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| Jugendaustausch

Japan, wir kommen!

Duschen im Sitzen, Schuhwechsel vor der Umkleidekabine oder die Ausfuhrgenehmigung für einen Bonsai - Diese und viele weitere kulturelle Besonderheiten wurden auf dem Vorbereitungsseminar unter die Lupe genommen und überraschen nun keinen der 8 Teilnehmer unseres Deutsch-Japanischen Simultanaustausches mehr. Die Jugendlichen trafen sich vom 11.-13. April in der Jugendherberge Essen um mit Christian Warneke und Eric Tietz fit für Japan zu werden. Birger Pommerenke hat seine Erlebnisse an diesem Wochenende zu einem Bericht verarbeitet:

 

Wer sich in letzter Zeit auf der Homepage der Schachjugend Schleswig-Holstein umgesehen hat, der weiß, dass es Julian Schwarzat und mich vergangenes Wochenende in den Ruhrpott gezogen hat. Diesmal nach Essen. Warum? Weil sich durch Engagement im Schach viele Möglichkeiten bieten. Und wir eine traumhafte dieser Möglichkeiten genutzt haben.

 

Für uns geht es im Sommer für knapp drei Wochen nach Japan - mit der Deutschen Schachjugend unter der Gruppenleitung unseres (bis vor kurzem noch) Bundesjugendsprechers Eric Tietz und unter der Flagge der Deutschen Sportjugend, deren Delegation gut 100 Teilnehmer stark ist. Dafür sind wir letzes Wochenende zum Vorbereitungstreffen der Schachjugend nach Essen gefahren. Doch wie bin ich auf diesen Austausch aufmerksam geworden? Als wir dieses Projekt auf unserer Homepage und unserer Facebookseite veröffentlichten, habe ich mich genauer darüber informiert und den Entschluss gefasst, dass ich unbedingt mit muss. Als dann  die DSJ in Lübeck tagte, habe ich Julian für die Sache begeistern können; bald entdeckten wir auch Anna-Lena Schramm als dritte aus Schleswig-Holstein auf der Teilnehmerliste.

 

Nun sind wir in Essen als Teilnehmer der Schachjugend zusammengekommen und unser Wochenende geleitet. Dieses umfasste diverse, für den Austausch essenzielle, Vorbereitungen. Es begann am Freitag zunächst mit Kennenlernspielen, doch schon bald ging es mit einem groben Überblick über den Austausch weiter. Dieser umfasst unter anderem eine Gruppenpräsentation, die wir an dem Abend anfingen vorzubereiten und gefühlt 500 Mal in Deutschland und Japan darstellen müssen. Wir entschlossen uns letztendlich für ein Theaterstück, welches den Schachsport in Verbindung mit der japanischen Kultur und Fairplay, dem Jahresthema der Deutschen Schachjugend, beinhaltet. Dieses wurde im Laufe des Seminars in den Pausen immer weiter geprobt und perfektioniert.  

 

Am Samstag wurde im Laufe des Tages jede einzelne unserer bestimmt 50 an die Wand geschriebenen Fragen von Christian beantwortet, der sich dabei auf seine Erfahrungen als Gruppen- und Delegationsleiter in den vergangenen 2 Jahren berufen konnte. So haben wir eine genaue Vorstellung des Ablaufs und wichtige Tipps und Hinweise erhalten. Bevor wir zur abendlichen Spielrunde ansetzten, haben wir noch die Zuständigkeiten für die Zeit zwischen diesem Seminar und der Vorbereitung durch die Sportjugend sowie der Reise geklärt. Zu denen gehören u.a. ein Regisseur für die Präsentation, mehrere Giftmanager und ein Gruppensprecher. Am Sonntag ging es dann nach einigen letzten organisatorischen Feinheiten und einem gemeinsamen Gruppenfoto über die Autobahn zurück in den Norden.

 

(Birger Pommerenke)

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