Deutsche Schachjugend
im Deutschen Schachbund e. V.


Der Tag der Niedersachsen

Spannung war geboten am zweiten Turniertag der DLM. In der Vormittagsrunde kam es in der Spitzenpaarungb zum Aufeinandertreffen der einzigen beiden Bundesländer, die mit jeweils zwei Siegen ins Turnier gestartet waren. Nach langem und spannendem Kampf, in dem sechs der acht Paarungen einen Sieger hatten, endete die Begegnung zwischen Württemberg und Niedersachsen mit 4–4 unentschieden.

Dies ermöglichte es dem Verfolger Hessen, zu den Führenden aufzuschließen. Das Team aus der Mitte Deutschlands konnte sich gegen den großen Nachbarn aus Nordrhein-Westfalen mit 5–3 durchsetzen.

Ihre ersten beiden Mannschaftspunkte konnte sich die Hamburger Mannschaft erkämpfen. Im Vergleich mit Sachsen-Anhalt konnten fünf der acht Elbstädter ihre guten Stellungen in siegreiche Partien umwandeln. Mit 6–2 stand am Ende ein deutliches Ergebnis fest.

Im brisanten Duell der beiden Mecklenburger Mannschaften konnte sich die erste Vertretung klar mit 7–1 durchsetzen. Lediglich Max Weber und Alexander Valet konnten mit ihren Remisen den Ehrenpunkt für die zweite Mannschaft des Gastgebers erspielen.

Komplettiert wurde die dritte Runde mit der Begegnung zwischen Rheinland-Pfalz und Thüringen. Die Pfälzer hatten mit 5–3 knapp die Nase vorn. Auffällig  war auch hier, dass nur zwei Partien mit einem Remis endeten.

 

In der vierten Runde trafen in der Spitzenbegegnung Württemberg und Hessen aufeinander. Erneut gelang es dem Team der Hessischen Schachjugend, einem größeren Nachbarn Paroli zu bieten. Die favorisierten Württemberger mussten sich mit ihrem zweiten Unentschieden zufrieden geben – auch weil FM Andreas Strunski am Spitzenbrett gegen Kevin Högy nicht über ein Remis hinauskam.

Durch die Punkteteilung der Mitführenden hatte Niedersachsen die Chance, beide Kontrahenten hinter sich zu lassen. Mit dem 5½–2½ gegen Rheinland-Pfalz wussten die Norddeutschen ihre Chance fulminant zu nutzen und sind damit mindestens bis morgen früh alleiniger Tabellenführer.

Im Duell der Verfolger musste sich die erste Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern den Hamburgern mit 5–3 geschlagen geben. Auch der vierte Sieg in Folge von Miriam Rogasch konnte daran nichts ändern. Neben der jungen Mecklenburgerin konnten zudem Constantin Göbel aus Hessen und Felix Knopf aus Sachsen-Anhalt alle vier Partien gewinnen.

Im Gegensatz zu Miriam brachte Felix‘ vierter Sieg seinem Team mehr Glück. Sachsen-Anhalt konnte sich gegen die zweite Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern mit 6–2 durchsetzen und sich damit die ersten beiden selbst erspielten Mannschaftspunkte sichern.

Dies gelang auch der Mannschaft aus dem Saarland. Gegen die ersatzgeschwächten Thüringer konnte das Team aus dem äußersten Westen der Republik ein 5–3 erspielen. Damit ist kein Bundesland mehr ohne Mannschaftspunkte. Der Kampf gegen die unbeliebten hinteren Platzierungen ist damit ebenso voll im Gange wie der an der Spitze, an der drei punktgleiche Mannschaften die führenden Niedersachsen noch abzufangen versuchen.

 

Michael Ehlers

 

 

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