18. Deutscher Schulschachkongress
Workshop 27. – 29.11.2026

Organisation

Leitung
Jörg Schulz, Telefon (p) +49 1705 514752, Telefon (p) 0170-5514752, schulzjp@aol.com
Helge Frowein, Telefon (p) 0176 / 45 95 38 25, helge.frowein@deutsche-schachjugend.de
Förderer
Deutsche Sportjugend
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Veranstalter
Deutsche Schachjugend e.V.
Deutsche Schulschachstiftung e. V.
Unterkunft
ibis budget Hamburg City Ost

Materialien

Ausbildung

Übungseinheiten
Auf diese Veranstaltungen werden keine Übungseinheiten angerechnet.
Zertifikat
Teilnehmer erhalten kein Zertifikat für diese Veranstaltung, auf Wunsch aber eine Teilnahmebestätigung.

Organisation von Schach an der Schule, Vorstellung von Methoden, Didaktik & Lehrkonzepten in Form von Workshops


Liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Schulschachinteressierte, liebe Schulschachreferentinnen und -referenten, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindergärten, in Horten

die Deutsche Schachjugend e.V. und die Deutsche Schulschachstiftung e.V. laden zum 18. Schulschachkongress in die Stadtteilschule Alter Teichweg in Hamburg ein.

Auf unserer Reise durch Deutschland sind wir wieder in Hamburg, der Wiege des Schulschachs, angekommen.

Am Freitag beginnen wir traditionell mit einer Eröffnungsveranstaltung zum Thema „Was Schach alles kann!“ Zuvor kann man tagsüber an zwei Patentkursen teilnehmen und am Nachmittag Hamburg erkunden.

Am Samstag folgt der Kongress mit den Workshops zu den vielfältigen Themen des Schulschachs. Dabei haben wir uns bemüht die Vielfalt der Thematik abzubilden und neben bekannten Gesichtern auch neue Referentinnen und Referenten eingeladen. Wie im letzten Jahr erfolgreich erprobt, werden wir eine weitere Workshopreihe am Sonntag anbieten. bevor alle mit der Deutschen Meisterschaft der Lehrer:innen das Schachwochenende beenden können.

Am Samstag gibt es parallel zum Kongress ein Trainingsangebot für 50 Kinder und Jugendliche aus Hamburg.

Wir freuen uns, dass der 18. Schulschachkongress in der vielfach ausgezeichneten Stadtteilschule Alter Teichweg in Hamburg stattfinden kann. Eine Schule, die durch Björn Lengwenus und Jan Pohl geleitet wird.

Wir freuen uns über eine zahlreiche Beteiligung und einen tollen Kongress in Hamburg.

Helge Frowein, Schulschachreferent Deutsche Schachjugend e.V.
Jörg Schulz, 1. Vorsitzender Deutsche Schulschachstiftung e.V.

Informationen zum Schulschachkongress

Zielgruppen

Lehrerinnen und Lehrer, die Schach an die Schulen bringen möchten, oder bereits unterrichten, Leiter von Schach-AGs, Inhaber des Schulschachpatentes, Vereinsvertreter:innen, die einen Kontakt zu Schulen aufbauen möchten, beziehungs-weise schon Schach-AGs an Schulen betreuen, die Schulschachreferenten, -referentinnen aller Ebenen. Genauso aber auch Hortnerinnen und Hortner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindergärten, Vorschulgruppen.

Wo?

Kongressort Stadtteilschule Alter Teichweg, Alter Teichweg 200 22049 Hamburg

Wann und was?

siehe Zeitplan unten

Referent:innen

Bessie Abram, Anton Bakels (NL), Gerhard Bissinger, Uwe Brehm, Michael Busse, David Bordiehn, Herbert Eppinga (NL), Michael Franz, Helge Frowein, Manfred Grömping, Lothar Handrich (A), Andreas Hansch, André Hofmann, Björn Lengwenus, Melanie Lubbe, Dolf Meijer (NL), Harald Niesch, Walter Rädler, Laura Schalkhäuser, Harald Schneider-Zinner, Silke Schwartau, Patrick Wiebe, Rainer Woisin, Jürgen Walter, Anke Werner

Markt der Möglichkeiten

Treffpunkt der Schachschulen und Schulschach-AGs in Deutschland. Ausstellen, Austauschen, Abgucken! Kommerzielle Aussteller bitte bei Interesse vorab anfragen! Schachschulen aus ganz Deutschland können ausstellen.

Verkaufsstand

Ganztägig Verkaufsstand mit vielfältigem Lehrmaterial für Schulen und Kindergärten/Horte/Vorschulgruppen.

Kongressgebühr

75,00 € Normalpreis 35,00 € Sonderpreis für Schüler:innen Im Preis sind enthalten Frühstücksimbiss, Mittagsimbiss, Kaffeepause, Tagungsgetränke

Schachpädagogische Nacht

35,00 € (inkl. Büffet und Rahmenprogramm)

Unterkunft

ibis budget Hamburg City Ost Wandsbeker Zollstraße 25–29 22041 Hamburg Einzelzimmer 118,50 € / pro Nacht Doppelzimmer p.P. 66,75 € / pro Nacht Das Frühstück kann hinzugebucht werden für 13,50 €

Lehrerfortbildung

Der Schulschachkongress wird von vielen Bundesländern als Lehrerfortbildung anerkannt. Bitte selbst prüfen, welche Formalitäten im jeweiligen Bundesland erforderlich sind.

Stornobedingungen

Bei Absage nach der Meldefrist können seitens der Unterkunft Stornokosten anfallen. In diesem Fall kann der Teilnehmerbeitrag gegebenenfalls nicht oder nur anteilig zurückerstattet werden; bei noch nicht erfolgter Zahlung bleibt der Beitrag dennoch fällig.

Registrierung

Bitte bis zur unten genannten Meldefrist ausschließlich über das Anmeldeformular am Ende dieser Website (ganz nach unten scrollen!). Alle Teilnehmer:innen müssen ihre Teilnahme über einen per Mail zugesandten Link bestätigen. Die Zahl der Teilnehmenden pro Workshop ist begrenzt, entscheidend ist die Reihenfolge des Anmeldeeinganges.

Kontoverbindung

Überweisungen (der Kongressgebühr, Teilnahmegebühr an der schachpädagogischen Nacht, Hotelkosten) sind nach Erhalt der Anmeldebestätigung innerhalb einer Woche zu überweisen an:

Deutsche Schachjugend e.V. IBAN DE24 1005 0000 0191 0318 10 Landesbank Berlin, BIC BELADEBEXXX Verwendungszweck: Deutscher Schulschachkongress 2026 sowie Vor- und Nachname

Ausbildung

Der Lehrgang wird teilweise für die Trainer:innen-Ausbildung der DSJ anerkannt.

Für Freiwilligendienstleistende in der Trägerschaft der DSJ werden 2 Bildungstage anerkannt.

Zeitplan (Änderungen vorbehalten)

Zeit Programm

Sonntag, 15.11.2026

Meldefrist

Freitag, 27.11.2026

10.00​–17.00 Uhr Kinderschachpatent für Erzieher:innen und Hortner:innen mit Harald Niesch
10.00​–16.00 Uhr Schachlehrer:innenausbildung mit Walter Rädler
16.00 Uhr In Hamburg verlieben – ein Sightseeing Angebot
18.30 Uhr Get Together in der Stadteilschule Alter Teichweg
19.30 Uhr Eröffnungsveranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema „Was Schach alles kann!“

Sonnabend, 28.11.2026

09.00 Uhr Frühstücksimbiss
09.30 Uhr Eröffnung des Schulschachkongresses
10.15​–12.15 Uhr Schüler:innen-Training 1. Runde
10.15​–12.15 Uhr Workshoprunde 1
A1 Schachunterricht schon in der 1. Klasse? Na klar! (Laura Schalkhäuser)

Ab wann kann man mit Kindern Schach spielen, ihnen im Schach etwas beibringen? Laura Schalkhäuser zeigt in ihrer praktischen Arbeit am Montessori-Zentrum Schweinfurt, wo sie einen Kurs leitet, in dem Kinder der Kita zusammen mit Kindern der 1. Klasse Schach erkunden und spielen, dass man schon sehr früh anfangen kann mit Schach. Mit welchen Methoden, welchen Spielformen, das zeigt sie in ihrem Workshop. Laura Schalkhäuser ist aktiv im Kinder- und Schulschach und hat sehr viel eigenes Spiel- und Trainingsmaterial für diesen Bereich entwickelt.

B1 Berühmte (Schach) Trainer, Methoden, Führungsstile und Geschichten (Harald Schneider-Zinner)

Seit über 20 Jahren beschäftigt sich der Internationale Meister und Pädagoge Harald Schneider-Zinner intensiv mit Nachwuchs- und Spitzenschachtraining. Dabei begegnete er zahlreichen erfolgreichen Kollegen. In seinem Vortrag wird er Geschichten über „Ramesh und dem Tiger im Raum“ erzählen, über Dvoretskys Prinzip der „Erziehung zum Topspieler und zum ehrenhaften Menschen“, über Riblis Arbeitseifer, über Bresniks „Prinzipien der Leistung und des Erfolgs“ und über zahlreiche eigene Erlebnisse. Schneider-Zinner stellt Deutschlands Trainer des Jahres mit besonderen Leistungen im Kinder- und Jugendschach vor, erarbeitet mit der Gruppe im anschließenden Workshop Vor- und Nachteile von Führungsstilen und erstellt mit ihnen gemeinsam eine Liste mit den wichtigsten Prinzipien für ein leistungsorientiertes und pädagogisch wertvolles Kinder- und Jugendtraining. IM Harald Schneider-Zinner aus Österreich ist ein erfahrener Trainer, Pädagoge und Mentaltrainer.

C1 Die digitale Schachwerkstatt – Tools, Ideen für Schule und Training Von Fritz & Fertig und ChessBase Mobile bis ChessBase für Mac (Rainer Woisin)

Von Fritz & Fertig und ChessBase Mobile bis ChessBase für Mac Wie können digitale Angebote das Schachtraining in Schule und Verein sinnvoll unterstützen? In diesem Workshop machen wir eine Tour durch die digitale ChessBase-Welt, – von Fritz & Fertig über ChessBase Mobile und bewährte Trainingsangebote bis zur neuen ChessBase-Version für Mac. Wir zeigen Neuheiten und Klassiker, stellen praktische Anwendungen für Schulschachgruppen vor und geben Anregungen, wie Trainerinnen und Trainer digitale Werkzeuge im Unterricht und Training einsetzen können. Dabei geht es um spielerisches Lernen für Einsteiger ebenso wie um Training, Partienanalyse, Vorbereitung und die Arbeit mit Schach-Datenbanken. Ein praxisnaher Überblick für alle, die wissen möchten, was digitales Schachtraining heute für das Schulschach bieten kann. Der Workshop wird geleitet von Rainer Woisin. Er ist Geschäftsführer von ChessBase, im Schulschach in Hamburg groß geworden und Vereinsspieler.

D1 Die Bedeutung der Emotionskontrolle für den Erfolg im Schach und in der Schule (Jürgen Walter)

Menschen haben Emotionen, sie können Weinen und Lachen, aber von Bedeutung ist, diese Emotionen zu kontrollieren, denn es kann von Nachteil sein, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Zumal aufkommende Emotionen oft negativen Gedanken entspringen. Erkennt man seine Gedankenfehler, kann es gelingen diese zu regulieren und mehr positive Überzeugung in sein Tun zu bekommen. Durch den Einsatz eines Biofedbackgerätes wird der Einfluss von negativen Gedanken deutlich und es werden Möglichkeiten der Gedankenkontrolle in herausfordernden Schach- und Schulsituationen aufgezeigt. Jürgen Walter, Jg. 1955, Diplom-Psychologe, Sportpsychologe asp/BDP, Geschäftsführer der Jürgen Walter Beratungsgesellschaft mbH, Lehrbeauftragter der Universität Köln und der Psychologischen Hochschule Berlin, über 35jährige Erfahrung in Beratung, Coaching und Training von Führungskräften und Leistungssportlern. Sportlicher Hintergrund: Schach, Tischtennis. Verband der praktischen Sportpsychologie e.V.

E1 Unsere gelungene Rochade: Ehrenamt und Social Business in der Schachwerkstatt (Gerhard Bissinger)

Die Kinder der Grundschule Windmühlenweg zeigen am Brett, dass dieses Zusammenspiel von Ehrenamt und Social Business erfolgreich ist! Bei Training, Turnieren und Meisterschaften sind sie durch die unbändige Leidenschaft der Ehrenamtlichen begeistert mit dabei und spielen seit Jahren in der Spitze bei den Deutschen Grundschulmeisterschaften mit – gekrönt von Meister- und Vizemeistertiteln. Die Strategie des Social Business unterstützt den pädagogischen und schachlichen Erfolg – sie schafft die stabilen Strukturen, die unseren Ehrenamtlichen den Rücken freihalten, um sich ganz für die Kids einsetzen zu können. Gerhard Bissinger organisiert äußerst erfolgreich seit vielen Jahren das Schulschach an der Grundschule Windmühlenweg in Hamburg. Gründer der Social Business Stiftung.

F1 Der Einsatz von Prechess im Schachunterricht (Walter Rädler)

Im Kurs von Walter Rädler wird nur gespielt. Gespielt wird aber nicht Schach, sondern Spiele auf dem Schachbrett ohne Schachfiguren. Warum? Ein Dealer würde auf diese Frage mit Einstiegsdroge antworten. Ich habe das in der 1. Klasse ausprobiert, wir haben die ganze Zeit nur gespielt, die Kinder haben es geliebt und irgendwann haben wir dann mit Schach angefangen und es war einfach nur locker und spielerisch. Wenn sie auf einem Dorffest sind, können sie mit jedem Nichtschachspieler nach 15 Sekunden Erklärzeit ein schönes und interessantes Prechess-Spiel starten. Es wird den Teilnehmenden gefallen!

12.15​–13.30 Uhr Mittagspause, Markt der Möglichkeiten, Verkaufsstand
13.30​–15.00 Uhr Schüler:innen-Training 2. Runde
13.30​–15.30 Uhr Workshoprunde 2
A2 Mädchengruppe im Schulschach Gestaltung einer Schulschachstunde (Bessie Abram)

• Unterschiede im Training zwischen Jungen und Mädchen • Besonderheiten im Mädchentraining • Trainingsinhalte für Mädchen • Übergang in die „gemischten“ Gruppen • Zeit zur Beantwortung von Fragen Der Workshop wird geleitet von Bessie Abram. Sie ist in Hamburg die Streiterin für Schach mit Mädchen, aktiv im Schulschach und in der Jugendarbeit des Hamburger SK.

B2 Krafttraining für Kopfsportler?! (Michael Franz)

Unser Schachspiel gilt ja als Sport, obwohl Bewegung nur minimalst von Nöten ist. Neuere sportmedizinische Forschung zeigt aber, dass unsere Muskulatur weit mehr ist als „nur“ ein Motor, sondern ein riesiges Organ, ein „endokrines„ System. Bei hinreichender Muskelaktivität werden gehirnwirksame Botenstoffe ausgeschüttet, sog. „Myokine“, die sehr wohl für Denkleistungen, z.B. Konzentration von Bedeutung sind. Das spielt auch beim Phänomen „ADHS“ eine große Rolle. Wer lohnenden Schachunterricht anbieten will, erhält in diesem Workshop wichtige Hintergrundinformationen und kurzweilige, leicht umsetzbare Übungs-Tipps. Michael Franz ist DiplomTrainer & TrainerMentor des DOSB, lizenzierter Schach-, Handball- & LifeKinetik-Trainer.

C2 „Zoff am Brett Lösungsansätze bei Disziplinproblemen in der Schach-AG (Lothar Hendrich)

Wer kennt es nicht aus der Praxis. Eine:r stört immer und zieht die ganze Aufmerksamkeit des Schachlehrers auf sich. Lothar Handrich, Chef des Schulschachs in Österreich und ein erfahrener Pädagoge, zeigt schemapädagogische Ansätze zur Lösung von Disziplinarproblemen im Schachunterricht mit Kindern und Jugendlichen.

D2 Mentale Stärke im Schach (WGM Melanie Lubbe)

Beim Schach erleben Kinder alles: Sieg und Niederlage, Zeitdruck, Konzentrationslöcher und die Angst, Fehler zu machen. In diesem Workshop schauen wir gemeinsam darauf, wie wir Kinder mental so stärken können, dass sie mit diesen Situationen konstruktiv umgehen. U.a. wie eine hilfreiche Fehlerkultur aussehen kann, wie Kinder Selbstvertrauen aufbauen und lernen, mit Nervosität, Anspannung und Frust umzugehen. Die Referentin, WGM Melanie Lubbe, verbindet dabei ihre langjährige Erfahrung als Schach-Nationalspielerin mit ihrem fachlichen Hintergrund aus der Psychologie.

E2 Wie verbreite ich Schulschach in meinem Ort? (Helge Frowein & André Hofmann)

Ideen und Best Practices zur Verbreitung von Schulschach vor Ort – Schulen, Vereine, Institutionen – mit Beispielen aus Düsseldorf (André Hofmann, Mitglied im Arbeitskreis Schulschach der DSJ) und München (Helge Frowein, Schulschachreferent der DSJ). Wichtiges zu Vernetzung, Ansprechpartner, Events, Ressourcen, und Unterstützung.

F2 Schachparcours und Schachrallye – Wettbewerbe, die auch Schach-Laien ans Brett locken (Manfred Grömping)

Wettbewerbe, die auch Schach-Laien ans Brett locken. Wie bekommt man Menschen, die bisher wenig mit Schach zu tun haben, ans Brett? Mit kreativen Denk-, Bewegungs- und Geschicklichkeitsaufgaben, bei denen DWZ und Elo keine Rolle spielen! Ob Schachmemory, Schachkegeln, Schachboule oder Detektivschach – hier können sich Schachspieler und Schachneulinge auf Augenhöhe messen. Schachrallye und -parcours eignen sich für Vereins- und Schulfeste, Tage der offenen Tür, Ferienlager oder andere Veranstaltungen. Einzelne Stationen lassen sich auch ins Vereins- und Schultraining integrieren. Im Workshop werden verschiedene Mini-Spiele, Knobel-, Geschicklichkeits- und Bewegungsaufgaben vorgestellt, ausprobiert und gemeinsam weiterentwickelt. Die Teilnehmenden erproben die Stationen in gemischten Gruppen und erfahren, wie sich Schachregeln einmal ganz anders erleben und anwenden lassen. Mitmachen, ausprobieren und eigene Ideen einbringen ist ausdrücklich erwünscht! Manfred Grömping ist stellvertretender Schulleiter der Grundschule Raesfeld, die deutsche Schachschule in Gold mit Schach als Schulfach seit vielen Jahren. Er ist einer der kreativsten Schachpädagogen.

15.30​–16.00 Uhr Kaffeepause, Markt der Möglichkeiten, Verkaufsstand
15.30​–17.00 Uhr Schüler:innen-Training 3. Runde
16.00​–18.00 Uhr Workshoprunde 3
A3 Wie beteiligt man Eltern oder Großeltern beim Schulschach? (Silke Schwartau)

Die Beteiligung von Eltern oder Großeltern beim Schulschach und bei Turnieren ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für jede Schach-AG. Da Lehrkräfte oft wenig Zeit haben, können Eltern, Omas oder Opas der Kinder das Angebot entscheidend unterstützen und im besten Fall sogar ausbauen. Mein Workshop handelt nicht von bloßer Theorie, sondern ich berichte von meinen konkreten Erfahrungen. Dazu gehören schulinterne gemeinsame Turniere von Kindern und deren Eltern. Andere Angehörige haben bei der Organisation von gesunder Zwischenverpflegung und gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit wie Pressekontakte oder Fotos mitgeholfen. Presseberichte mit regionalem Dialekt zum Schulschach halfen mir dabei, dass sich vor allem ältere Menschen dort heimisch fühlten. Frauen, die als Kind einmal Schach gelernt, dann aber aus familiären Gründen nicht mehr spielen konnten und das bedauern, habe ich mit Hilfe einer Seniorenorganisation ans Schachbrett zurückgeholt. Nun spielen sie mit den Enkeln und stehen vor allem am Anfang des Schachlernens beim Üben nicht hilflos daneben. Bei regionalen Kulturveranstaltungen, z.B. der Finkenwerder Deichpartie, verbinde ich Kultur mit Schach und plötzlich spielten Menschen schulübergreifend gemeinsam mit Kindern Schach. Auch beim Aufbau von Schachbrettern, Sammeln von Spenden für Schachuhren oder gemeinsame T-Shirts sind Initiativen von Erwachsenen sehr wertvoll. Bei älteren Menschen kann Einsamkeit ein Thema sein und diese Zielgruppe freut sich häufig über eine Aufgabe, bei der sie tatsächlich auch gebraucht werden. Silke Schwartau ist in Hamburg im Schulschach aktiv und die Autorin des ersten Schachlehrbuches für Mädchen.

B3 Schach zum Schwitzen Schach in der Sporthalle mit allerlei Sportgeräten (Björn Lengwenus)

„Schach ist kein Sport, da man dabei nicht ins Schwitzen kommt!“, so die gängige Meinung. Wer diesen Workshop belegt, Sportschuhe und -kleidung wird empfohlen, kann bei einer der kommenden Diskussion über das Schwitzen beim Schach mitreden. Björn Lengwenus, der Vater von Fritz&Fertig, der Schachpädagoge schlechthin, entführt die Teilnehmenden in die Sporthalle und wird mit praktischen Beispielen, Übungen zeigen, wie man Schach nicht nur mit Mathematik, sondern auch mit verschiedensten Sportgeräten zusammenbringen und zusammen betreiben kann.

C3 „Einsatzmöglichkeiten von Lichess im Schachunterricht“. Uwe Brehm

Lichess hat in Windeseile den Schachmarkt erobert und ist als Spielplattform, aber auch als Lern- und Lehrplattform nicht mehr wegzudenken. Folgende Themen werden von Uwe Brehm, einem erfahrenen Pädagogen, erläutert und können von den Teilnehmenden ausprobiert werden: Gangart der Figuren, verschiedene Taktiken unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades, Mattbilder und Endspieltechniken, Eröffnungen und Auswahl von Kandidatenzügen, Partieanalysen und Erstellung von Studien, Generieren von Live- und Fernschachpartien online, Einrichtung von Teams und Klassen, Durchführung von Simultan-, Einzel- und Mannschaftsturnieren online. Es wird empfohlen ein digitales Endgerät mitzubringen und sich vorab bei Lichess einen kostenloses Account anzulegen.

D3 Wie umgehen mit Anfängerfehlern im Schach – aus psychologischer Sicht David Bordiehn

„Man muss am Anfang gar nicht lernen, ‚gut‘ zu spielen – man muss nur aufhören, ‚schlecht‘ zu spielen!“ Ausgehend von dieser simplen Erkenntnis aus der Begleitung unzähliger Schachanfänger stellt der Workshop kurz, knapp und unterhaltsam die häufigsten Fehler im Spiel und typische Fehlannahmen im Training vor – und zeigt klare, einfache Gegenstrategien auf. Dr. David Bordiehn leitet eine Schule mit Begabtenförderungsprofil und hat bereits unzählige Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu ersten Schacherfolgen begleitet.

E3 Ein Schulschachturnier organisieren Andreas Hansch

Dieser praxisorientierte Workshop vermittelt, wie ein Schulschachturnier von der ersten Planung bis zur fertigen Urkunde organisiert werden kann. Auf Grundlage von über zehn Jahren Erfahrung als Turnierorganisatoren zeigt Andreas Hansch einen erprobten Ablauf für inklusive Schulschachturniere mit Kindern unterschiedlicher Altersstufen und Voraussetzungen. Neben der Organisation und Durchführung eines Turniers steht insbesondere die digitale Auswertung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernen den kompletten Workflow von der Turniersoftware über die Datenaufbereitung bis zur automatisierten Erstellung hochwertiger Urkunden kennen.

F3 Schulschach-Spiele für Kinder und Jugendliche (Herbert Eppinga)

Herbert Eppinga aus den Niederlanden ist seit vielen Jahren als Schulschachtrainer, Ausbilder und Organisator im Kinder- und Jugendschach aktiv. In seinem Workshop stellt er eine Vielzahl von Schachspielen und spielerischen Methoden vor, die Kinder motivieren, ihre Konzentration fördern und den Zugang zum Schach erleichtern. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Übungen, die im Schulunterricht, in Schach-AGs und Vereinen direkt eingesetzt werden können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen abwechslungsreiche Spiel- und Trainingsformen kennen, die sowohl Schachanfänger als auch fortgeschrittene Kinder begeistern und zu mehr Freude am Lernen und Spielen beitragen.

18.00​–18.30 Uhr Ausklang, Feedbackrunde
20.00 Uhr Abendgestaltung

die traditionelle schachpädagogische Nacht mit einem geselligen Beisammensein mit Büffet und Rahmenprogramm und Acts der Stadteilschule Alter Teichweg.

Sonntag, 29.11.2026

08.30 Uhr Frühstücksimbiss
09.00​–11.00 Uhr Workshoprunde 4
A4 Schach im Kindergarten – ein Praxisbericht (Michael Busse)

Referent Michael Busse, bekannt durch den Podcast „Schachgeflüster“, gibt seine Erfahrungen aus vier Jahren Schachunterricht im Kindergarten weiter. Er berichtet von gelungenen Ansätzen, typischen Situationen mit den Kindern und Dingen, die er heute anders machen würde. Vorgestellt werden dabei auch Minispiele, mit denen Kinder spielerisch die Gangarten der Figuren lernen und zu Freunden des Schachs werden können. Wie hält man die Konzentration der Kinder hoch und vermeidet Ablenkungen? Wie geht man mit Trotz, Unlust und Konflikten um? Welche Regeln und Lernziele sind sinnvoll? Wie wichtig ist die Abstimmung mit den Erzieherinnen und Erziehern? Wie hält man Kontakt zu den Eltern? Und darf oder sollte man für Schachunterricht im Kindergarten Geld verlangen? Der Workshop gibt darauf keine rein theoretischen Antworten, sondern konkrete Anregungen aus der Praxis und bietet Raum für Erfahrungsaustausch.

B4 Schule mit Inklusion – Schach als Unter-stützung im Unterricht und Betreuungsangebote (Harald Niesch)

Der Workshop bietet Lehrkräften sowie Pädagoginnen und Pädagogen praxisnahe Anregungen, wie Schach sinnvoll in inklusiven Klassen, Lerngruppen und Betreuungsangeboten eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schach individuelles Lernen in heterogenen Gruppen unterstützt und dabei unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigt. Harald Niesch verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen im Kinder- und Schulschach, ist als Ausbilder vom Schulschachpatent und vom Kinderschachpatent aktiv. Inhalte des Workshops • Zusammensetzung heterogener Gruppen: Welche Lernvoraussetzungen, Bedürfnisse und Kompetenzen können in einer Gruppe vertreten sein? • Individueller Unterricht mit Schachaufgaben: Methoden und Beispiele für differenzierte Aufgabenstellungen. • Umgang mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen: Worauf ist bei der Planung und Durchführung zu achten? • Einsatz von Hilfskräften: Wie können unterstützende Personen sinnvoll eingebunden werden? • Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler: Wie lässt sich kooperatives Lernen durch Schach fördern?

C4 Vernetzung der Schachschulen (Helge Frowein & Anke Werner)

Der Schulschachkongress bietet jedes Jahr eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung. Doch wie kann dieser Austausch auch außerhalb des Kongresses weitergehen? Wie können Schulschachlehrkräfte ihre Ideen, Materialien, Erfahrungen und Methoden dauerhaft miteinander teilen und voneinander profitieren? Helge Frowein (Schulschachreferent der DSJ) und Anke Werner (Mitglied im Arbeitskreis Schulschach der DSJ) möchten gemeinsam mit den Teilnehmenden über Möglichkeiten einer stärkeren Vernetzung im Schulschach nachdenken. Ob Forum, Wiki oder ganz andere Formen des Austauschs – in diesem Workshop sollen Ideen gesammelt, Bedürfnisse diskutiert und Mitstreiter für eine gemeinsame Vernetzungsinitiative gefunden werden. Gemeinsam wollen wir überlegen, wie aus vielen einzelnen Erfahrungen ein lebendiges Netzwerk für das Schulschach entstehen kann.

D4 „Weiß zieht… Schwarz zieht und aus!“ Ein Ansage-Schachturnier (Lothar Hendrich)

Für alle, die vom Samstag erschöpft sind und genug Input an Inhalten bekommen haben und zugleich über eine interessante Turnierform etwas erfahren möchten, ist dieser Workshop des österreichischen Schulschachexperten Lothar Handrich gedacht: Ein Ansage-Schachturnier, 7 Runden mit Siegerehrung mit Medaillen und Urkunden.

E4 Freude am Schachlernen in der Schule mit „Plezier in Schaken“ (Dolf Meijer & Anton Bakels)

Dolf Meijer und Anton Bakels aus den Niederlanden sind erfahrene Schulschachpädagogen und die Entwickler der neuen Methode „Plezier in Schaken“ (Freude am Schach). Dieses Konzept stellt den Spaß am Lernen und Spielen in den Mittelpunkt und bietet Lehrkräften sowie Schachtrainern einen modernen und kindgerechten Zugang zum Schachunterricht. Im Workshop präsentieren die Referenten die Grundideen ihrer Methode, zahlreiche praktische Übungen sowie didaktische Bausteine für den Einsatz in Schulen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie Kinder durch abwechslungsreiche Aufgaben, Spiele und Erfolgserlebnisse nachhaltig für das Schachspiel begeistert werden können. Der Workshop richtet sich an alle, die Schach in der Schule motivierend, strukturiert und mit viel Freude vermitteln möchten.

F4 Spielnahe Wettkampf- und Trainingsmethoden für Schachgruppen (Patrick Wiebe)

Dieser Workshop ist für alle Kolleg:innen geeignet, die neue Trainings- und Wettkampfformen kennenlernen und ausprobieren wollen. Es werden Trainingsmethoden wie Simultan-, Beratungs- oder Testpartien erprobt und Ideen gegeben, für welche Trainingsinhalte sich diese Methoden besonders eignen. Zudem werden kleine Wettkampfformen und Spielideen wie Rutsch- oder Variantenturniere gezeigt. Diese Ideen zur abwechslungsreichen Gestaltung des Schachtrainings werden zudem gemeinsam reflektiert und die eigenen Erfahrungen zum Einsatz von Wettkampf- und Trainingsmethoden ausgetauscht. Patrick Wiebe ist Schulleiter einer Förderschule und ein über Jahrzehnte erfahrener Schachtrainer und Schachlehrer.

11.15​–14.30 Uhr Deutsche Lehrkräftemeisterschaft (separate Ausschreibung)

Kosten

Teilnehmer zahlen pro Person:

  • Teilnahmebeitrag

    einmalig 75,00 EUR, Überweisung im Voraus

Teilnehmer + Mitreisende zahlen pro Person:

  • Übernachtung ibis budget Hamburg City Ost (Einzelzimmer) nur für beide Nächte möglich

    täglich 118,50 EUR, Überweisung im Voraus
  • Übernachtung ibis budget Hamburg City Ost (Doppelzimmer p.P.) nur für beide Nächte möglich

    täglich 66,75 EUR, Überweisung im Voraus
  • Teilnahme an Schachpädagogischer Nacht

    einmalig 35,00 EUR, Überweisung im Voraus
  • Frühstück im Hotel

    täglich 13,50 EUR, Überweisung im Voraus

Der Veranstalter zahlt:

  • Rabatt für Schüler:innen

    einmalig 40,00 EUR, Überweisung im Voraus
  • Zahlungsfrist: bis zum 15.11.2026

Überweisungen auf das Veranstalter-Konto: Deutsche Schachjugend e.V., IBAN DE24 1005 0000 0191 0318 10 (Landesbank Berlin, BIC BELADEBEXXX) unter Angabe des Namens und des Stichworts »Schulschachkongress 2026 «

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Sonstiges

Spezielle Wünsche oder sonstige Angaben, Ernährung, bei Kindern: Medikamente, Allergien

Kosten
Teilnahmebeitrag: einmalig 75,00 EUR
für Übernachtungen

An- und Abreisetag zählen zusammen als ein Tag


Terminwünsche
Option 16:00 Uhr
Option 10:15 Uhr
Option 13:30 Uhr
Option 16:00 Uhr
Option 09:00 Uhr

Mitreisende

Ggf. erforderliche Kosten für Mitreisende werden nach Abschicken der Anmeldung zur Auswahl angezeigt.Mitreisende müssen bei der Anmeldung von mehreren Teilnehmern nur einmal mit angemeldet werden.

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