patrick Wiebe begleitet wurde, mit starken Leistungen und konnte sich am Ende über den 44. Platz freuen. Nach sieben Runden hatte er gegen Gegner aus Polen, Russland und der Schweiz insgesamt drei Punkte erkämpft. Dabei mussten sich drei zum Teil deutlich höher eingeschätzte Gegner dem kompromisslosen Spiel des 15-jährigen Spielers des SK Nordhorn-Blanke geschlagen geben. In der letzten Runde gelang Scheffner gegen den Russen Viktor Strekalovski sogar ein Sieg mit den schwarzen Figuren. Sein Kontrahent startete für die IPCA, den Weltverband für Menschen mit körperlichen Behinderungen, und hatte bei der ersten Auflage der Schach-WM für Menschen mit Behinderungen im Jahr 2013 immerhin den 20. Platz belegt.

Die Weltmeisterschaften wurden bis Sonntag im Dresdner Hotel „Wyndham Garden“ ausgetragen. 65 Schachspieler aus 14 Ländern kämpften in den Kategorien für Menschen mit Sehbehinderungen, Hörbehinderungen und körperlichen Behinderungen um die Weltmeister-Titel. Gesamtsieger wurde Topfavorit Alexej Smirnow aus Russland, der auch zur besten Mannschaft des Turnier gehörte. Nach Russland gingen auch zwei der drei WM-Siege in den einzelnen Kategorien.

Wenn es in zwei Jahren in Dresden zur dritten Auflage der Weltmeisterschaften im Schach für Menschen mit Behinderung kommt, will Scheffner wieder mit von der Partie sein – und dann eine noch bessere Platzierung erreichen.

Jarno Scheffner wurde dabei auch vom Förderverein Jugendschach gefördert.

 

Grafschafter Nachrichten Dresden. Der Bericht im Original gibt es hier.

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