Die Erfüllung der weiterhin gemachten Anforderungen ist turnierabhängig und kann somit ebenfalls herbeigeführt werden. Maßgeblich für die Entscheidung waren weiterhin die Zuverlässigkeit, die ChessBase bereits in verschiedenen anderen Bereichen unter Beweis gestellt hat, die gute Zusammenarbeit bei bereits durchgeführten Projekten und die relativ große Verbreitung des Programms Fritz, das als Zugangsberechtigung über den Testzugang hinaus erforderlich ist. Die Zufriedenheit der bisherigen Nutzer ist sehr hoch, was als Qualitätskriterium nicht unterschätzt werden darf.Außerdem ist ChessBase einer der ganz wenigen potenten Partner in Deutschland und bietet so die Erfahrung und das Potential für eine stetige Verbesserung des Angebotes.
Projekte und Umsetzung
Deutsche Jugendinternetmeisterschaft
Von Februar bis April wird als erstes großes Turnier eine offizielle Einzelmeisterschaft durchgeführt. Durch die Hinzunahme einer Altersklasse U25 möchte die DSJ ein Angebot für die oft vernachlässigte Gruppe der aus dem Jugendalter herausgewachsenen Schachspieler bereitstellen. Das Turnier ist in Anlehnung an den Ramada Cup des DSB aufgebaut. Die Teilnahme ist nicht an eine Vereinsmitgliedschaft gebunden, das Turnier selbst ist in vier Qualifikationsturniere und eine Finalrunde gegliedert.
Deutsche Schulschach – Internetmeisterschaft
In Singapur hat ChessBase es vorgemacht: Dort gelang es, unter Beteiligung von über 2000 Schülern eine offizielle Schulmeisterschaft durchzuführen. Gemeinsam mit ChessBase prüft die DSJ derzeit, ob die Übernahme dieser Idee auch für Deutschland möglich ist. Eine solche Meisterschaft könnte eine ernorme Werbewirkung für das Jugendschach haben und wäre sicherlich einer der Höhepunkte in diesem Jahr. Mit dieser Meisterschaft könnte es gelingen, eine Anknüpfung an die herausragenden Schulschachpokale der Neunziger zu schaffen.
Ausblick
Sicher stellen diese Ideen große Anforderungen an eine ehrenamtliche Organisation. Sie bieten jedoch auch ein gewaltiges Potential, um das Schach in Deutschland einen großen Schritt nach vorne zu bringen.
Um einen tatsächlichen Fortschritt erzielen zu können, benötigen wir aber gerade diese außergewöhnlichen Ideen. Unsere Angebote müssen mit den Anforderungen, die von der Öffentlichkeit, potentiellen Sponsoren und Schach-Interessierten an uns gestellt werden, Schritt halten.
In der Hauptsache aber müssen wir die Kinder der Informationsgesellschaft ansprechen – unsere Klientel eben, die mit dem Computer aufwächst und deren Leben in immer größerem Maße davon beeinflusst wird.
Nun ein Internetschachangebot anzubieten, bedeutet nichts anderes, als endlich den Wünschen unserer Zielgruppe hinterherzulaufen – und wenn wir uns beeilen, haben wir noch die Möglichkeit, sie einzuholen!
(Der Artikel ist erschienen als Rechenschaftsbericht zur Jugendversammlung 2003 in Greifswald von Michael Klein, Ref. für Öffentlichkeitsarbeit, DSJ.)
Und es geht los!
Am 02.02.03 startete die erste Deutsche Jugendschachmeisterschaft ... im Internet! Auf dem Fritz-Server der Firma ChessBase trafen 78 Spieler in den Altersklassen U14, U18 und U25 aufeinander, um im Blitz (5 min + 2 sek) die jeweils ersten sechs Kandidaten für das große Finale Anfang April auszuspielen. Denn qualifizieren kann man sich nur über die insgesamt vier Vorrundenturniere. In der Endrunde spielen dann die besten 24 die Titel in ihrer Altersklasse aus - und dürfen sich nicht nur über einen offiziellen Deutschen Meister-Titel freuen. Denn ChessBase hat zusätzlich einen phänomenalen Preisfond im Wert von umgerechnet über 6.000 Euro (!) zusammengestellt!
Aber nun kurz zurück zu den Spielen des ersten Turnieres. Um kurz nach 18 Uhr begannen die Turniere in drei separaten Räumen für die drei Altersklassen. Sieben Runden Blitz später standen dann die ersten Qualifikanten für das Finale am 06. April fest.
In der U14 konnte sich letztlich knapp mit einem halben Punkt Vorsprung Markus Mandery vor Raphael Rehberg und Dayanand Steven durchsetzen. Außerdem qualifizierten sich Jonas Wortmann, Udo Dinger und Dennes Abel für das Finale. Alle sechs können sich außerdem über je ein Fritz8 oder, falls schon vorhanden, andere Chessbase - Programme freuen.
In der U18 dominierte Alexander Gasthofer ebenfalls mit 0,5 Punkten Vorsprung vor Aljoscha Feuerstack und Oliver Jovalekic. Auf den Plätzen 4-6 folgen Maximilian Meinhardt, Jörg Wegerle und Boris Grimberg.
Besonders erfreulich war die relativ große Resonanz in der U25. Mit der Ausweitung der Altersbeschränkung auf den Jahrgang 1978 gibt es nun auch endlich ein Angebot für diese oft vernachlässigte Gruppe der "Alt-Junioren". Und das solche Angebote gefordert werden, zeigte sich in der Teilnehmerzahl. Über ein Drittel der Teilnehmer startete in diesem Feld. Das Turnier hingegen endete überraschend und eventuell nicht untypisch für das Internetschach: es gewann ein totaler Außenseiter, der sich durch ein Schachprogramm helfen ließ und daher natürlich nachträglich disqualifiziert wurde. Denn auch im Internetschach gilt: Fair geht vor! Und Kontrollen gibt es in dieser Internetwelt auch, selbst wenn jeder bei sich zu Hause alleine am Rechner sitzt. So gewann dann die erste Vorrunde in der U25 Christian Richter vor Florian Grafl. "In die Punkte", sprich die Ränge 4 bis 6, spielten sich weiterhin Stefan Prüfer, Thomas Schönegg, Helge Colpe und Eric Taistra.
Alle Infos zur Deutschen Internetmeisterschaft findet ihr auf der Seite der Deutschen Schachjugend im weltweiten Netz unter: http://www.deutsche-schachjugend.de
Die nächsten Termine:
02. März, 18 Uhr: 3. Vorrundenturnier zur DIM
16. März, 18 Uhr: 4. Vorrundenturnier zur DIM
06. April, 18 Uhr: Finale DIM
(Michael Klein, Jörg Schulz)