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Ein feuchtes Trainings- und Freizeitlager

Am Ende der Pfingstferien war es wieder so weit: 9 Jugendliche brachen zum viertägigen Trainings- und Freizeitlager der Schachunion auf. Die Jugendherberge in der Veste Oberhaus hoch über der Domstadt Passau war dieses Jahr der ausgewählte Standort. Jugendleiter Gisbert Wolfram hatte wieder ein abwechslungsreiches Programm aus Schachtraining, Sport und geschichtlicher Information zusammengestellt.

Der Schachteil behandelte alle drei Phasen einer Partie. Im Eröffnungsteil wurden die Antwortmöglichkeiten des Schwarzen im häufig gespielten Vierspringerspiel sowie die Behandlung des angenommenen Damengambits als Weißer besprochen. Für das Mittelspiel lernten die Teilnehmer, die Stellung zu beurteilen und Kandidatenzüge zu finden. Auch Taktikübungen  kamen nicht zu kurz. Im Teil Endspiele wurden Springerendspiele betrachtet. Etwas aufgelockert wurde der Lernabschnitt durch ein Blitzturnier. Der Abschlusstest am letzten Tag hat dann das Erlernte noch einmal abgefragt.

 

Dass das Freizeitprogramm wegen der sintflutartigen Regenfälle stark modifiziert werden musste, war bei der Planung nicht abzusehen. Mit Regenschirm und Anorak konnte die Stadtführung gerade noch absolviert werden. Unter dem Thema „Passaus Glanz und Elend“ erzählte Hofapothekerin Röttler im zeitgerechten Kostüm an historischen Orten von Passaus Hochzeit des Salzhandels auf Inn und Donau, vom Widerstand der Bürger gegen den Fürstbischof, dem Elend während der Pestepedemien und dem schließlichen Bedeutungsverlust  der Stadt, als der bayerische Herzog den Salzhandel an sich zog.

In den nächsten Tagen mussten sich die Aktivitäten wegen des anhaltenden Regens auf den Innenbereich beschränken, wo Tischtennis und Kicker zum bevorzugten Zeitvertreib zählten.

Mit Sorge konnten wir aus der Höhe der Festung das Ansteigen von Donau und Inn beobachten. Am Morgen des Abreisetags stand der Rathausplatz bereits unter Wasser und am frühen Nachmittag gelang es gerade noch auf weiten Umwegen um die Stadt den Bahnhof zu erreichen.

Im Bewusstsein, mit der Gruppe vier abwechslungsreiche Tage erlebt und Neues dazugelernt zu haben, aber auch froh, dem Hochwaser, das in den folgenden Tagen noch weiter stieg, glücklich entkommen zu sein, wurden die Teilnehmer am Sonntagabend von ihren Eltern wieder in Empfang genommen.

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