Liebe Freunde,
der Vorstand der Deutschen Schachjugend hat sich auch 2005 wieder bemüht zusammen mit den vielen Mitarbeitern, seien dies nun die Beauftragten für verschiedene Arbeitsfelder oder die Mitarbeiter in den Arbeitskreisen, eine moderne Jugendarbeit erlebbar zu machen. Daran wirken natürlich mit ihren vielfältigen Aufgaben auch die Landesschachjugenden mit. Und alle zusammen können wir uns darüber freuen, dass wir erstmals in der Geschichte der Deutschen Schachjugend die Grenze der 30.000 Kinder und Jugendliche im Verband übersprungen haben. Der Mitgliederzuwachs setzt sich also fort, wenn auch etwas abgebremst zu den Vorjahren, aber dafür haben wir auch unterdessen ein recht hohes Niveau erreicht.
Seit vielen Jahren bauen wir auf die Jugend auch im Kreis unserer Mitarbeiter. Dies halten wir für unverzichtbar in einem Jugendverband, der immer die Nähe zur Jugend behalten muss. Wir sind uns aber auch bewusst, dass dies oftmals nur ein kurzzeitiges Engagement sein kann, denn Schule, Ausbildung und Berufsfindung stehen natürlich im Vordergrund vor dem Ehrenamt. Das bringt Brüche in der Arbeit mit sich, manchmal fehlt die Kontinuität. Aber damit müssen wir leben und umgehen können.
So wird es auf der diesjährigen Jugendversammlung wieder einmal einen Umbruch im Vorstand geben. Einige Altvorderen verlassen uns aus eigenem Antrieb, einige junge Mitglieder ebenfalls. Der eine muss sich auf den Berufsstart konzentrieren, der andere geht für einige Zeit nach England, der nächste sucht seinen Ausbildungsstart, der nächste meint, ca. 10 Jahre DSJ-Arbeit sind genug. Bei allen möchten wir uns für das Engagement für das Jugendschach bedanken, egal wie lange und intensiv es war.
Die Aufgabenvielfalt bringt uns oft an die Grenzen des Machbaren. Manche sagen, wir wollen zuviel. Doch gerade die Ideenvielfalt bringt uns und das Jugendschach vorwärts. Lieber wollen wir mit einigen Unzulänglichkeiten leben, als uns zu beschneiden in der Phantasie, der Kreativität. Wir müssen ausprobieren, erproben, zur Not Dinge wieder sein lassen. Nur so entwickeln wir uns weiter. Und wir meinen, dass der Trend der letzten Jahre, der unsere Veranstaltungen interessanter, lebhafter gemacht hat, der uns viele Mitarbeiter zugeführt hat, richtig war. Die Reaktionen vor allem der Kinder, Jugendlichen und Eltern bestätigen uns das. Und vor allem das zählt, denn für sie machen wir unsere Arbeit.
Natürlich sind wir uns bewusst, dass einiges nicht funktionierte, dass Fehler gemacht wurden. Aber da wir unsere Angebote grundsätzlich analysieren und auswerten, hoffen wir die Fehler korrigieren zu können.
Bevor wir zu unserem ressortübergreifenden Vorstandsbericht kommen, möchten wir Dank sagen all den vielen Mitarbeitern, die oftmals unerkannt im Hintergrund wichtige Arbeiten für das Ganze leisten,
den Beauftragten der DSJ: Erik Kothe, Klaus Deventer, Helmut Schumacher, Simon Martin Claus, Michael Klein, Matthias Wolf,
den Arbeitskreisen Spielbetrieb, Schulschach, allgemeine Jugendarbeit,
den verschiedenen themenorientierten Arbeitsgruppen wie Kinderschach, Schach-olympiade,
dem Promoteam bei vielen Veranstaltungen,
unserem Cheflayouter und Chessyvater Gustaf Mossakowski,
den vielen einzelnen Mitstreitern - wie zum Beispiel die Schiedsrichter -, die bei Veranstaltungen mehr oder weniger sichtbar mit uns zusammen arbeiten.
Vielen Dank ihnen / euch allen für die tolle Mitarbeit für das Jugendschach in Deutschland.
Weiterhin gut klappt die Zusammenarbeit mit den Landesschachjugenden. Auf vielen ihrer Veranstaltungen waren wir zu Gast, mit vielen hatten wir verschiedenste Kontakte und Gedankenaustausche, die uns alle weiter bringen, und mit einigen haben wir gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt.
Entspannt wie immer in den letzten Jahren ist die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schachbund. Es gibt viele Bereiche, bei denen die Zusammenarbeit gesucht wird und die Jugend die notwendige Unterstützung bekommt, um ihre Arbeit erledigen zu können. Und zu guter Letzt ist unsere zentrale Deutsche Jugend-meisterschaft Vorbild für die Umgestaltung und Neukonzipierung der Deutschen Meisterschaften des Deutschen Schachbundes. Die vom Präsidium gebildete Arbeitsgruppe wird sogar von unserem 2. Vorsitzenden Rainer Niermann geleitet.
Leider mussten wir auch im Jahr 2005 Abschied nehmen von einigen Schachfreunden und leider auch von einem unserer besonderen Förderer dem Ehrenpräsidenten Egon Ditt. Wir werden ihn ehrend in Erinnerung behalten.