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Jugendfreizeit der Schachfreunde Heidesheim e.V.

Bei den Schachfreunden Heidesheim e.V. mittlerweise fest etabliert – die jährliche Schachfreizeit in den Sommerferien, die in diesem Jahr 26 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 17 Jahren sowie sechs Betreuer in das Jugendgästehaus in Bad Neuenahr-Ahrweiler führte.

Vormittags mussten sich die Jugendlichen schachlichen Problemen stellen, während nachmittags meistens ein buntes Programm von Schachturnieren über Schwimmen, Wikinger Schach und Bogenschießen geboten wurde. Abends wurde auch Fußball gespielt, Mordfälle bei Black Stories gelöst, bei Halli Galli die Hände blau geschlagen, die kreativen Fähigkeiten bei Activity getestet und auch die Pokerrunden von jung bis alt durften wieder nicht fehlen.

Das Schachtraining stand ganz im Zeichen der Turmendspiele – gleich drei Gruppen mussten sich mit Philidor, Lucena, Karstedt Manöver, Vancura und anderen Endspielkniffen auseinandersetzen. Aber auch die Taktik kam nicht zu kurz. So brachte eine Gruppe das „Mühle“-Motiv so an den Rand der Verzweiflung, dass ihnen das Mühlespiel eine lange Zeit verhasst sein dürfte. Die stärkste Gruppe beschäftigte sich mit den Tigersprungbüchern auf 1800 und 2100 DWZ, während die Jüngsten das Springer-, Läufer- bzw. Turmdiplom beackerten.

 

Das einzige, was in diesem Jahr nicht wirklich mitspielen wollte, war das Wetter. So ermöglichte das Wetter nur am Dienstagnachmittag einen Besuch im Erlebnis-/Freibad. Hier wurden die Betreuer und älteren Jugendlichen wiederum stark gefordert und mussten sich den Tunkversuchen der Jüngsten erwehren.

Anschließend stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm – das Bogenschießen. Auf dem Gelände der Jugendherberge wurden vier Scheiben in ca. 10 Metern aufgebaut und nach einer Einführung in die Technik des Bogenschießens in drei Runden auf die Scheiben geschossen. Ein sinnflutartiger Regenguss und Gewitter ließen das Bogenschießen leider vorzeitig beenden und alle in die trockenen Räume des Jugendgästehauses flüchten.

Der zweite Schwimmbadbesuch am Donnerstagnachmittag viel wortwörtlich ins Wasser. Als Alternativprogramm wurde kurzfristig ein Juxschachturnier organisiert. Gespielt wurde in drei Gruppen mit jeweils acht Spielern. Die von den Betreuern gegebenen Befehle sorgten auf allen Seiten für wilde Protestrufe. Bereits sicher geglaubte Punkte konnten insb. durch den Befehl „Bretter drehen“ in letzter Sekunde noch verloren gehen.

 

Im Anschluss an das Juxblitzturnier fand zur Freude aller die Sonne den Weg durch die Wolken, so dass die Jungs sich beim Fußball ordentlich austoben konnten. Die Mädchen widmeten sich einer anderen Form des Schachs, dem Wikinger Schach. Hier waren Konzentration und Zielsicherheit beim Abwerfen der gegnerischen Holzklötze und zum Schluss des Königs gefragt. 

 

Am Freitag durften alle Jugendlichen ihr erlerntes Schachwissen in Tests unter Beweis stellen. Die Älteren zogen es vor, in einer Punktepartie den Großmeistern nachzueifern und möglichst viele Punkte zu sammeln. Anschließend stand das traditionelle Betreuersimultan auf dem Programm. An 24 Brettern gleichzeitig und mit wenig Zeit mussten sich die Trainer den Jugendlichen stellen. Früh konnten die Betreuer an den wichtigen Brettern remisieren und so die Niederlage gegen Thore gut verkraften, da die Jugendlichen die geforderten 5 Punkte nicht erreichten.

 

Direkt im Anschluss machten sich alle auf den beschwerlichen Weg durch die Weinberge und den Wald zu einer Grillhütte. Während die Betreuer den Grill anwarfen und für das leibliche Wohl sorgten, verkürzten die Jugendlichen die Wartezeit auf das Essen mit Pyramide. Die Fänger gaben hier keine gute Figur ab, denn in den meisten Fällen konnte die Pyramide wieder zerstört werden. Nach dem Essen stand das dritte und letzte Fußballduell der Betreuer/älteren Jugendlichen gegen die Jüngeren auf dem Programm. Die ersten beiden Duelle hatten die Jüngeren für sich entschieden, so dass die Betreuer Schadensbegrenzung betreiben mussten. Nach der regulären Spielzeit stand es 7:7, so dass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Die Torhüter machten es den Schützen auf beiden Seiten schwer – nur drei Schüsse fanden überhaupt den Weg an ihnen vorbei ins Tor. Den letzten und entscheidenden Elfmeter verwandelten die Betreuer/älteren Jugendlichen, was diese in Freudentaumel versetzte. Doch konnten sich die Jüngeren als Gesamtsieger auf dem Rückweg in das Jugendgästehaus feiern.

 

Nach der Ankunft in der Jugendherberge wurden auch endlich die Ergebnisse der Tests bekannt gegeben und den Jugendlichen die verdienten Diplomurkunden überreicht sowie die Sieger des Juxblitzes und Bogenschießens geehrt. Beendet wurde der Abend mit einer Kissenschlacht und einem Sturm der Betreuer auf die Zimmer der Jüngsten, in denen sich die heißbegehrten Süßigkeiten befanden – Endergebnis unklar.  

Nach sechs anstrengenden Tagen – mit sehr viel Spaß sowohl auf der Seite der Jugendlichen als auch der Betreuer - traten alle am Samstagmorgen die Heimreise an. Fortsetzung folgt im nächsten Jahr.

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