Deutsche Ländermeisterschaft 2013
der Deutschen Schachjugend

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Rheinland-Pfalz ist Deutscher Ländermeister!

Sieben Runden waren angesetzt, doch das Team aus Rheinland-Pfalz hat davon nur sechs benötigt, um sich den Titel "Deutscher Jugendmannschaftsmeister der Länder 2013" zu sichern. In der Vorschlussrunde blieb das Team Niedersachsen 1 chancenlos, am Ende stand es 6,5:1,5 für die neuen Champions.

Die Niederlage des bisher zweitplatzierten Gastgebers nutzte die Mannschaft aus Bayern, um sich wieder auf den Silberplatz zu schieben. Im Duell der Freistaaten blieb Sachsen chancenlos, am Ende gewannen die Bayern mit 5,5:2,5.

Nach einem durchwachsenen Start mit 4:4 Punkten hat Baden aufgedreht und sich mit einem äußerst knappen 4,5:3,5 gegen Schleswig-Holstein vor der letzten Runde auf den dritten Platz gesetzt.

Der Sieger steht fest, doch in der letzten Runde geht es noch um die Vergabe der beiden anderen Podestplätze. Sechs Mannschaften können in diesen Kampf noch eingreifen. Die besten Chancen hat Bayern (9:3 Punkte), mit einem Sieg gegen Nordrhein-Westfalen (8:4) können sie den zweiten Platz fest machen. Das Team aus dem Westen könnte mit einem Sieg selbst einen großen Schritt Richtung Medaille machen, muss aber auch auf das Ergebnis von Baden (8:4) gegen Rheinland-Pfalz und Niedersachsen (8:4) gegen Sachsen-Anhalt schauen. Die Sachsen-Anhaltiner müssen wie Niedersachsen 2 (beide 7:5) gewinnen und auf einen günstigen Verlauf der anderen Matches hoffen, um ihre letzte Chance auf den dritten Platz noch zu nutzen.

Rheinland-Pfalz marschiert, Niedersachsen 1 gewinnt Verfolgerduell

Wer kann diese Rheinland-Pfälzer stoppen? – Das ist die große Frage der DLM. Schleswig-Holstein hat es versucht, lange geführt, aber am Ende dann doch deutlich verloren.

Nach den starken Auftritten in den ersten vier Runden war die Auswahl aus Rheinland-Pfalz gegen Schleswig am Spitzentisch deutlich favorisiert. Doch den ersten ganzen Punkt holten sich die Nordlichter, als Alexander Rieß sich gegen Larissa Schwarz durchsetzen konnte. Nach zwei Remis an den Brettern 2 und 5 sah es beim Stand von 2:1 gut für die Jungs und Mädchen von der dänischen Grenze aus. Doch nach und nach kippten alle Partien auf die Seite des Teams aus dem Südwesten der Republik. Zwar stand es zur Zeitkontrolle noch 2,5:2,5, aber die letzten laufenden Partien konnten kurz nacheinander Johannes Carow, Charlotte Sanati und Julius Muckle für sich entscheiden – der Endstand von 5,5:2,5 für Rheinland-Pfalz war aber viel deutlicher als der Spielverlauf.

Im Verfolgerduell behielt Niedersachsen 1 knapp mit 4,5:3,5 gegen Sachsen die Oberhand. Nachdem die Ausrichter durch Stefanie Düssler, Paul Laubrock und Lara Schulze voll punkteten und dies bei den Spielern aus dem Freistaat nur Hans Möhn und Theo Gungl gewann, musste die Partie am Spitzenbrett die Entscheidung bringen. Thorben Koop sicherte nach langem und zähem Kampf gegen Maximilian Neef das Unentschieden und gleichzeitig den Mannschaftserfolg für seine Seite.

Am dritten Tisch konnten sich die Bayern nach ihrer Vormittagsniederlage gegen Bremen schadlos halten. Die Hansestädter können aber die 2,5 Brettpunkte gegen die klaren DWZ-Favoriten aus dem Süden durchaus als Erfolg verbuchen.

Nachdem Rheinland-Pfalz mit fünf deutlichen Siegen gestartet ist, können sie sich bereits morgen in der vorletzten Runde den Titel sichern. Dafür brauchen sie einen Sieg gegen den Zweitplatzierten, das Team Niedersachsen 1. Diese liegen momentan zwei Punkte zurück und haben daher ihrerseits im direkten Duell die Gelegenheit zur Spitze aufzuschließen. Die drittplatzierten Bayern kriegen es im Regionalduell Süd-Ost mit ihren Nachbarn aus Sachsen zu tun. Mit 7:3 Punkten muss ein Sieg her, um die letzten Titelchancen zu wahren. Sachsen liegt genau wie Baden, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein mit 6:4 Punkten noch in Schlagdistanz zu den Medaillenplätzen. Für alle gilt klar die Devise: Für Edelmetall müssen morgen Punkte her.

Vorentscheidung? Rheinland-Pfalz dominiert Bayern

Alle Beobachter hatten eine knappe Angelegenheit erwartet, doch der Kampf zwischen Rheinland-Pfalz und Bayern wurde schnell einseitig. Charlotte Sanati und Ludwig Stahnecker brachten die Pfälzer früh in Führung. Die Bayern mühten sich in den anderen Partien um Vorteil, doch richtig gelang dies an keinem Brett. Am Ende blieben den Bayern nur vier Remis, während auf der anderen Seite auch noch Annelen Carow und Larissa Schwarz voll punkten konnten. Das Team aus Rheinland-Pfalz führt damit weiter verlustpunktfrei das Feld an, während die Bayern jetzt bei 5:3 Punkten stehen.

Die Verfolgerduelle an den folgenden drei Tischen brachten jeweils klare Ergebnisse. Sachsen konnte Württemberg mit 5:3 schlagen, noch deutlicher machte es Niedersachsen 1 mit einem 6:2-Erfolg gegen Nordrhein-Westfalen. Die Mannschaft aus Schleswig-Holstein demontierte Sachsen-Anhalt gar mit 6,5:1,5. Die drei siegreichen Teams dieser Duelle haben jeweils 6:2 Punkte auf dem Konto und exzellente Aussichten für die zweite Turnierhälfte.

Am heutigen Nachmittag fordert Schleswig-Holstein die Auswahl von Rheinland-Pfalz, während daneben Sachsen und Niedersachsen 1 um den Anschluss an die Spitze ringen. Einen seltenen Auftritt gegen Bayern hat am dritten Tisch die Bremer Equipe. Dieser ist durch einen überraschenden Sieg gegen Hessen am heutigen Vormittag aber mehr als verdient.

Rheinland-Pfalz schlägt Sachsen, Bayern erster Verfolger

Der Rheinland-Pfalz-Express ist nicht zu stoppen. Am heutigen Nachmittag kam das sächsische Team mit 2,5:5,5 unter die Räder. Thore Perske, Julius Muckle und Charlotte Sanati holten jeweils ihren dritten Sieg im Turnier. Lev Yankelevich und Annelen Carow steuerten ebenfalls einen Sieg bei und Johannes Carow holte gegen Maximilian Neef am Spitzenbrett ein Remis. Auf Seite der Sachsen konnten währenddessen nur Leonard Richter und Anne Kempe voll punkten. Während Sachsen damit ins obere Mittelfeld zurück fällt, liegen die Pfälzer mit 6:0 Punkten alleine in Front.

Dicht auf den Fersen sind ihnen die Bayern, die gegen Niedersachsen 1 einen nie gefährdeten 6:2-Sieg feiern konnten. Besonders mit den schwarzen Steinen konnten die Bayern punkten, Leon Mons, Nadja Berger und Sebastian Reimann holten als Nachziehende den vollen Punkt, Florian Ott immerhin einen halben. Mit 5:1 Punkten hat das bayerische Team den alleinigen zweiten Platz inne.

Am morgigen Freitag treffen in der Vormittagsrunde nun Rheinland-Pfalz und Bayern aufeinander. Mit einem Sieg könnten sich die Spieler aus dem Südwesten der Republik bereits einen deutlichen Vorsprung erarbeiten. Dahinter kämpfen sechs weitere Teams mit einer 4:2-Bilanz um den Anschluss. Sie treffen morgen in den Matches Württemberg gegen Sachsen, Niedersachsen 1 gegen Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gegen Schleswig Holstein aufeinander.

Bayern stolpert, Rheinland-Pfalz und Sachsen dominieren

Die DLM hat ihre erste Überraschung. Die Titelverteidiger aus Bayern mussten gegen das Team aus Baden Federn lassen. Beim Stand von 3:3 hatten Felix Graf (gegen Christopher Noe) und Florian Ott (gegen Maximilian Ruff) zwar im Turmendspiel jeweils einen Mehrbauern – doch ihre Gegner konnten sich jeweils in die Philidor-Stellung retten. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 4:4 zu Buche.

Das Unentschieden am Spitzentisch nutzten die Mannschaften aus Rheinland-Pfalz, Sachsen und Niedersachsen 1 um die Spitze zu übernehmen. Besonders dominant zeigte sich erneut das Team aus Rheinland-Pfalz. Gegen Nordrhein-Westfalen feierten die Pfälzer den zweiten 6,5:1,5-Sieg in Folge. Lohn ist die Führung nach Brettpunkten. In der dritten Runde wartet nun der erste richtige Härtetest – die zweitplatzierte sächsische Equipe. Diese hat sich in Runde 2 mit 6:2 gegen das Team aus Bremen schadlos gehalten. Niedersachsen 1 musste sich den Erfolg gegen Schleswig-Holstein hart erkämpfen. Beim Stand von 3,5:2,5 mussten die Gastgeber zwei schlechtere Endspiele verteidigen. Nachdem Paul Laubrock dies gegen Emily Rosmait gelang, nutzte Thorben Koop den letzten Verzweiflungsversuch von Emil Powierski um sogar noch zu gewinnen.

Favoriten starten mit Siegen

Mit einer Reihe von Favoritensiegen ist heute die Deutsche Ländermeisterschaft gestartet. Nach der ersten Runde führt das Team aus Schleswig-Holstein, dass sich gegen die Regionalauswahl Nord mit 7,5:0,5 durchsetzen konnte. Für die Mannschaft aus dem nördlichsten Bundesland ist dies ein ungewöhnliches Gefühl, doch ihre Aufstellung ist durchaus geeignet, bei der diesjährigen Ausgabe auch weiter oben mitzuspielen. Mit einem 7:1 hat sich das Team aus Hessen auf die zweite Position gesetzt, für das Saarland gelangen nur Rick Frischmann und Cedric Recktenwald zwei Ehrenremis.

Die Medaillenfavoriten holten sich alle souverän zwei Punkte. Das 4,5:3,5 von Vorjahressieger Bayern gegen Württemberg sieht zwar knapp aus, doch der Kampf war bereits frühzeitig entschieden. Rheinland-Pfalz dominierte Hamburg nach Belieben und holte sich einen 6,5:1,5-Erfolg. Das Team aus Sachsen gab gegen Thüringen zwar fünf Remis ab, die anderen Partien wurden aber gewonnen, so dass es am Ende 5,5:2,5 stand. Im Duell der beiden Gastgebermannschaften behielt Niedersachen 1 mit 5:3 gegen Niedersachsen 2 die Oberhand.

Am morgigen Feiertag steht dann eine Doppelrunde auf dem Programm. Die erste Runde startet bereits um 8:30 Uhr – Ausschlafen am Feiertag ist für die Spieler also nicht drin.

Rückblick: Das war die DLM 2012

Bericht in der DEM-Zeitung

Nach dreijähriger Abstinenz nahmen im vergangenen Jahr erstmals wieder die Bayern am Ländervergleich der Jugend teil - und konnten prompt ohne Niederlage gewinnen. Bei ihrer letzten Teilnahme 2008 reichte es nur zu Platz 6.

Mit dem Bayern kehrten auch einige andere Landesverbände zur DLM zurück - insgesamt 16 Mannschaften konnte die Niedersächsische Schachjugend als Ausrichterin in ihrer Landeshauptstadt Hannover begrüßen. Doch wo landeten am Ende eigentlich die Hausherren? Und Euer Landesverband? Wir frischen Euer Gedächtnis auf!

Ein Portal für die DLM

Unsere Techniker haben sich mächtig ins Zeug gelegt: Nach der Deutschen Einzelmeisterschaft und der letztjährigen Vereinsmeisterschaft erhält nun auch die Ländermeisterschaft ein eigenes Portal. Immerhin suchen wir Deutschlands spielstärkste Landesschachjugend! Und so steht die Länder- der Einzelmeisterschaft in (fast) nichts nach: Wir bieten Live-Ergebnisse und erstmals auch die Echtzeit-Übertragung von 40 Brettern.

Wir werden das Portal nach und nach ausbauen, Anregungen sind immer willkommen.

DLM 2013 steht vor der Tür

Auch im Jahr 2013 findet die Deutsche Ländermeisterschaft, kurz: DLM, wieder über den Tag der deutschen Einheit statt. Wie im Vorjahr wird die Meisterschaft in der Jugendherberge Hannover, in unmittelbarer Nähe zum 96er-Stadion, von der Niedersächsischen Schachjugend ausgerichtet.


Deutsche Schachjugend, 3.10.2015 | Impressum
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