Da haben die Jugendlichen aus dem Schwabenländle ihren Erzrivalen am Halloweentag kräftig in die Kürbissuppe gespuckt: Gleich sieben "Buden" schenkten sie ihren liebsten Nachbarn aus Baden, die zudem mit einem DWZ-Schnitt von glatt 2000 als Topfavorit an den Start gingen, in der Vormittagsrunde ein. Damit sorgten die jungen Württemberger für klare verhältnisse im einzigen Bundesland mit zwei Schachverbänden. Aller Württemberger Spielfreude zum Trotz übernahm dagegen eine Mannschaft die Tabellenführung, die davor kaum einer auf dem Zettel hatte: Unter der Regie von DSJ-Vorstandsmitglied Malte Ibs gewann die Schachjugend Schleswig-Holstein kampflos 8-0 und ist damit erstmals Tabellenführer einer DLM. Alle anderen Vormittagsbegegnungen entschieden die Favoriten mal mehr, mal minder knapp für sich.
Am Nachmittag kam es mit dem Duell Matthias Dann - Jaroslaw Krassowizkij am Spitzenbrett der Paarung Württemberg (Jaroslaw) gegen Rheinland-Pfalz (Matthias) zum mit Spannung erwarteten Duell der momentan noch einzigen beiden Titelträger im Turnier. Momentan? Morgen, am allerheiligsten Feiertag des Novembers, erscheinen bekanntlich die neuen FIDE-Listen - und drei magische Buchstaben vor dem Namen der Badener Spielerin Alisa Frey: W, F und M. Alisas Mannschaft hat sich derweil von der Vormittagsschlappe erholt und fuhr ein ungefährdetes 7,5-0,5 gegen Nordrhein-Westfalen ein. Gleichzeitig stoppten die Titelverteidiger aus Hessen die schleswig-holsteinischen Senkrechtstarter (6-2), und wer die Partien zwischen Württemberg und Rheinland-Pfalz (3,5-4,5) betrachtet, weiß, wie zäh auf dieser Meisterschaft um jeden halben Punkt gerungen wird: Gleich zwei Begegnungen dieses Wettkampfes überschritten die 100-Züge-Grenze, eine davon wurde gar durch die 50-Züge-Regel entschieden. Auch Jaroslaw und Matthias trennten sich Remis.
Bis auf den Partieneingeber freuen sich also alle auf einen weiteren umkämpften Spieltag (Auslosung)!
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