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15.06.2015 | TOP Meldung, Jugend für Jugend

Schach durch Baden - SJB on Tour 03.-07.Juni 2015


Endlich war es soweit. Unser „Jugend für Jugend“ Projekt, „Schach durch Baden- SJB on Tour“, welches wir seit März planten, stand vor der Tür. Die To-do Liste war groß: Wir brauchten mehrere Autos, die Genehmigung von den Städten, verschiedene Materialien, Orte zum Übernachten und noch vieles mehr. Am Ende war dann alles durchgeplant und vorbereitet, sodass die Tour starten konnte. Mit dabei waren Leon Ruland, Simon Ohnmacht, Marcel Herm, Zacharias Heck, Felix Walther, Andreas Ciolek, Isabel Steimbach, Annika Denz, Jessica Boyens und Antonio Markic

Mittwoch 03.06 Konstanz               

Für sehr viele ging der Tag sehr früh los, da wir alle spätestens um 11:30 Uhr am Augustinerplatz in Konstanz  sein mussten, um aufzubauen. Wir reisten aus verschiedenen Städten an, sodass wir uns gemeinsam erst in Konstanz trafen. Bereits beim Aufbauen wurden die Passanten in der Fußgängerzone von Konstanz auf uns aufmerksam, und kaum war unser Stand aufgebaut, waren unsere Tische schon voll besetzt. Wir sprachen viele Passanten an, ob sie nicht Lust haben, eine Partie Schach zu spielen, und nur die wenigsten lehnten unser Angebot ab. Durch ein breites Angebot an Werbemitteln, wie zum Beispiel Plakaten, sowie nähere Informationen zum örtlichen Schachverein, gelang es uns direkt Leute anzuwerben. Nach einem sehr warmen und gelungenen ersten Tag, bauten wir unseren Stand ab und nächtigten in den Räumen des Schachclubs Singen.

 

Donnerstag 04.06 Freiburg

Es war kaum zu glauben, aber der Donnerstag bescherte uns noch höhere Temperaturen als der Tag zuvor. Bei 30° schmorten wir im Schatten des Freiburger Stadtgartens. Durch den Feiertag und das wundervolle Wetter war der Stadtgarten überflutet von Besuchern, sodass es einen riesigen Ansturm an unserem Stand gab. Unser Maskottchen „Chessy“, das durch die Hitze ordentlich ins Schwitzen geriet, kam vor allem bei den kleinen Kindern sehr gut an, aber auch der ein oder andere Erwachsene wollte ein Bild mit ihm. Das stadteigene Gartenschachfeld war ein echter Blickfang, womit man diesen Tag als vollen Erfolg bezeichnen konnte. Am Abend waren wir zum Grillen bei Andrea Lohrmann, der Kassenwartin der SJB, welche uns permanent in der Vorbereitungsphase der Tour unterstützt hat, eingeladen. In gemütlicher Runde und bei einigen Spielen feierten wir in Andreas Geburtstag hinein.

 

Freitag 05.06 Baden – Baden

Baden – Baden ist bereits für den Schachsport ein bekannter Ort. Wir haben versucht, ihn noch bekannter zu machen. In der Fußgängerzone bauten wir unseren Stand auf. Dieses Mal gleich an zwei nicht weit voneinander entfernten  Orten. Die Ooser Schachgesellschaft, kurz OSG, unterstützte uns tatkräftig bei unserer Tour. Vertreter der OSG  waren durchgehend an unserem Stand anwesend, um ihren Verein und auch den Schachsport an sich der Bevölkerung näher zu bringen. So konnten Interessierte sich über weitere Möglichkeiten erkundigen, dem Verein beizutreten. Ein junges Mädchen ist uns besonders aufgefallen, sie schien ein großes Schachtalent zu sein und wir haben sie für den Verein entdeckt. Als besonderen Gast konnten wir den Der Baden-Badener Bürgermeister Michael Geggus begrüßen, der keine Mühe scheute,  um sich für den Schachsport stark zu machen, und lobte dabei noch unser Engagement. Auch hier waren die Bretter gut gefüllt und viele Passanten lobten uns für diese fabelhafte Aktion. Am späten Abend machten wir uns auf dem Weg nach Karlsruhe, wo uns Zacharias zu sich einlud.

 

Samstag 06.06 Karlsruhe

60% der Tour waren geschafft und wir so langsam auch. Später als geplant bauten wir den Stand am Kronenplatz in der Innenstadt von Karlsruhe auf. Doch da gab es schon den ersten Dämpfer. Zeitgleich fanden nämlich am Schlossplatz die Karlsruher Messetage statt, was uns einige Besucher gekostet hat. Dadurch, dass die Straßenbahnen in den Pfingstferien umgeleitet wurden, war die Haltestelle am Kronenplatz außer Betrieb, sodass weniger Menschen an unserem Stand vorbeikamen.  Aber durch kräftige Unterstützung  der Karlsruher Schachfreunde und der ersten Vorsitzenden der SJB Kristin Wodzinski, wurde der Tag auch ein Erfolg. Es war zwar weniger Publikumsverkehr als gedacht, dafür aber mehr Schachbegeisterte, sodass sich sehr viele dazu entschlossen haben, den Schachsport weiter zu betreiben. Zudem blieben die Schachspieler auch immer sehr lange am Brett und spielten öfter viele Partien. Wir sind optimistisch, dass einige Spieler zukünftig auch dem KSF beitreten werden. Nach einem Tag mit bis zu 32° Celsius, brauchten wir alle eine Erfrischung, weshalb wir unseren Stand um 17 Uhr abbauten und an den Baggersee Weingarten fuhren, um den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

 

Sonntag 07.06 Mannheim

Der letzte Tag begann und damit auch die Freude, die Tour geschafft zu haben, andererseits auch die Trauer, dass es so schnell vorbei war.  Nach einer sehr kurzen Nacht, bauten wir wie gewohnt unseren Stand auf, dieses Mal am Marktplatz in Mannheim. Unseren Transporter in der Innenstadt zu parken war dann doch eine sehr große Herausforderung, aber nach einiger Zeit der Suche fanden wir eine geeignete Parklücke.  In Mannheim war die Begeisterung für unsere Tour sehr groß. Viele Passanten kamen  auf uns zu, ob sie denn eine Partie Schach spielen dürften. Das hatten wir in keiner der vorherigen Städte in solch einem Ausmaß wie in Mannheim erlebt. Passanten spielten mit riesiger Begeisterung gegen uns oder andere. Sehr viele Menschen, die kein Schach spielen konnten, wollten es von uns lernen, wodurch wir alle Hände voll zu tun hatten. Einige Leute blieben stundenlang und spielten gegeneinander. Es wurde sich auch informiert, ob wir denn so etwas öfter anbieten könnten.  Am späten Nachmittag bauten wir das letzte Mal alle gemeinsam ab und fuhren zu Leons Eltern, die für uns ein Abschlussgrillen organisiert hatten. Abends ging dann jeder wieder wehmütig seines Weges. Wir versprachen uns aber in Kontakt zu bleiben. Auch haben wir uns dazu bereit erklärt, irgendwann wieder ein Projekt zu starten. Somit ist dann auch der Zweck von „Jugend für Jugend“ erfüllt. Denn das Ziel von „Jugend für Jugend“ ist nicht nur  ein einzelnes Projekt auf die Beine zu stellen, sondern Jugendliche dazu zu ermutigen, selber Projekte zu planen und durchzuführen, um den Schachsport zu fördern. Da es uns allen auch viel Spaß gemacht hat, dieses Projekt zu organisieren, werden viele der Teilnehmer sich auch weiterhin ehrenamtlich engagieren.

 

An dieser Stelle möchte ich ganz herzlich der gesamten „SJB on Tour“-Gruppe danken, die in den letzten drei Monaten mit sehr viel Herzblut daran gearbeitet hat, damit dieses Projekt zu Stande kommt. Auch während der  Tour war der Aufwand sehr hoch und keiner hat gezögert, mit anzupacken. Dafür ein riesiges Dankeschön! Auch an den Vorstand der Schachjugend Baden und die ganzen Eltern, die uns vor und während der Tour unterstützt haben, geht ein großer Dank! Ohne sie wäre es kaum möglich, dass alles so gut funktioniert hat. Als letztes noch ein Dankeschön an unsere Sponsoren: den Badischen Schachverband und die Sparkasse Nördlicher-Breisgau, welche uns die Tour aus finanzieller Sicht ermöglicht haben. Unser letzter Dank gilt unserem Schirmherrn, der Deutschen Schachjugend, die uns zwischendurch immer wieder unterstützt und motiviert hat.

 

Jessica Boyens


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