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Jugendeuropameisterschaft - Tag 3

Jana Boehm

Diagramm Fieberg

Diagramm Kollars

Samuel Fieberg

Dimitrij Kollars

Charlotte Sanati

Luca Suvorov

Nathalie Wächter

Muetsch und Müdder

Ruben Kollberg

Reklamation, liebe Veranstalter. Hatten wir nicht ausdrücklich schönes Wetter bestellt? Kann man das in Kroatien nicht bitteschön erwarten? Pustekuchen - es hat sich zugezogen, inzwischen regnet und gewittert es. Heute mittag tummelten sich auf der Terrasse unseres Hotels noch die Schachspieler, inzwischen würden sich dort nur noch Wassersportler in ihrem Element fühlen.

Der Wetterbericht stellt erst für das Wochenende Besserung in Aussicht. Immerhin fällt es unseren Aktiven dann vielleicht leichter, Adrian Mikhalchishins Rat von der Eröffnungsfeier zu beherzigen, nämlich den Urlaubsaspekt des Aufenthalts hier nicht zu stark in den Vordergrund zu stellen. Nur eine schöne Erinnerung ist erst einmal das gestrige Fußballspiel, bei dem Bernd Vökler unsere U18-Spielerin Jana Böhm abgelichtet hat.

Die passionierte Tischtennisspielerin scheint sich hier jedoch eher zu fragen, warum der Ball so groß und wo der Schläger abgeblieben ist.

Konzentrieren wir uns also auf die Indoor-Sportart par excellence: Das Schachspiel. Da standen heute naturgemäß unsere beiden 100-Prozent-Männer Dmitrij Kollars und Samuel Fieberg im Mittelpunkt: Samuel traf mit dem Italiener Francesco Sonis erstmals auf einen höher gewerteten Spieler, während Dmitrij noch immer knappe 200 ELOs mehr als sein Gegner Nichita Morozov aus Mazedionien auf dem Konto hat. Beide mussten sich nach taktischen Schlägen mit einem Remis begnügen, wobei Samuel damit sichtlich zufriedener war.

In komplizierter Stellung stellt Samuel einen Bauern ein und kämpft anschließend ums Remis: 21.Df3? Sexd5! 22.exd5 Dxc2 Die Stellung bleibt allerdings sehr kompliziert, und tatsächlich konnte Samuel den halben Punkt verteidigen. (Fieberg,S - Sonis,F; 25th EYCC U14)

Deutlich ärger schlug es bei Dmitrij ein. Mit 13.h5? spielte Dmitrij etwas zu sorglos auf Angriff - vorsichtiger war es, erst 13.f3 einzustreuen. Sein Gegner entkorkte nun 13...Lg4!, spielte nach 14.f3 aber "nur" den zweitbesten Zug 14...Sxf3?!, wonach die weiße Stellung noch halbwegs in Ordnung war. 14...Txf3! wäre weitaus stärker gewesen. Nach der erzwungenen Zugfolge 15.gxf3 Lxf3 16.De1 Lxh1 besitzt Schwarz klaren Vorteil. 15.h6!? leitete nunstarkes Gegenspiel gegen den schwarzen König ein. Der Rechner weist aber auch auf 15.Sf2! hin. Nach 15...Se5 16.hxg7+ Kxg7 17.Lh6+ Kh8 18.Dd2 Lxd1 19.Lxf8 Dxf8 20.Dxd1 war der schwarze Mehrbauer angesichts der schlechten Königsstellung nicht zu verwerten.

Von unseren 1,5 - Punktlern schaffte nur Luca Suvorov ein Remis, Nathalie Wächter und Charlotte Sanati verloren ihre superscharfen Partien leider. Einen Überblick über alle deutschen Starter bietet Chess-Results unter der URL

Turnierseite

Hier wieder frische Bilder aus dem Turniersaal mit Dank an Raphael Müdder.

 

Bernd Rosen

Beauftragter für Leistungssport

 

 

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