10. Deutscher Schulschachkongress
Workshop in Trier, 10.–12.11.2017

Veranstaltungsorte

Vienna House Easy
Metzer Allee 6, 54295 Trier

Größeren Kartenausschnitt zeigen

IGS Trier
Montessoriweg, 54296 Trier

Touristinfo an der Porta Nigra
Simeonstraße 55, 54290 Trier

Europäische Richterakademie
Metzer Allee 4, 54295 Trier

Organisation

Leitung
Jörg Schulz, Telefon (d) +49 30 30007813, schulzjp@aol.com
Veranstalter
Deutsche Schachjugend ,
geschaeftsstelle@deutsche-schachjugend.de,
Telefon +49 30 30007813,
Telefax +49 30 30007830
Deutsche Schulschachstiftung e. V.
Ausrichter
SB Rheinland-Pfalz e.V.
Schachjugend Rheinland-Pfalz
Integrierte Gesamtschule Trier
Förderer
ChessBase
Barclaycard
MedienLB – Medien für Lehrpläne und Bildungsstandards GmbH

Materialien

Ausbildung

Kategorien
Lehrerfortbildung
Übungseinheiten
Auf diese Veranstaltungen werden keine Übungseinheiten angerechnet.
Zertifikat
Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer erhält zum Abschluß ein Zertifikat.

Organisation von Schach an der Schule, Vorstellung von Methoden, Didaktik & Lehrkonzepten in Form von Workshops


Die Deutsche Schachjugend und die Deutsche Schulschachstiftung laden zum 10. Schulschachkongress nach Trier ein.

Bernd Mallmann, Schulschachreferent in Rheinland-Pfalz, ist der Initiator dieser Einladung. Schon seit längerer Zeit wollte er den Kongress nach Trier holen. Als der Zuschlag gegeben worden war, konnte noch keiner ahnen, dass kurze Zeit danach der Trierer Schulschachenthusiast Kurt Lellinger versterben würde.

So wird aus diesem Schulschachkongress auch ein Gedenkkongress für Kurt Lellinger. Einer der Vordenker im Schulschach in Deutschland. So gäbe es das Schulschachpatent in Deutschland nicht, die Deutsche Schulschachstiftung nicht, die intensive Hinwendung zum Bildungsgedanken durch Schulschach nicht und viele Ideen, Gedanken, Konzepte mehr. Nicht alles konnte umgesetzt werden, manches wartet noch auf den Moment der Umsetzung wie die Umgestaltung der Deutschen Schulschachmeisterschaften, aber Schulschach in unserer Zeit ist undenkbar ohne das nachhaltige Wirken von Kurt Lellinger.

Kurt Lellinger war mit Leib und Seele Trierer! Wer einmal durch seine Stadt von ihm geführt wurde, der konnte das hautnah erleben, Kurt war Trier!

Deshalb ist es eine perfekte Planung den Schulschachkongress in 2017 in Trier durchzuführen.

Gastgeber ist die Integrierte Gesamtschule Trier, ausgezeichnet als Deutsche Schachschule, an der Bernd Mallmann, Schachlehrer des Jahres 2015, wirkt.

Im vergangenen Jahr hatte das Käthe-Kollwitz-Gymnasium erstmals zu einem Kulturprogramm rund um den Kongress eingeladen und vielleicht damit eine neue Tradition gegründet. In diesem Jahr werden die Ideen auf jeden Fall aufgegriffen.

Trier ist die älteste Stadt in Deutschland, eine Sehenswürdigkeit an sich. Daher wird es am Freitag eine Stadtführung geben. Und am Abend, wir sind mitten im Weinanbaugebiet, gibt es eine Weinprobe!

Den über 60 Schachschulen bieten wir am Freitagabend in einem Workshop die Möglichkeit zum Expertengespräch, zum Austausch und zu Kooperationen.

Die Landesschulschachreferenten werden ebenfalls am Freitagabend zu einer Tagung eingeladen, um aktuelle Themen der Schulschacharbeit in der Deutschen Schachjugend, der Schulschachstiftung und den Ländern zu besprechen.

Workshop, Tagungen und Weinprobe finden im Hotel des Kongresses statt.

Der eigentliche Schulschachkongress findet dann am Samstag in der Integrierten Gesamtschule Trier statt.

Für alle Kongressteilnehmer wird während des Kongresses der traditionelle „Markt der Möglichkeiten“ durchgeführt, auf dem sich alles präsentiert, was sich deutschlandweit mit dem Thema (Schul-)Schach beschäftigt.

Auch wird der Kongress wieder mit einer „schachpädagogische Nacht“ enden. Dort können bei Buffet und einem unterhaltsamen Rahmenprogramm die interessanten Gespräche des Tages fortgesetzt und auf das Schulschach in Deutschland angestoßen werden. Zusätzlich wird es ein buntes Programm geben mit Zauberei, Jonglage, Feuer und vielem mehr.

Als Höhepunkt des Abends werden wieder die Auszeichnungen: „Lehrerinnen/Lehrer des Jahres“ verliehen. Bis zum 30. Oktober können noch Nominierungsvorschläge bei der Deutschen Schachjugend eingereicht werden.

Mit dem nun schon 10. Schulschachkongress erhält die Landkarte unserer Kongresse einen neuen Farbtupfer, denn erstmals gehen wir nach Rheinland-Pfalz, wo Kurt Lellinger über viele Jahre Landesschulschachreferent war.

Wir freuen uns über zahlreiche Beteiligung!
Johannes Rieder, Schulschachreferent Deutsche Schachjugend
Walter Rädler, 1. Vorsitzender Deutsche Schulschachstiftung


Zielgruppe

Lehrerinnen und Lehrer, die Schach an die Schulen bringen möchten oder bereits unterrichten, Leiter von Schach-AGs, Inhaber des Schulschachpatentes, Vereinsvertreter, die einen Kontakt zu Schulen aufbauen möchten, beziehungsweise schon Schach- AGs an Schulen betreuen, die Schulschachreferenten aller Ebenen. Genauso aber auch Hortnerinnen und Hortner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindergärten, Vorschulgruppen

Referenten und Referentinnen

Namhafte Referentinnen und Referenten aus der deutschen Schulschach- und Pädagogikszene sind eingeladen und werden ein abwechslungsreiches Themenangebot vorstellen.

Markt der Möglichkeiten

Treffpunkt der „Schach“-Schulen (und Schulschach-AGs) in Deutschland. Ausstellen, Austauschen, Abgucken! (Kommerzielle Aussteller bitte bei Interesse melden!) Diverse Schachschulen aus ganz Deutschland werden ausstellen.

Verkaufsstand

Ganztägig steht ein Verkaufsstand zur Verfügung mit allem wichtigen Lehrmaterial für die Schulen sowie dem Methodenkoffer

Lehrerfortbildung

Der Schulschachkongress wird von vielen Bundesländern als Lehrerfortbildung anerkannt. Bitte prüfen, welche Formalitäten im jeweiligen Bundesland erforderlich sind.

Zeitplan (Änderungen vorbehalten)

Zeit Programm

Montag, 30.10.2017

Meldefrist

Freitag, 10.11.2017

19.00 Uhr Stadtführung „Römische Geschichte“, Touristinfo an der Porta Nigra
20.00​–22.00 Uhr Treffen der Deutschen Schachschulen
  • Erfahrungsaustausch über die Organisation des Schulschachs an den Deutschen Schachschulen
  • mögliche Kooperationen der Deutschen Schachschulen und Austausch über gemeinsame Projekte
  • Hinweise zu der Erlangung und Verlängerung des Qualitätssiegels Deutsche Schachschule
  • Projekte der Deutschen Schachjugend und der Schulschachstiftung
  • Vorstellung der Internetplattform Schach als Fach
  • Moderation des Workshops durch Monika Küsel-Pelz, Björn Lengwenus und Patrick Wiebe
20.00​–22.00 Uhr Treffen der Landesschulschachreferenten
  • Erfahrungsaustausch über die Schulschachsituation in den Ländern
  • Infos zu den Deutschen Schulschachmeisterschaften 2017 und 2018
  • Wohin gehen die künftigen Wege im Schulschach? Agendatreffen Schulschach
  • Internetwettbewerbe im Schulschach
  • Verschiedenes
21.30 Uhr Gemütliche Weinprobe im Hotel

Sonnabend, 11.11.2017

09.00​–09.45 Uhr Eröffnung: Begrüßung und Organisatorisches, IGS Trier
10.00​–12.00 Uhr Block 1, IGS Trier
A1 Schachmethoden für das Eröffnungstraining aus dem Methodenkoffer 2.0, IGS Trier

Viele Schachlehrer verstehen unter Eröffnungstraining vor allem das Auswendiglernen von langen Varianten. Das es auch anders geht, zeigen die Schachmethoden aus dem Methodenkoffer der Schulschachstiftung. In diesem Workshop geht es darum, anhand ausge- wählter Methoden und der Goldenen Regeln ein spannendes und abwechslungsreiches Eröffnungstraining für den Schulschachbereich zu gestalten. Wer wissen will, was sich hinter einem Kopfstand, der Fehlersuche, Von Diagramm zu Diagramm oder auch einem Gambit-Turnier verbirgt, ist in diesem Workshop genau richtig. Neben dem Ausprobieren der Methoden erhalten die Teilnehmer viele praktische Tipps für das Eröffnungstraining.

Patrick Wiebe ist Förderschullehrer und war langjähriger Vorsitzender der Deutschen Schachjugend. Er ist im Lehrteam für das Schulschachpatent sowie bundesweit in der Ausbildung von Lehrern und Trainern tätig und einer der Autoren des Methodenkoffers der Schulschachstiftung.

B1 Tipps und Tricks zur Turnierorganisation, IGS Trier

Das Spielen von Turnierpartien gehört mit zum Erfolg aller Schachkinder. Was tun, wenn keine Turniere in der näheren Umgebung angeboten werden? Wie kann ich ein Schulschachturnier selbst organisieren? Was muss vorbereitet, bedacht und durchgeführt werden? Wie muss ich die Tabelle ausfüllen, eintragen und die Ansetzungen vornehmen?

Simon Martin Claus, Rektor und pädagogischer Leiter einer Gesamtschule sowie Spielleiter des AK Schulschach, führt seit Jahren die Deutschen Schulschachmeisterschaften durch und wird alle Interessenten bestens in dieses Thema einweihen.

C1 Lehrmaterialien für das Schulfach Schach an Grundschulen, IGS Trier

Der Schachtrainer IM Roman Vidonayk sah sich beim Schulschachprojekt im Landkreis Miesbach vor ganz neue Aufgaben gestellt: Was mache ich mit Grundschülern, die Schach als Pflichtschulangebot belegt haben, deren Interesse an Schach aber gering ist? Über die Jahre seit 2011 entwickelte er eigenes, neues Lehr- und Übungsmaterial, unter anderem Übungshefte für die Kinder. Dieses Material begleitet im Schulschachprojekt die Kinder vom Anfänger- über den Fortgeschrittenenkurs bin hin zu den Leistungsgruppen.

IM Roman Vidonayk stammt aus der Ukraine und hat dort Sport (Schach) an der Uni in Lviv studiert. Seit 1993 ist er als Schachtrainer in Deutschland (FIDE-Trainer und A-Trainer) und von 2011 bis 2017 als Schachpädagoge beim Schulschachprojekt im Landkreis Miesbach (Tegernsee).

D1 Beispielhaftes Training mit einer Schulschachgruppe I, IGS Trier

Eine exemplarische Trainingseinheit mit Kindern lautet das Thema dieses Workshops. Wie arbeiten andere Trainer, wie sieht eine beispielhafte Unterrichtsstunde aus? Welche Methoden kommen zur Anwendung? Die Teilnehmer schauen zu und können im Anschluss Fragen stellen, Kritik äußern, die Trainingseinheit auswerten.

Björn Lengwenus ist einer der Autoren des Methodenkoffers, ist der Vater von Fritz & Fertig, des dazu im vergangenen Jahres erschienenen Schulbuches, er ist ein bundesweit bekannter Lehrer und unterdessen auch Schuldirektor der Stadtteilschule und Eliteschule des Sports Alter Teichweg.

E1 Abwicklung in das Endspiel, IGS Trier

Eröffnung und Mittelspiel sind gut gelungen, der Angriff auf den gegnerischen König ist auch im Gange. Nun besteht die Möglichkeit Material zu tauschen und in ein Endspiel ab- zuwickeln oder den Angriff fortzusetzen. Dies ist eine häufig wiederkehrende Frage in praktischen Partien. In diesem Workshop wird aufgezeigt, wie man mit Hilfe einfacher Merkmale Sicherheit in dieser kritischen Partiephase erlangt.

Nikolaus Sentef ist seit 2003 professioneller Schachtrainer und hat in seiner Trainerkarriere viele Schachspieler ausgebildet sowie zu Turniererfolgen geführt. In Baden ist er für die Ausbildung der Nachwuchstrainer verantwortlich.

F1 Gute Ideen Deutscher Schachschulen, IGS Trier

In Deutschland wächst stetig die Anzahl der Schulen, die mit dem Qualitätssiegel Deutsche Schachschulen ausgezeichnet werden. Monika Küsel-Pelz sichtet und bewertet die Bewerbungen der Kandidaten und hat daher den besten Überblick, was die Schulen auszeichnet, mit welchen Angeboten und mit welchen Methoden die Schulen Schach zum Schwerpunktthema an ihren Schulen machen. Gemeinsam mit der Schach-Fachleitung der Schule Genslerstraße wird sie im Workshop aus der Praxis für die Praxis berichten und eine Reihe beispielhafter Modelle vorstellen.

Monika Küsel-Pelz ist Rektorin im Ruhestand der Grundschule Genslerstraße/Hamburg. Sie arbeitet als Mitglied im Vorstand der Deutschen Schulschachstiftung.

G1 Von der Schule in den Verein, die Arena erwartet dich!, IGS Trier

Schach in der Schule boomt bundesweit seit Jahren. Aber in den Vereinen macht sich das nicht recht bemerkbar, die Mitgliederzahlen stagnieren. Die Schachfreunde Brackel sind ein klassischer Schachverein, der aber seit Jahrzehnten für seine aktive Jugendarbeit bekannt ist.

Aber trotz intensiver und vielfältiger Schulschachaktivitäten stockt es an der Schnittstelle zwischen Schule und Verein. Dafür gibt es vielfältige Ursachen. Woran liegt das? Wie motiviert man Schüler ihre knappe Freizeit im Verein zu verbringen?

Ein aktuelles Modell, welches seit einigen Monaten sehr erfolgreich läuft, ist das Brackeler Arenasystem. Seit Einführung der Arenen Mitte Mai sind nicht nur die Mitgliederzahlen im Verein deutlich gestiegen. Auch weitere positive Effekte im Trainings- und Mannschaftsbetrieb sind zu bemerken.

Christian Goldschmidt ist selbstständiger Schachlehrer in Dortmund und A-Trainer, Autor des „Brackeler Schachlehrgangs“, Schulschachreferent NRW und Jugendwart der Schachfreunde Brackel. Er beschäftigt sich seit 1991 intensiv mit allen Facetten von Schulschach und Jugendschach.

12.00​–13.30 Uhr Markt der Möglichkeiten und Mittagsimbiss, IGS Trier
13.30​–15.30 Uhr Block 2, IGS Trier
A2 Methoden für Gruppen mit ungeraden Teilnehmerzahlen in einer Schachgruppe, IGS Trier

Wer kennt das nicht? Die Gruppe hat 10 Teilnehmer und zum fünften Mal fehlt genau ein Kind. Dann sind es wieder 9 Teilnehmer. Oder im Kurs sind genau 3 Kinder in einer Differenzierungsgruppe. Davon können aber nur zwei gegeneinander spielen …

Für manchen oder manche sind ungerade Teilnehmer ein Hemmnis: Da setzt man sich entweder selbst mit ans Brett (und ist nicht für anderen da) oder sagt sowas wie “dann spielt ihr zwei gegen eins“. Nicht unbedingt ersprießlich: In diesem Workshop werden angeboten: andere Methoden, bei denen Schach zweitweise in Einzelarbeit erlernt werden kann oder spielerisch auf die ungerade Zahl der Teilnehmer eingegangen wird: Spiele für 3, für 9 oder für mehrere.

Boris Bruhn ist Vorsitzender und Ausbildungsreferent des Hamburger Schachverbandes. Er bildet aber nicht nur Trainer aus, er verfügt selbst über eine sehr große Erfahrung als Trainer in Schulen, mit Kinder- und Jugendgruppen.

B2 „222 x Spaß mit Schach“, kleine Spiele und Schachvarianten, IGS Trier

Mit der Methodik I + Übungsheft I (2013) und der Methodik II + Übungsheft II (2015) sind die Weiter-bildungsgrundlagen für Kinderschach in Deutsch-land entwickelt worden. Das neueste Projekt „222 x Spaß mit Schach – kleine Spiele und Schachvarianten“ bereitet kompendiumähnlich vorhandene interessante Spielformen und Schachvarianten für den Nutzer verständlich auf. Darüber hinaus sind neue Ideen sowie Möglichkeiten der Beschäftigung rund um das Thema Schach und der Kompetenzentwicklung der Kinder ausgeführt.

Dabei werden die vielfältigsten Verbindungen zur Sprachentwicklung, zu mathematischen Fähigkeiten, zum Sozialverhalten, der sportlichen Betätigung u.v.m. einbezogen. Der recht umfangreiche Inhalt (222 Ideen) wird durch einen neu erstellten „Referenzrahmen für Schach“ strukturiert. Dieser lehnt sich an den bekannten und etablierten „Europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ an.

Dirk Jordan arbeitete 3 Jahre nach dem Studium (Pädagogik, Mathematik und Geographie) als Pädagoge in Berlin Kaulsdorf. Von 1985-88 promovierte er in der Mathematik. 1986 wurde er zum Schulschachreferenten des DSV gewählt und schrieb 1987 mit „Schach für die Schule“ das erste Konzept zur Beschäftigung mit Schach im Grundschulalter. Seit 2012 verantwortet er als Vizepräsident die pädagogische, methodische und didaktische Ausrichtung im Verein Kinderschach in Deutschland e.V.

C2 Spaß mit Schach“ als Wahlfach am Beispiel der Ambrosius Grundschule Trier, IGS Trier

Schach als Fach ist seit vielen Jahren ein Thema im Schulschach. In vielen Schulen wird daran gearbeitet, in einigen ist es eingeführt. An der Ambrosius Grundschule in Trier ist es als Wahlfach gelebter Schulalltag unter der Überschrift „Denken lernen“. Seit 5 Jahren läuft das Projekt. Unterrichtet wird mit einem eigenen Lehrmaterial „Spaß mit Schach“, das von Mietek Bakalarz aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen entwickelt wurde.

Mietek Bakalarz ist A-Trainer und verfügt über eine langjährige Erfahrung im Schulschach sowie im Kinder- und Jugendschach. Er hat mit Kurt Lellinger zusammen das Schulschach in Trier aufgebaut und das Lehrmaterial Spaß mit Schach entwickelt.

D2 Beispielhaftes Training mit einer Schulschachgruppe II, IGS Trier

Eine exemplarische Trainingseinheit mit Kindern lautet das Thema dieses Workshops. Wie arbeiten andere Trainer, wie sieht eine beispielhafte Unterrichtsstunde aus? Welche Methoden kommen zur Anwendung? Die Teilnehmer schauen zu und können im Anschluss Fragen stellen, Kritik äußern, die Trainingseinheit auswerten.

IM Roman Vidonayk stammt aus der Ukraine und hat dort Sport (Schach) an der Uni in Lviv studiert. Seit 1993 ist er als Schachtrainer in Deutschland (FIDE-Trainer und A-Trainer) und von 2011 bis 2017 als Schachpädagoge beim Schulschachprojekt im Landkreis Miesbach (Tegernsee).

E2 Kinder als Experten im Schachunterricht, IGS Trier

Das klassische Vereinstraining: Die Kinder sitzen einem Schachlehrer gegenüber, der ihnen möglichst viele Inhalte vermitteln möchte. Der Wissensfluss ist dabei klar definiert. Wesentlich nachhaltiger kann jedoch gelernt werden, wenn die Kinder darüber hinaus aktiv in die Inhaltsvermittlung eingreifen, sich selber Inhalte erarbeiten und gegenseitig vorstellen. Der Referent vermittelt verschiedene Methoden, die es Kindern ermöglichen mehr Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Dabei zeigt er natürlich auch, wie diese Methoden im eigenen Schachtraining einsetzbar sind.

Jan Pohl ist Lehrer an einer Hamburger Grundschule, Schulschachreferent in Hamburg und hat schon viele Referate auf Ausbildungsgängen im Schach gehalten.

F2 Schach mit Anfängern, differenziert unterrichten mit großen Lerngruppen, IGS Trier

In dem Workshop wird mit praktischen Beispielen vorgestellt, wie auch in großen, heterogenen Lerngruppen differenzierter Schachunterricht gelingen kann. Das von der St.-Sebastian- Schule entwickelte Schachportfolio kann Kindern schnelle, individuelle Erfolgserlebnisse ermöglichen. Das Unterrichtsmaterial der Schule wird im Workshop präsentiert und ausprobiert.

Die Sebastian-Grundschule Raesfeld gilt als Schulschach- Hochburg und wurde mit dem Qualitätssiegel der Deutschen Schachjugend ausgezeichnet. Seit 2008 steht Schach dort als verbindliches Schulfach auf dem Stundenplan, daneben gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren eine gut besuchte und überaus erfolgreiche Schach-AG.

Manfred Grömping ist Lehrer an der St. Sebastian Schule, der dortige Schachmotor, der auch die Kolleginnen für Schach motiviert hat. Drei von ihnen unterstützen beim Workshop: Dietmar Schwarze, Günter Aschenbrenner und Julia Jöckel.

G2 Von der Schulschach-AG zum offiziellen Schachverein, IGS Trier

Anfang stand eine Schach-AG mit 4–6 Schülern, heute gehört der Schachclub BG Buchen mit 100 Mitgliedern zu den größten Vereinen im Badischen Schachverband. Der Verein hat 6 Mannschaften gemeldet (BGB I wechselt zwischen Oberliga und II. Bundesliga, BGB II ist in der Verbandsliga, BGB V und BG B VI sind reine Jugendmannschaften). BG steht für das hiesige Burghardt-Gymnasium. Buchen ist eine Kleinstadt im nördlichen Baden mit knapp 8000 Einwohnern, das Burghardt-Gymnasium hat ein großes Einzugsgebiet in über 30 km Distanz. Wie schafft man es, aus einer kleinen Schulschach-AG die Schüler und Schülerinnen so zu motivieren, zu begeistern, dass daraus ein lebendiger großer Schachverein erwächst? Karl Heinz Eisenbeiser wird es als Lehrer und Vereinsvertreter erklären.

Karl Heinz Eisenbeiser ist Lehrer seit 1980 am Burghardt-Gymnasium, seit 37 Jahren Verbindungslehrer in der SMV (Schülermitverantwortung) am Burghardt-Gymnasium. Er könnte in Rente sein, er unterrichtet aber noch weiter. Aktive Hobbys sind Fußball und Basketball. Zitat: „Ich habe den Schachsport immer im Zusammenhang mit einer Aktivität im traditionellen Sportverein gesehen.“

15.30​–16.00 Uhr Markt der Möglichkeiten und Kaffeepause, IGS Trier
16.00​–18.00 Uhr Block 3, IGS Trier
A3 Bewegter Schachunterricht und aktionsreiche Schachmethoden, IGS Trier

Die Schulen haben mit ganz eigenen Rhythmisierungen des Unterrichts schon umfangreich auf die veränderte Lernwelt reagiert. Auch Schachtraining und -unterricht können nicht mehr ununterbrochen am Demobrett stattfinden. Björn Lengwenus stellt Methoden für „bewegten Schachunterricht“ vor. Vom Quizspiel, über Lauf-Kombinationen, 100 Fragespiel und Schach-New Games werden Elemente vorgestellt, die das Schachlernen abwechslungsreich machen.

Björn Lengwenus hat in seiner Zusatzausbildung zum Spielpädagogen viele klassische Spiele auf das Schachtraining übertragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden eine Reihe von alten und neuen „Schachspielen“ kennenlernen und selbst ausprobieren. Und dafür braucht man gar kein Schachspielen zu können.

B3 Psychomotorik auf dem Großfeldschach für Grundschüler, IGS Trier

Durch die Verbindung von Psychomotorik und Schach lernen auch kleine Kinder die Grundregeln des Schachs schnell und sehr effizient. Als Grundschullehrerin macht Sabine Goehrke bereits seit vier Jahren mit den Anfängergruppen zu Beginn des Schuljahres Psychomotorik. Dabei hat sie die Erfahrung gemacht, dass die Kinder die Züge schnell und dauerhaft beherrschen und auch das ganze Schachbrett mehr ausnutzen. In diesem Workshop wird nach einer kurzen theoretischen Einführung das Ausprobieren der Spiele am Großfeldschach im Vordergrund stehen. Auch werden praktische Tipps bei der Organisation und Durchführung der Psychomotorik in der Schachgruppe gegeben.

Sabine Goehrke ist Grundschullehrerin und unterrichtet seit sechs Jahren Schach an der Theo-Betz-Schule (Grundschule) in Neumarkt. Begonnen hat es mit zwei Gruppen, dieses Schuljahr sind es inzwischen sechs Gruppen mit über 100 Schülern. 2015 wurde die Schule als „Deutsche Schachschule“ ausgezeichnet und 2016 durfte Sabine Goehrke den Titel „Bayerische Schachlehrerin“ führen. Die Schule war am EU-Projekt CASTLE beteiligt.

C3 Methodik I + II Schach im Kindergarten, IGS Trier

Die Methodik Kinderschach besteht jeweils aus drei Teilen, der Lehrmethodik für den Lehrer (Erzieher im Kindergarten, Lehrer an der GS oder Erzieher an der GS), dem Übungsheft für die Kinder und dem Lösungsteil mit dem Diplom für die Kinder. Im Teil I werden die Grundlagen des Schachs behandelt und im Teil II erste Anfänge der Eröffnung, des Mittelspiels und des Endspiels. Die beiden Autoren Dr. Dirk Jordan und Harald Niesch haben die aktuellen Forschungen und die vielfältigen Erfahrungen vieler Schachpädagogen neben ihren eigenen in dieses Lehrmaterial einfließen lasse. Mittels kleiner Spiele, angereichert mit methodischen Tipps und didaktischen Methoden wird das Schachspiel von allen rasch erlernt werden.

Harald Niesch ist Diplom Sozialpädagoge und Schachlehrer. Er war über einen langen Zeitraum Schulschachreferent in Sachsen, hat insbesondere Materialien für die frühkindliche Bildung von Kindern mit Schach entwickelt und ist Mitautor der Kinderschachmethodik.

D3 Beispielhaftes Training mit einer Schulschachgruppe III, IGS Trier

Inhalt dieses Workshops ist eine Unterrichtseinheit mit Kindern. Die Teilnehmer können zusehen wie andere Trainer arbeiten und welche Methoden sie anwenden. Wie ist der Un- terricht strukturiert, welches Material wird verwendet? Nach dem Unterricht können die Teilnehmer Fragen stellen, Kritik äußern und den Unterricht auswerten.

Nikolaus Sentef ist seit 2003 professioneller Schachtrainer und hat in seiner Trainerkarriere viele Schachspieler ausgebildet sowie zu Turniererfolgen geführt. In Baden ist er für die Ausbildung der Nachwuchstrainer verantwortlich.

E3 Schachunterricht als nicht spielstarker Spieler, IGS Trier

„Wie hoch ist ihre Spielstärke?“ fragen viele Eltern ihre Schachtrainer und wollen dabei nur den besten. „Wie gut ist denn ihre Vermittlungskompetenz?“ fragt allerdings kaum jemand. Dabei ist doch von zentraler Bedeutung, wie das Schachspiel erklärt wird.

Wer einsteigt als Schachtrainer, der sollte vor allem auf diese Kompetenz setzen. Nach und nach verliert man dabei die Angst vor den Fachbegriffen oder mal einen Fehler zu machen.

In diesem Workshop erarbeiten wir die wichtigsten Punkte für Schachlehrer ohne großes Hintergrundwissen. Die Teilnehmer erhalten Hinweise für Ihre konkrete Trainingsarbeit. Vor allem Fragen und bisher bestehende Schwierigkeiten sollen auf einen guten Lösungsweg gebracht werden.

Boris Bruhn ist Vorsitzender und Ausbildungsreferent des Hamburger Schachverbandes. Er bildet aber nicht nur Trainer aus, er verfügt selbst über eine sehr große Erfahrung als Trainer in Schulen, mit Kinder- und Jugendgruppen.

F3 Heterogenität und seine Herausforderungen im Wahlpflichtfach Schach der Integrierten Gesamtschule Trier, IGS Trier

Dieser Workshop beschäftigt sich mit der Heterogenität im Wahlpflichtfach (WPF) Schach der Integrierten Gesamtschule Trier. Themen und Inhalte sind ebenfalls für Vereinstrainer und AG-Leiter essentiell und ohne weiteres in Schule und Verein anwendbar. Der Workshop wird in zwei Schwerpunkte aufge- teilt:

  1. Es gibt eine Unterrichtseinheit für Schüler der IGS Trier, die im WPF Schach teilnehmen. Die Teilnehmer des Workshops hospitieren in dieser Phase und achten verstärkt auf den Umgang mit der Heterogenität.

  2. Analyse der Unterrichtseinheit anhand der Zielsetzung, der Heterogenität möglichst gerecht zu werden. Anschließend gibt es weitere Tipps zur Arbeit mit heterogenen Schachgruppen.

Axel Schlippe ist seit 2016 Lehrer für Schach, Ethik, Sport, Englisch an der IGS Trier. Zuvor von 2011–2014 Dozent der Hector-Kinderakademie Ettlingen für hochbegabte Grundschüler, Unterrichtsfach Schach. Das Vereinsleben hat er als Schachtrainer und Jugendleiter im SK Ettlingen kennengelernt. Seit 2015 ist er 2. Vorsitzender des Schulschachvereins der IGS Trier.

G3 Schach in Schulen in Trier und Umgebung (1994–2016), IGS Trier

Im Jahre 1994 überredete Kurt Lellinger den Schachtrainer IM Mietek Bakalarz aus dem Ruhrgebiet nach Trier zu kommen, um dort zusammen mit ihm das Schulschach und daneben auch das Vereinsschach aufzubauen bzw. zu beleben. So war Mietek Bakalarz an der unterdessen berühmten Trierer Schach- studie beteiligt, baute die Schachakademie in Trier auf, gab und gibt Schachunterricht an vielen Schulen in Trier und Umgebung. Aus diesen Schulen „ernähren“ sich wiederum die Vereine.

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein ist ein wichtiges Thema für die Verbände, sollte aber auch den Schulbereich nicht unberührt lassen, denn Talente sollten in den Vereinen gefördert werden, wenn die Schulen an ihre Grenzen kommen.

IM Mietek Bakalarz ist A-Trainer und verfügt über eine langjährige Erfahrung im Schulschach sowie im Kinder- und Jugendschach. Er hat das Lehrmaterial Spaß mit Schach entwickelt.

18.15​–18.30 Uhr Ausklang, Feedbackrunde, IGS Trier
19.30 Uhr Schachpädagogische Nacht, Europäische Richterakademie

Geboten wird ein Buffet, ein buntes Abendprogramm mit Kleinkünstlern und der Ehrungen Schachlehrer/in des Jahres, AG- Leiter/in des Jahres durch die DSJ und Schulschachstiftung.

Sonntag, 12.11.2017

Abreise der Kongressteilnehmer und -teilnehmerinnen
09.00​–15.00 Uhr 10. Deutsche Meisterschaft für Lehrer/innen

Kosten

Teilnehmer zahlen:

  • Einzelzimmer inkl. Frühstück

    täglich 72,00 EUR, Überweisung im Voraus
  • Teilnahmegebühr

    einmalig 50,00 EUR, Überweisung im Voraus
  • Doppelzimmer p. P. incl. Frühstück

    täglich 45,00 EUR, Überweisung im Voraus
  • Schachpädagogische Nacht

    einmalig 35,00 EUR, Überweisung im Voraus
  • Weinprobe

    einmalig 20,00 EUR, Überweisung im Voraus

Überweisungen auf das Veranstalter-Konto: Deutsche Schachjugend, IBAN DE15 5065 0023 0057 0003 82 (Sparkasse Hanau, BIC HELADEF1HAN) unter Angabe des Namens und des Stichworts »Schulschachkongreß 2017 Trier«

Anmeldung

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Markt der Möglichkeiten

Ich beteilige mich am „Markt der Möglichkeiten“ für diese Schule oder AG

Sonstiges

Spezielle Wünsche oder sonstige Angaben, Ernährung, bei Kindern: Medikamente, Allergien

Kosten
für Tage

An- und Abreisetag zählen zusammen als ein Tag

Teilnahmegebühr: einmalig 50,00 EUR

Terminwünsche
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Option
Option
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