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Ganz gespannt erwarteten alle Zuschauer den Kampf der Deutschen Männer gegen die Ukraine, nachdem man bereits gegen Russland nicht verloren hatte. Dicht gedrängt standen die Journalisten auf der Bühne, um diesen, und auch den Kampf zwischen Russland und England in Bildern fest zu halten. Etwas zu unbeachtet schienen da die Deutschen Frauen vor ihrem Kampf gegen Serbien.

Ganz anders sah es nur wenige Meter weiter bei der Begegnung Russland gegen England aus: Das Brett um Kramnik dicht von Paparazzi umdrängt, schob sich pünktlich um 15 Uhr Fußballbundesliga-Trainer des VfL Wolfsburg und Botschafter der Schacholympiade, Felix Magath, an für den Vizeweltmeister die Partie mit 1.d4 zu eröffnen. Spontanes allgemeines Lachen brach im großen Spielsaal aus, als, während Magath sich runterbeugte, ein nicht mehr enden wollendes Knipsen und Blitzen einsetze, das eher an Maschinengewehre als an Fotoapparate erinnerte. Beendet wurde die Eröffnungszeremonie vom Applaus für den Bundesliga-Trainer.

Felix Magath (Mitte) am Brett Kramiks - völlig umlagert von der Presse

Etwas entspannter lief es da für die zweite und dritte Frauenmannschaft: Hierhin verirrten sich nur wenige Journalisten sodass die Spielerinnen auch in den ersten 15 Minuten, in denen die Presse völlige Freiheit hat, in Ruhe spielen konnten. Geholfen hat es dennoch nicht: Deutschland 2 und 3 verloren leider beide.

Deutschland 2 und 3
Anna Endress und Hanna-Marie Klek (JOM weiblich)

Voll konzentriert zeigte sich auch die männliche Jugendolympiamannschaft (JOM). Doch auch hier konnte die Niederlage im Laufe des Kampfes nicht mehr abgewendet werden.

Niclas Huschenbeth, Sebastian Bogner, Arik Braun und Georg Meier von der JOM
Sebastian Bogner und Arik Braun
Blick in den Turniersaal

Aufgrund des in Sachsen begangenen Buß- und Bettages, der hier ein Feiertag ist, konnte sich die Olympiade hohen Zulaufs erfreuen. Und auch der Stand des Deutschen Schachbundes war stets sehr gut gefüllt.

Dies wurde noch verstärkt, als sich am späten Nachmittag Felix Magath zum Interview mit dem Chessbase TV, die ihren Stand direkt hinter dem des DSB aufgebaut haben, eingefunden hatte. Nicht nur die Fernseh-, sondern auch viele Digitalkameras waren nun auf ihn gerichtet und der ein oder andere war sehr kreativ im Umgang mit den DSB- und DSJ-Werbematerialien, um den Bundesliga-Trainer gut in Szene zu setzen.