Viele der Grundschulkinder kannten die Länder, für die sie antreten, bisher nicht - aber lernen sie durch die Partnerschulaktion nun kennen. Denn die teilnehmenden Schulen starten nicht nur bei den Regionalturnieren für ihr Land. Sie haben auch die Aufgabe, sich im Unterricht mit ihrem Partnerland zu beschäftigen. Die besten Aktionen werden mit Freiplätzen beim großen Finalturnier in Dresden belohnt.
„Zu unserem Aktionstag an der Schule kam sogar der peruanische Generalkonsul“, erzählt zum Beispiel Martina Berg-Weber von der Abt-Utto-Grundschule im bayerischen Metten. „Die ganze Schule hat mitgezogen. Die Eltern bereiteten ein Buffet mit peruanischen Spezialitäten vor, die Lehrer gestalteten Unterrichtsstunden zum Partnerland Peru und jede Klasse hat einen eigenen Beitrag zum Fest geleistet: eine ‚Inka-Reise‘, peruanische Märchen oder eine Ausstellung zur Tier- und Pflanzenwelt. Der Konsul war total erstaunt, dass unsere Schüler soviel über sein Heimatland wussten.“ Und vielleicht ergibt sich aus dem großen Fest sogar ein langfristiger Kontakt. Denn der Konsul war so begeistert, dass er gleich versprach, sich in Peru nach einer Partnerschule für die Abt-Utto-Schule umzusehen.
Auf den Austausch mit einer Partnerschule arbeitet auch Gerti Neuburger hin. Sie betreut den gemeinsamen Auftritt der LingoStar-Sprachschule mit der Schachgemeinschaft Sailauf zum Partnerland Estland. „Der Schachgroßmeister Paul Keres ist in Estland ein echter Nationalheld. Der ist dort sogar auf einem Geldschein abgedruckt. Das ist natürlich ein toller Aufhänger für den Unterricht, um die Kinder für das Land zu interessieren“, berichtet sie. Für die Eröffnung des Partnerschulenturniers in Vaterstetten haben die acht Kinder und drei Betreuer sogar extra die estnische Nationalhymne eingeübt. Aber ein Stau in München verzögerte die Ankunft und so klappt’s diesmal doch nicht mit dem Vorsingen. Die Jungs grinsen verschmitzt. Sie finden das offensichtlich nicht so schlimm.