Deutsche Schachjugend
im Deutschen Schachbund e. V.


Jacob Roggon

Jacob Roggon

Nationaler Spielleiter bis 2011

Bad Segeberg, gelegen zwischen Hamburg, Kiel und Lübeck, ist vor allem bekannt für seine Karl-May-Festspiele, den Kalkberg (der eigentlich aus Gips besteht) und ein großes Möbelhaus. Ringsherum unberührte Natur, idyllisches Nichts. Hier bin ich Mitte der 80er geboren und aufgewachsen.

 

Mit Schach verbinde ich aber vor allem Sonne und Meer: Ich war sechs Jahre alt, da brachte mir mein Vater während eines Urlaubs das Schachspiel am Strand von Menorca bei. Bei so viel positiver Assoziation wundert es kaum, dass ich mich nicht mehr von diesem Spiel lösen konnte. Jedenfalls hatte ich genug Spaß, dass ich es auf Landesmeistertitel brachte und auch mehrmals an Deutschen Meisterschaften teilnehmen durfte.

 

Recht früh habe ich mich auch ehrenamtlich engagiert. Als Jugendsprecher war ich einige Jahre in Schleswig-Holstein aktiv, bevor ich begann mich verstärkt in die DSJ einzubringen. 2003 war ich zum Beispiel maßgeblich daran beteiligt, den Internetschachbereich für uns zu erschließen.

Seit März 2007 schließlich bin ich als Nationaler Spielleiter zuständig für die Koordination des Spielbetriebs auf Bundesebene und die konzeptionelle Entwicklung.

 

Neben dem Ehrenamt studiere ich nun, nach einem Jahr Zivildienst in Köln, Jura in Hamburg.

 

 

Michael Klein

Stellvertretender Vorsitzender bis 2011

 

Aus der Leistungssport-Perspektive würde ich mich als eine Art "ewiges Talent" bezeichnen. Dafür, dass ich praktisch nie in ein Schachbuch reingeschaut habe, spiele ich gar nicht so übel... Meine Mannschaftskameraden in der Vereinsjugend- und der Schulschachmannschaft sahen das in manch brenzliger Situation vermutlich anders. Aber immerhin haben sie mich stets als viertes Brett oder als Ersatzspieler auf diverse deutsche Meisterschaften mitgenommen. Ich hatte nämlich das Glück, beim SV Turm Lahnstein mit vielen herausragenden Jugendspielern zusammenspielen zu dürfen.

 

1999 wechselte ich dann auf die Funktionärsseite und wurde Pressewart der Schachjugend Rheinland-Pfalz. 2001 rückte ich als Referent für Öffentlichkeitsarbeit in den Vorstand der DSJ auf, dem ich bis 2005 angehörte. Als Beauftragter des Vorstandes entwickelte ich zwischen 2005 und 2007 die Sozialpartnerschaft der DSJ mit terre des hommes weiter - eine Herzensangelegenheit, die mir auch heute noch sehr wichtig ist.

 

Auf der Jugendversammlung 2007 wurde ich schließlich wieder in den Vorstand der Schachjugend gewählt, in dem ich seither das Amt eines stellv. Vorsitzenden bekleide. Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Frage, wie die DSJ gemeinsam mit den Landesschachjugenden die Arbeit der Vereine besser unterstützen kann. Über Eure Anregungen zu diesem Thema würde ich mich übrigens sehr freuen.

 

Im "Hauptberuf" bin ich wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni.

 

 

Jan Pohl

Jan Pohl

Stellvertretender Vorsitzender bis 2011

 

 

Als im Jahre 1980 die Datumsanzeige vom 14. auf den 15. Februar umsprang, erblickte ich das Licht der Welt in einer Stadt, die auch heute noch immer mein Zuhause ist, und der ich auch heute noch immer größte Sympathien entgegenbringe. Mit Hamburg verbindet mich viel, ich liebe den Hafen, das Wasser und das Lebensgefühl der Hansestadt.

 

Nach meiner Schulzeit und kurz vor dem Zivildienst entschloss ich mich, Lehrer werden zu wollen, und es erscheint von daher auch nicht verwunderlich, dass ich angefangen habe, auf Lehramt zu studieren. Meine beiden Fächer entsprechen meinen Vorlieben im "wirklichen Leben". Ich habe eine Schwäche für Geschriebenes und nutze fast jede freie Minute für Sport. Mein Studium neigt sich mittlerweile langsam dem Ende zu, und ich hoffe, der Uni bald den Rücken kehren zu können, um endlich wieder zur Schule gehen zu können. Mit meiner unerschütterlichen Hoffnung auf einen Referendariatsplatz kann da auch gar nichts mehr anbrennen.

 

Meine schachliche Karriere begann exakt im Jahre 1990 mit dem Eintritt in die Schach-AG meiner Schule. Wenige Zeit später erwarb ich die Mitgliedschaft im Schachklub Johanneum Eppendorf, dem ich noch immer treu bin. In einer eher spontanen Aktion wurde ich Jugendsprecher des Hamburger Schachjugendbundes und begann damit meine Funktionärslaufbahn. Ich war Mitglied des Ausschusses für Allgemeine Jugendarbeit des HSJB und habe dessen Geschicke mehrere Jahre als Vorsitzender geleitet.

 

Im Jahre 1999 kam ich dann in die Deutsche Schachjugend, und auch dort begann ich als Jugendsprecher. Die Arbeit machte eine Menge Spaß, und als ich aus Altersgründen das Amt als Bundesjugendsprecher abgeben musste, ergriff ich gerne die Gelegenheit, Helmut Schumachers Nachfolger auf dem Posten des Referenten für Allgemeine Jugendarbeit zu werden, um die einmal angefangene Arbeit fortzusetzen. Nach drei Jahren Referentendasein und vieler spannender Erlebnisse in diesem Bereich bin ich nun stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Schachjugend, und ich hoffe, dass ich einen Teil der Freude, die ich an der Arbeit in der DSJ hatte und noch immer habe, wieder zurück in die Organisation geben kann.

 

 

Patrick Wiebe

Patrick Wiebe

Erster Vorsitzender 2003-2009

 

Meine schachliche und auch sonstige Heimat liegt in Bad Schwartau, einer gemütlichen Kleinstadt in der Nähe von Lübeck, die neben der bekannten Marmelade auch einige ordentliche Schachspieler hervorgebracht hat und durch aktive Jugendarbeit sogar den beschwerlichen Weg in die zweite Bundesliga schaffte. Als ich am 06. März 1977 das Licht der Welt erblickte, wusste ich von all dem natürlich noch nichts und erlernte das Schachspiel mit sechs Jahren von meinem Vater. Durch immer häufigere Niederlagen war dieser bald froh, dass ich in der Schulschach-AG des Gymnasiums am Mühlenberg und später im Schachverein Bad Schwartau von 1930 neue Gegner und Herausforderungen fand.

 

Im Laufe meiner Jugendzeit sammelte ich für den Verein und die Schule viele Landesmeistertitel und nahm mehrmals an den Deutschen Einzelmeisterschaften, den Deutschen Ländermeisterschaften und den Deutschen Schulschachmeisterschaften der Deutschen Schachjugend teil. Meine größten schachlichen Erfolge im Jugendbereich waren sicherlich der Gewinn der Deutschen Schulschachmeisterschaften in der WK II in Bremen 1993 und ein 5. Platz bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Magdeburg 1991 sowie die damit verbundene Aufnahme in den Förderkader. Zum Ende meiner aktiven Spielzeit in der Jugend begann ich mich nach neuen Herausforderungen umzusehen und engagierte mich in der Jugendarbeit. Zuerst übernahm ich die Schulschach-AG und eine kleine Trainingsgruppe im Verein, in denen ich mein schachliches Wissen weitergeben konnte und erste pädagogische Erfahrungen sammelte.

 

Auf einer Jugendversammlung der schleswig-holsteinischen Schachjugend 1995 wurde ich dann als Jugendsprecher gewählt und meine ehrenamtliche Schachkarriere rückte nach und nach in den Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit. Während eines Seminars der Deutschen Schachjugend für Jugendsprecher in Bonn 1995 entstand bei den Teilnehmern schließlich die Idee, dass die Deutsche Schachjugend auch wieder einen Jugendsprecher braucht und ich wurde als Kandidat auserkoren. So wählten mich die Delegierten der Jugendversammlung 1996 in Pinneberg als Bundesjugendsprecher in den Vorstand der Deutschen Schachjugend und seitdem engagiere mich in diesem Gremium für das Jugendschach.

 

Voller Tatendrang in meinem neuen Ehrenamt versuchte ich zuerst einmal Kontakte zu den anderen Jugendsprechern auf Landesebene und in den Vereinen zu knüpfen und musste bald feststellen, dass ehrenamtliches Engagement, egal auf welcher Ebene, nicht immer Spaß macht. Zu meinem ersten eigenen Jugendsprecherseminar kamen im Herbst 1996 immerhin acht Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands nach Bonn und die Tradition der jährlichen Treffen wurde aus der Taufe gehoben. Nicht ganz ohne Stolz blicke ich mittlerweile auf die erfolgreichen Jugendsprecherseminare der Deutschen Schachjugend, bei denen sich 2-3 Mal im Jahr bis zu 30 engagierte Jugendliche treffen, sich über ihre Jugendarbeit austauschen und viel Spaß miteinander haben. Über die Zeit sind dabei viele Freundschaften entstanden, die ich heute nicht mehr missen möchte.

 

Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen vollzog ich 1998 einen weiteren Schritt auf der ehrenamtlichen Karriereleiter und wurde für zwei Jahre als jugendliches Mitglied in den Vorstand der Deutschen Sportjugend gewählt, dem höchsten ehrenamtlichen und sportpolitischen Gremium im Jugendsport in Deutschland. Nach absolviertem Zivildienst hatte es mich allerdings 1997 zum Studium der Sonderpädagogik in den Fachrichtungen Geistigbehindertenpädagogik und Sprachbehindertenpädagogik nach Flensburg verschlagen, was gleichbedeutend mit weiten Wegen und vielen Bahnreisen war. Trotzdem blieb ich der Deutschen Schachjugend treu und bekam nach kurzer Unterbrechung im Jahr 2000 in Dresden von der Jugendversammlung das Vertrauen als 2. Vorsitzender geschenkt. Inhaltlich kümmere ich mit seitdem in der Deutschen Schachjugend um die Internationale Jugendarbeit, die Umsetzung der Marketingkonzeption, die Organisationsentwicklung sowie um das Schach mit Kindern unter acht Jahren.

 

Während des Studiums wechselte ich 1999 meinen Standort nach Kiel, wo ich sofort begann, mich im hiesigen Schachclub Meerbauer um die Jugendarbeit zu kümmern. Bei meiner Arbeit in der Deutschen Schachjugend war es mir seither immer eine große Hilfe als Jugendwart von Meerbauer Kiel für über 110 Kinder und Jugendliche Basisarbeit zu leisten und die Sorgen und Nöte von Schachvereinen aus eigener Anschauung zu kennen. Neben dem vielen Training und der Jugendarbeit habe ich bei Meerbauer Kiel auch wieder Zeit gefunden, selbst Schach zu spielen, und lenke dabei als Mannschaftsführer die Geschicke unserer Mannschaft in der Oberliga-Nord-Nord.

 

Im Jahr 2003 hat sich mein Lebensmittelpunkt nach Rostock verlagert, wo ich als Referendar an einer Schule zur individuellen Lebensbewältigung tätig bin. Nach meiner Wahl zum 1. Vorsitzenden der Deutschen Schachjugend sind meine thematischen Schwerpunkte in der Arbeit für die Deutschen Schachjugend die engere Kooperation mit den Landesschachjugenden und großen Jugendvereinen, die Förderung des Schachs mit Kindern unter acht Jahren, eine Schulschachoffensive, die Modernisierung des Jugendverbands sowie die Weiterentwicklung aller Deutschen Meisterschaften zu zeitgemäßen Events.

 

Bei all diesen Tätigkeiten bleiben zwar manchmal meine anderen Hobbys wie Schwimmen oder Lesen etwas auf der Strecke, aber jedes Mal wenn ich die großen Augen der Kinder beim Schachtraining sehe, weiß ich, dass es sich lohnt.

 

Rainer Niermann

Rainer Niermann

Referent für Finanzen 2003-2009

 

Mit 35 Jahren bin ich ja schon einer der Älteren in dem neuen Jugendvorstand. Und gerade auf das Arbeiten in diesem Team habe ich mich sehr gefreut. Beruflich arbeite ich seit meinem BWL-Studium bei einem mittelständischen Industriebetrieb, zuletzt als Leiter Controlling und EDV.

 

Ein Blick in meine schachliche Vergangenheit: Vor zwanzig Jahren habe ich als Jugendsprecher in meinem Verein SK Münster 32 angefangen und bin dort später Vorsitzender geworden (1988 - 1995). Gleichzeitig engagierte ich mich zum ersten Mal in der Schachjugend NRW als Spielleiter und für die Nachwuchsförderung. Später kamen Bezirks- und Verbandsvorsitz hinzu. Auf verschiedenen Ebenen wirkte ich in den Ressorts Breitensport, Öffentlichkeitsarbeit und Leistungssport. Bei der DSJ war ich drei Jahre im Vorstand. Als Turnierveranstalter, Schiedsrichter und B-Trainer habe ich einige Erfahrung gesammelt, z.B. bei der Jugend-WM 1992 (Turnierdirektor) und bei den Pyramiden-Franken-Cups.

 

Seit meinem Umzug nach Wuppertal 1995 habe ich mich auf wenige Ämter konzentriert. Derzeit bin ich st. Vorsitzender meines Vereins und war von 1999 - 2003 Vorsitzender der Schachjugend NRW. Dieses Amt hat mir sehr viel Spaß gemacht; ich hatte den Eindruck, mit jungen Leuten gemeinsam viel aufgebaut zu haben.

 

So, das ist alles Geschichte. Nunmehr will ich gerne helfen, die gute Arbeit der Deutschen Schachjugend stärker in die Landesverbände und die Vereine wirken zu lassen. Dies wird ein langwieriger Prozess, der weniger aus spektakulären Höhepunkten, sondern eher aus beständiger Arbeit im Team, Präsenz vor Ort und konzeptioneller Arbeit bestehen wird. Dabei will ich die Distanz zwischen der DSJ und ihren Spielern und Vereinen weiter abbauen und mich als Ansprechpartner anbieten.

 

 

Deutsche Schachjugend im Deutschen Schachbund e. V.
Die Deutsche Schachjugend ist Mitglied der Deutschen Sportjugend.