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| Schulschach, Patentlehrgang

Schach an der bayerischen Lehrerakademie in Dillingen

Unter dem Motto "Lust am Denken gewinnen- Begabte Schüler mit Schulschach und Knobeleien fördern" stand eine Fortbildung der bayerischen Lehrerakademie in Dillingen. 20 Grund-, Haupt-, Realschul- und Gymnasiumslehrer aus allen Regierungsbezirken Bayerns opferten ihr Wochenende und beteiligten sich an der vom Mettener Rektor Reinhold Hübl initiierten Fortbildung.

 

Mit Kurt Lellinger, dem Ehrenvorsitzenden der Deutschen Schulschachstiftung sowie Großmeister Artur Jussupow, einem der besten Trainer der Welt, holte man sich hochkarätige Referenten zu diesem Thema.

 

Kurt Lellinger wies auf die wissenschaftlichen Studien in Trier hin, die eindeutig beweisen, dass das Schachtraining die Schulleistungen positiv beeinflussen und hob Wert des Schachspiels für die Entwicklung des Kindes hervor. Anschließend beschäftigten sich die Lehrgangsteilnehmer noch mit Knobelaufgaben aller Art. Am Abend erläuterte die Schachikone Großmeister Artur Jussupow zwei seiner schönsten Partien, die er seiner Meinung nach jemals gespielt hat. Bei zwei Siegen gegen Iwantschuk opferte er viel Material, um dann im Königsangriff den Sieg davonzutragen.

 

Am zweiten Tag erläuterten Lellinger und Hübl in Gruppen, wie man eine Schulschachgruppe organisiert und welche Trainingsmaterialien es dafür gibt. Am Ende des Lehrgangs erhielten alle 20 Teilnehmer das Schulschachpatent verliehen.

 

Ein Ziel muss es sein, möglichst viele Lehrer mit dem Schachvirus zu infizieren, damit sie ihren Kindern das königliche Spiel näher bringen. Der Erwerb des Schulschachpatents sollte in Zukunft für einen engagierten Pädagogen selbstverständlich sein und zu seiner Ausbildung gehören. Diese Fortbildung war ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Hierzu wird im nächsten Jahr in Bayern eine Zusammenarbeit mit den Universitäten begonnen, damit schon möglichst viele Lehramtsstudenten das Schulschachpatent erwerben. Großes Lob gebührt dem Unterstützungsverein für Jugendschach in Bayern e.V., die die Fortbildung großzügig unterstützte.

 

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