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| Jugendaustausch

Vorbereitungsseminar Deutsch-Japanischer Jugendaustausch

Vom 25. bis 27. März fand in Fulda das Vorbereitungsseminar für die Regionalbetreuer und Dolmetscher des 38. Simultanaustausches statt. Überschattet von den aktuellen Ereignissen in Japan begann der Freitagabend nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde mit einer Diskussion über die Durchführung des diesjährigen Simultanaustausches. Die dsj sowie die durchführenden Mitgliedsorganisationen sehen keine Gefährdung, was die IN-Maßnahme betrifft, so dass diese in ihrer ursprünglich vorgesehenen Form, mit Berücksichtigung der Umstände für die japanischen Teilnehmer, durchgeführt wird. Sehr kontrovers wurde hingegen die diesjährige Out-Maßnahme diskutiert. Die Meinung reichten von sofortigem Absagen bis hin zu einer örtlichen Verschiebung des Austausches in den Süden Japans. Die dsj hat sich noch etwas Zeit erbeten, um die Entwicklung abzuwarten und wird ihre endgültige Entscheidung Mitte April bekanntgeben.

 

Am Samstagvormittag ging es vor allem um organisatorische Dinge, wie Meldefristen, Hinweise zum Ausfüllen erforderlicher Formulare und weiterführenden Informationen zum Thema Gender Mainstreaming. Während des Mittagessens reisten die Dolmetscher der IN-Maßnahme an und bekamen die Möglichkeit, sich mit dem ihnen zugeordneten Regionalbetreuer bekanntzumachen. Am Nachmittag folgten wertvolle Tipps der Projektgruppe Japan sowie austauscherfahrener Mitgliedsorganisationen, die Programmideen aus den vergangenen Jahren präsentierten, über die Einbindung von Sport, Kultur und Freizeit sprachen und eine Einbeziehung der Jugendlichen in die Projektplanung empfahlen. Schließlich fand noch eine kurze Brainstorming-Phase statt, während der die Teilnehmer angeregt wurden zu überlegen, wie das Jahresthema „Möglichkeiten des Engagements von Jugendlichen in der Gesellschaft“ den Teilnehmer des Austausches nähergebracht werden kann. Dieses Thema muss während des Aufenthaltes der Japaner in Deutschland zusammen mit den deutschen Jugendlichen diskutiert werden. Nach dem Abendessen folgte die praktische Übung „Interkulturelles Lernen“, um die Regionalbetreuer für die Kommunikation zwischen Gesprächspartnern unterschiedlicher Sprache zu sensibilisieren, bevor der Abend mit gemeinsamen Kegeln ausklang.

 

Sonntag schließlich wurde die Präsentation der dsj, die Organisationsstruktur der JJSA und der geschichtliche Grundriss des Simultanaustausches nachgeholt. Es wurde weiterhin auf Sitten, Gebräuche und das Verhalten der Japaner eingegangen, welche für den Austausch bedeutsam sind. Die Aufgabenstellung der Betreuer in Zusammenarbeit mit dem Dolmetscher wurde erörtert, die Bedeutung des Jahres 2011 für die seit 150 Jahren bestehenden Beziehung zwischen Deutschland und Japan herausgestellt und das Zentralprogramm in Frankfurt und Berlin kurz präsentiert. Das Seminar endete mit der Auswertung der Veranstaltung und einem gemeinsamen Mittagessen der Teilnehmer.

 

(Eric Tietz, Bundesjugendsprecher - 29.03.2011)

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